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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1928-01-01 · Heft 5 · p. Seite 491

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
72 (1928)
Issue
Heft 5
Article
Die Familie Lwow
Date
1928-01-01
Page
Seite 491 (sequence 5)
Language
German
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491 jetzt in der Bibliothek zu Oxford. Nur zwei seiner Responsen sind in Büchern von Zeitgenossen. veröffentlicht worden, und zwar eine im אור היישר Nr. 32, wegen des Clever Scheidebriefes, und eine zweite im Buche 1 שו״ת שב יעקב Nr. 53. Letztere schrieb er, als er noch Rabbiner in Trier war. Josua Heschel Lwow bekleidete das Rabbineramt von Schwabach ungefähr 40 Jahre. Er starb daselbst am Sonntag, den 28. Tebet 5531 (1771), im Alter von 80 Jahren und wurde in Georgen-Gemünd beerdigt. Ungefähr zwei Jahre darauf, am 5. Tischri 5533 (1773), folgte ihm auch seine Frau Merla in die ewige Ruhe1. Ueber die von beiden entfaltete segensreiche Wirksamkeit in der Gemeinde Schwabach gibt uns das dortige Gemeindebuch eingehende Auskunft. Eine Trauerrede über Josua Heschel Lwow hielt Rabbiner Josef Steinhard in Fürth (vergl. משביר בר Prag 5588); ebenso veranstaltete der Rabbiner von Karlsruhe Tiah Weil am 8. Iar 5531 (1771) eine große Trauerfeier für die drei bedeutenden Rabbiner, die in demselben Jahre in das ewige Leben eingegangen sind, ,nämlich für Josua Heschel Lwow in Schwabach, für Josef in Brody2 und David Berlin in Hamburg (s. Löwenstein, Nathan Weil, S. 66). Josua Heschel Lwow hatte einen Sohn namens Moses Lwow, der Rabbiner in Trier und Schwiegersohn des Meier Eger von Fürth war. Er approbierte am 2. Marcheschwan 5528 (1768) das Buch אספקלריא המאירה (Fürth 1776) wie auch das Werk תפתח ערוך (Metz 1777). Moses Lwow hatte eine Tochter, die Chaje hieß und die Frau des Meier Halevi Marx war. Nach dem Tode seines Schwiegervaters Moses Lwow wurde Meier Marx mit dem Rabbinate von Trier betraut. Sie hatten fünf Kinder: 1. der Rabbiner von Trier, 2. Samuel Marx, 3. Jacob Marx, 4. eine Tochter Esther3, 5. Justizrat Heinrich Marx 1 Nach einer an mich gerichteten Mitteilung des Dr. Mannes, Rabbiner in Schwabach, im Jahre 1901. 2 Br hieß Josef Czeczkes und stammte aus Brody. Sein Vater Arjeh Leib Gzaczkes gehörte zu den angesehensten Bürgern Brodys. Dank seiner Gelehrsamkeit und seines Reichtums gelangte Josef Gzaczkes zu großer Berühmtheit und wurde Land es Vorsteher des Lemberger. Bezirkes. Im Jahre 5527 (1767) wurde er mit dem Rabbinat in Brody betraut. In der Ueber־ Schrift seiner Approbation für das Buch אהל יוסף (Alexenitz 1767) heißt es: "הסכמת הרב המאור הגדול הגאון המפורסם, הבקי בחדרי־ תורה מויה יוסף ני/ שה׳ כשיא ישראל, פי־נם הדור דגליל לבוב, ולע״ע הורם והונף לאב״ד ור״מ דרךק בראדי" und zeichnet "יום ג׳ כ״ו אייר תקב״ו. ה״ק יוסף שצקש מבראדי החונה פה ק״ק הנ״ל*. Br gehörte auch zu den Gelehrten, die im Streite um die Gültigkeit des Scheidebriefes von Cleve auf seiten des Israel Lipschütz standen. Seine Unterschrift vom 10. Tebet 5528 (1768), die an der Spitze der Brodyer Gelehrten steht, lautet: ״נאם דדק יוסף שצק״ש מבראדי חונה פה ק״ק הניל׳,׳ (s. אור הישר Nr. 51). Er starb dort im Jahre 5532 (1772). — Seine Schwester Freide war die Frau des Jakob יעקובקא aus Brody (welcher dort Sonnabend, den 18. Elul 5497 (1737) starb), der der Schwiegervater von Ezechiel Landau, Ralbiner von Prag war (vgl. die Vorrede seines Sohnes Jekowka zum zweiten Teile des נודע ביהודה und meine בחבי הגאונים Seite 94). 3 Diese vier Söhne zählt ihre Mutter Chaje selbst auf in einem Bref, der in meinem Besitze ist. Sie unterschreibt diesen Brief ״חיה בת הרב ר׳ משה לבוב זצ״ל*. Wachstein irrt, wenn er sie in der Festschrift ניר דוד a. a. O. Eva חיה nennt; sie hieß Chaje und nicht Eva, wie aus allen ihren Briefen, die ich besitze, deutlich hervorgeht.

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