Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 72 (1928)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Erwiderung
- Date
- 1928-01-01
- Page
- Seite 431 (sequence 4)
- Language
- German
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431 offenbar, will sich aber darüber so hinweghelfen, daß er den Text in gewissen Teilen lückenhaft hinstellt. Dies aber ist nicht der Weg, um Schwierigkeiten aus dem Wege zu räumen. Weiters, wenn die Emendation W.s richtig wäre, dann könnte eigentlich, namentlich was den 1. Teil seiner Emendation betrifft, jedes beliebige arcag 1&0ך\xevov an die Spitze dieser Emendation gestellt werden. Das Spezifische aber, das nur auf eine Stelle angewendet werden kann, ist dann verlorengegangen. Auch würden dann die beiden anderen im ש״י gebrachten Beispiele aus Hoh 14 und Exod 63 in der Luft hängen, was W. ebenfalls zu empfinden scheint, weshalb er sie ganz streicht. Wir sehen also: von dem überlieferten Texte bleibt dann nicht viel mehr übrig. Sehr zu beachten ist auch, daß nach dem Zusammenhänge des ganzen uns überlieferten Textes es sich in unserem Falle um ein strittiges Subst,, nicht aber, wie dies nach W. der Fall wäre, um ein Verbum handelt. Denn würde es sich um das Verbum אפעה an unserer Stelle handeln, dann könnte iE unmöglich sagen, es ist auch möglich, daß es sich hier um das elliptisch auf zufassende Subst. אפעה handle. Denn diese letztere Erkl. ist nur dann möglich, wenn es sich bei der im ersten Teile enthaltenen Erkl. ebenfalls um ein Subst. handelt, nicht aber, wenn im ersten Teile von einem Verbum die Rede ist, weil ja dann iE überhaupt die Existenz des Verbums אפעה bestreiten würde, was sowohl mit seiner im Komm, an erster Stelle gegebenen Erkl., als auch mit der Erkl. der כל המפרשים nicht gut in Einklang zu bringen wäre. Wir sehen also, daß die Emendation W.s ganz unmöglich ist. Ich bin darum der Meinung, daß die in meinem Aufsatze gegebene Emendation die allein richtige ist, nur daß ich jetzt auch die von mir damals aufgegebenen Textwörter ganz gut einzufügen vermag. Der Text muß demnach so lauten: ידי לילה נגרה (תהל׳ ע״ו, ג׳)* אמר הגאון רעתי שאץ לו דובר ופל המפרשים פירשו מקומי או חוקתי [כוחי] ור' ארוגים פירשו עיני והקוראים ספרו יחשבו כי יודע חבר. ואולי הוא כמו עד כי יבוא שילה (ברמש׳ מ-ט׳ י־) והב׳ ישרת עצמו ואחר עמו כמו המ״ם במכירה דודיך מיין(שה־׳ש א/ ד׳) וב׳ באל שדי (שמות ו/ ג׳) וככה פירוש כיולדה אפעה אשם ואשאף (ישע׳ מ״ב, ייד). Die Erkl. der Stelle ist nun folgende: Saadia hat das Wort ידי im Sinne von רעה Unglück (Nr. 8) aufgefaßt und gemeint, in dieser Bedeutung komme das Wort nur hier vor אין לו חבר. Alle anderen Erklärer hingegen mit Ausnahme von Adonim faßten es entweder als *מקומי oder als [חוקתי [לוחי auf1. Adonim hingegen faßt es auf Grund des Gesetzes der ,,Wortvertauschungen“ als עיני, ähnlich wie auch Targum auf2. Adonim aber bekämpft gleichzeitig Saadia auch insofern, als er meint, יד in der Bedeutung von רעה komme nicht einmal, sondern mehreremal vor, so Exod 93, Jer 1517 und I Sam 5n3. Nun meint iE weiter, es ist auch möglich, daß die Stelle ähnlich wie עד כי יבוא שילה (Gen 4910) zu erklären sei. Wenn wir uns nun die Erkl. iEs zu dieser Stelle anschauen4, kann kein Zweifel darüber 1 Wenn ich nicht wie Fuld, a. a. O., Nr. 161, Anm. ג׳ und Fl. (wo es für: anstatt מקומו או חמתן — wie Fuld sehr richtig für מקומי או חמתי korrigiert — richtig heißen soll: anstatt מקומי או מכתי — wie F. sehr richtig für מקומו אף חמתו korrigiert —) מכתי (wie dies auch Kimchi כדה, s. v. יד, s.רכדו u. Komm. z. St. tut) oder אכחתי, sondern [חזקתי נכוחי, eine Erkl., die iE ebenfalls in seinem Komm, bringt, setze, geschieht es aus dem Grunde, weil die Erkl. iEs in seinem Komm, in bezug von ידי als מכתי sich auf die späteren Fälle bezieht, wo er von der elliptischen Ausdrucks weise handelt. 2 Vgl. meinen Aufsatz 389. 3 So auch ibn Ganäh, Usül 275, 9 ff. (Nr. 8), vgl. auch MGWJ 71, 390, Anm. 9 gegen Ende. 4 שילה? יש אומרים כדרך המתרגם ארמית כטעם שלו, ויש אומרים שהוא מגזרת ובשליתה (דברים כ״ח, נ״ס ויש מי שהוציאו מל׳ קדמונינו זיל שליל (חולין פ״ט, ע״ב>, ויש מי שפירש אותו על עיר שילה, ויפרש יבוא כמו ובא השמש (ויקרא כיב, ז׳), או עד כי יבא קץ שילה כי כן כתוב ויטוש משכן שילה (תהל׳עיח,נ״ט) ואחר כן זיבחר בדוד עבדו, גם זה איננו רחוק, או יהיה שילה כמו בנו והדדא תחת וי״ו כמו בתוך אהלה (בראשי ט', ב״א) מגורת לא תשלה אותי (מלב׳ ב׳, ד׳, כ״ח) שפי׳ לא תוליד. Vgl. auch ש״י, Nr. 58; lk zu Gen. (ed. Friedländer, London 18לל), S. 6ל und Posnanski, Schiloh usw., Leipzig 1904, I 108 ff.