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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1928-01-01 · Heft 4 · p. Seite 422

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
72 (1928)
Issue
Heft 4
Article
Zur Gottesnamenfrage
Date
1928-01-01
Page
Seite 422 (sequence 22)
Language
German
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422 ist nicht weniger unangemessen. Für das zweite Elohim hat B *c und für מלאך Engel hat der samaritanische Text מלך. Wir können also das weit bessere einsetzen: ,,Der Gott (Elohim), vor dem meine Väter Abraham und Isaak wandelten, Der Herr (Baal), der mich mein ganzes Leben bis zum heutigen Tage weidete, Der König (Melech), der mich von allem Bösen befreit, Er segne , die Knaben1/' Die Schönheit des Segens in dieser Form ist der Beweis seiner Ursprünglichkeit. Personennamen bieten einen weiteren Beweis. Philologen streiten darüber, ob Bel für Baal stehen kann, aber die Sache läßt sich nicht durch phonetische (jesetze entscheiden. Wir handeln von einer Familie, die von Babylon kommt, und die wohl Zusammen- Setzungen mit Bel in Fällen benutzt haben kann, in denen!ein geborener Palästinenser dies nicht getan haben würde. Wir haben schon gesehen, daß in der Geschichte von Babel das Wort Bel wahrscheinlich verändert worden ist2. Man glaubt schon längst, daß der Name Aschbel (Gen 4621, Nu 2638, I Chr 8!) entweder dem Namen Ischbaal äquivalent ist, oder doch eine Verstümmelung dieses Namens darstellt. Aehnlich wird Reubel, was nach der Peschita und Josephus der richtige Name für den ersten Sohn von Jakob ist (Gen 2932) am besten als ,,von Bel gesehen" verstanden. In diesem Fall wird ,,der Baal" wahrscheinlich die ursprüngliche Lesart in der Erklärung des in diesem Vers gegebenen Namens gewesen sein. Jedenfalls kann JW nicht richtig gewesen sein. Es ist höchst unwahrscheinlich, daß die einen ihrer Söhne Gad nannte, wegen der Hilfe, die der aramäischen Gottheit Gad (30n) zugeschrieben wird, den Gott Israels als ein weiteres Glied ihres Pantheon verehrt haben sollte. 1 Vergl. H. Gunkel ad 10c. ,,Häufung der Gottesnamen bei feierlicher Anrufung ... in solchem Fall nennt der Polytheist alle die Götter, die er verehrt, der antike Monotheist alle die Namen und Attribute Gottes, die er kennt“. Das ist etwas übertrieben, aber enthält einen Kern Wahrheit. Ueber die Ausmerzung von König vgl. besonders Deut ^26» wo die Septuaginta Baaiksu toW 0eü)v hat. (S. J. Dahse, Textkritische Materialien I, 1912, S. 12.) Im Makkabäischen Zeitalter würde natürlich dieser Ausdruck auf Widerstand gestoßen sein, weil er etwas von dem Wesen von Zeus an sich zu haben scheint; obwohl er, als er ursprünglich gebraucht wurde, ein ebensolch reiner Ausdruck für die Religion Israels gewesen sein muß, wie die Ausdrücke, die noch in 1017 stehen. 2 Es ist interessant, die Septuaginta-Lesarten zu notieren, die in Brooke und Mc Lean gegeben werden; MT A und seine Allierten Varianten XI 5 JW *<; 6 JW x<; 8 JW X<; 9a JW *C: 9b JW x<; 5, 0c + 6 0c bw dpd2 m Chr [ysostom] 40 6 ־c ckm ej r Chr. + ö 0; B acmsvx b dptd2 g Arm Chr Jul-ap-Gyr: Deus Or-lat. 40 6 ־<;D und alle die bei BM zitierten Kursivhdschft (außer ej fr hy 1 n), Arm. Sah. Or־gr % Chr: 6 ©c HP 108, Boh P (mg) n om; x<; bw fr k y Philo: 6 xc HP 108. ׳

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