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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1928-01-01 · Heft 4 · p. Seite 414

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
72 (1928)
Issue
Heft 4
Article
Zur Gottesnamenfrage
Date
1928-01-01
Page
Seite 414 (sequence 14)
Language
German
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414 deutet, wo man JW nicht hätte benutzen können. Bezüglich Jos 2233 sollte Baumgärtels Erörterung zu Rate gezogen werden1. Ich stimme mit seinem Gedanken überein, daß wir dort אלהי mit der Septuaginta lesen sollten. Diese Stellen jedoch werfen kein Licht auf unser Problem. Was die anderen Stellen anbelangt, so muß man noch weiteres sagen. In Ex 1319 haben alle in der großen Cambridger Septuaginta zitierten Autoritäten (außer Fb h x) xg. Es scheint also, daß in der Vorlage der griechischen Ueber- Setzung Elohim nicht gestanden hat. , In Ex 18! ist die Divergenz noch größer: MT א, למשה ול ישראל צמו. B. Köpiog יIaparjX T(p Saurou law. Von den Varianten verdienen die folgenden Beachtung: j hat h xg9 a2 xg 6 6g, und statt ' laparjjl bieten dgnt rep '/. Aber der größte Teil der Autoritäten stimmt mit B überein. In jenem Text kann xg ,IaparjX unmöglich etwas darstellen, das unserem hebräischen Text annähernd entspricht. Es scheint zu übersetzen Herr Israels, was bedeutet, daß es ein Wort wiedergibt, das weder mit Elohim noch mit JW identifiziert werden kann. In Ex 20! unterstützt nur Fb MT. Die Vulgata und fast alle Septuaginta-Autoritäten haben xg, ackn bieten das Zusammengesetzte xg 6 6g. In Num 215 hat der äthiopische Text Dnm. Es mag bezweifelt werden, ob die hebräischen Kopisten den Namen Gottes in diesem Zusammenhang gern abgeschrieben hätten. Die anderen Fälle in Numeri befinden sich alle in der Bileam-Perikope. Es ist wohl bekannt, daß der griechische wie auch der samaritanische Text bemerkenswerte Abweichungen vom MT auf weisen2. Wir werden später sehen, daß es begründet ist, dies einer allgemeinen Ursache zuzuschreiben, die eine ganze Reihe von Phänomenen zu erklären imstande ist. In Jos 24! haben Vulgata, der armenische und lateinische Text Domini. So ist von einem rein textkritischen Gesichtspunkt aus die Quellentheorie hier ebenso zweifelhaft wie auch sonst. Wie gewohnlich haben die Theoretiker die nichtmassoretischen Zeugnisse völlig vernachlässigt. Wenn man diese Textzeugnisse zu Rate zieht, so ist der Erfolg der, daß das Vorkommen von Elohim in E verringert wird. Aber selbst dann, wenn dies berücksichtigt wird, steht man wieder dem alten Rätsel gegenüber. Wie kommt es, daß Elohim so oft JW vorgezogen wird nach Ex 3? Und wenn ein Autor oder eine Schule, die man E nennt, einen Text in Ex-Num bieten kann, in dem Elohim und JW sich ablösen, wie kann man darüber Gewißheit erlangen, daß die Abwechslung dieser Worte eine Verschiedenheit der Quellen sonst beweist? 1 F. Baumgärtei; Elohim außerhalb des Pentateuch (BWAT 19) 1915, S, 25. 2 Siehe G. B. Gray Numbers 1903, S. 310 f.

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