Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 72 (1928)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Studien zur Septuaginta an der Hand der zwölf kleinen Prophetenbücher
- Date
- 1928-01-01
- Page
- Seite 269 (sequence 28)
- Language
- German
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269 Prachtbauten verschmähen (jedoch hat auch Am 63 ycoQceg, und das hebräische Wort ist ebenso den Übersetzern von Jes 252, למפלה ,ארמון nedetv &s[1sX1cc\ 32!4, olxo Jerem 30!8 Xa 6 g unbekannt, nur Ps 484 u. 14, hat ß0Q€1g, Türme). Am 6+ 10) ,כדויד חשבו להם כלי שירg sgtijxotcc sXoyioavxo xal ov% mg (fsvyovra, ist uns unbegreiflich1 vom Standpunkte unserer Vertrautheit mit MT. Versetzen wir uns aber in die Lage der Alexandriner, die nicht durch Überlieferung die Aussprache der Konsonanten und den Hinweis auf David kannten, von sich aus aber in der Mitte der Vorwürfe für die Zecher einen ironischen Vergleich mit dem frommen Sänger nicht leicht vermuten konnten. Da der Absatz mit Androhung der Verbannung schließt, so schien ihnen mit Beziehung auf v. 1, הבוטחים, der Sinn annehmbar: לא כנודד חשבו להם כל שדיר (d. h.: sie fühlen sich sicher; שריר war ja aus den gerichtlichen Urkunden für ״feststehend“ bekannt); das לא mag aus dem ל des vorhergehenden abgekürzten Wortes (הנב׳) gewonnen worden sein. Ebenso erscheint uns Jona 16 aßvovog sxvyJ.cocfs [is sGyatvi תהום יסובבני ם1ף ungeheuerlich; aber ס1ף war bereits (wie in Koheleth) vulgär und geläufig, während man auf das dichterische פוף דזבוש ohne Tradition nicht leicht kommen konnte (derartige dichterische Wendungen, die von Sammlern und Abschreibern nicht erfunden werden, zeigen eben, wie sicher die Überlieferung der Soferim war; ähnlich verhält es sich z. B. mit dem außerordentlich feinen ער ף11נה Mal 2!2, das man nicht tastend erfindet, während der ohne Tradition arbeitende Alexandriner sich mit *Mg xa* * xanstveod'?] — על הגנה hilft). Eine eigene Auffassung zeigt Micha 27 ד«אומר und naQMQyiös (?ההציר) dann:[הלא דברי ללטיבו עמו — הישך[ים] ה1לכ[ים — Micha 5, ist der Übersetzer nicht klüger als seine zahlreichen Nachfolger bis in unsere Zeit, die צעיר auf בית לחם beziehen: oXiyooxbg sl, Vulg.: parvulus es, während es in Wirklichkeit Subj ekt ist und von einem jungen Hirten spricht, der wie einst der junge David, zur Herrschaft berufen werden wird2. — Eine interessante Interpretation ist Micha 73, 6 xqixijg slq^vixovg Xoyovg sXaXqos, frei für: 3של1ם ה|ד1ל דובר, ähnlich schwebt ihm Hab 12 das Bild der Korruption vor ׳0 נומד1ן ישא xqixt/g Xccfißdvs*. — Ebenso geht der Übersetzer einen 1 ZATW, 1883, 267. — Hieronymus, in Arnos (ed. Migne, 1113) hält es für eine hinzugefügte Reflexion der Übersetzer: ״quasi stantia putaverunt et non quasi fngientia“; die hebräischen Worte wären übergangen worden. Aber da muß man sich doppelt wundem, sowohl über die Einschaltung eines neuen wie über die Weglassung des hebr. Satzes. * S. unsere Erklärung zu dieser Stelle, sowie zu Jes 111 und A^os 911 in ״Le Proph&te Isaie״, p, 17—18 (REJ, LXXX. 56—57).