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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1928-01-01 · Heft 3 · p. Seite 266

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
72 (1928)
Issue
Heft 3
Article
Studien zur Septuaginta an der Hand der zwölf kleinen Prophetenbücher
Date
1928-01-01
Page
Seite 266 (sequence 25)
Language
German
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266״ haft. Hab 2!8 gebraucht dasselbe griechische Wort für מורה als Escheinung oder Wahngebilde. Zach 121! (s. 0. Y) ixr.07TT0(jb€v0v ist vielleicht (הנד1ן (למיתה? wenn nicht oder נדע) מגדע ist Klagel. 2S GvvixXaGsv, in Dt 123 dürfte aber beisxxoyjETs-xccTccxavdeTsf.תשרפון״תנדעון eine Vertauschung vorliegen). Durch den. Sprachgebrauch der LXX gelangen wir aber auch zur Erklärung eines rätselhaften talmudischen Ausdrucks. Hag 1! und 1!4 ist פחת יהודה übersetzt ix (pidtjg (Mai 18: ^yovfxspov). פחת war also in der Bedeutung ״Stamm, Geschlecht״ bekannt. Danach ist das fünfmal bei R. Chijja für Rab, und nur da, vorkommende בד פחתי als ״mein Vetter“ zu erklären, nicht mit Lebrecht1 in בל אהתי zu ändern. Ebenso ist danach zu erklären die bis jetzt nicht richtig verstandene Deutung R. Meirs zu Esra 26 in b. Taanith 28a תנא בני פחת מואב בן יהודה הן הן בני* דוד בן יהודה. Bacher (Agada d. Tann. II, 46) meint: ״David, der Herr Moabs.“ Aber warum soll der König von Israel als (untergeordneter) Herr von Moab bezeichnet werden? Gemeint ist: von modbitischer Abstammung (durch Ruth, wie Raschi richtig erklärt, ohne den lexikalischen Zusammenhang zu kennen)2 3. Ferner erklären einander tannaitische Texte und sonderbar erscheinende Stellen der LXX im folgenden Falle. Micha 7!! hat für יום לבנות נדריך — aX01(p7jg 71Xly&ov, Tag der Salbung des Ziegelsteins. Zum Verständnis dieser eigentümlichen Interpretation ׳hilft uns, daß auch Jes 2423 (wie oben, II., erwähnt) für והפרה הלבנה TaxfosTctt, ij nXivdog לבנה hat. Nehmen wir dazu Jes 653 הלבנים bv_ ומ_קטרים, irtl tatg nXivSoig, so ist kein Zweifel, daß unser Übersetzer an die Kultusart denkt, wie sie Gen 28!8 und 35 h dargestellt wird, wo Jakob ein Gelübde erfüllt. Ähnlich wurden bei •den Griechen einzelne Quadern oder Backsteine als Altäre benutzt Vor dem Opfer wurde der Altar mit 01 gesalbt, um glatt und glänzendzu erscheinen: nsq^aXeTipai, auch von Steinbiockaltären4. לבנות נדרלך sind daher dem Übersetzer als Backsteine für Altarzwecke vollkommen plausibel (der Gedanke ist ihm jedenfalls näher als das dichterische נדריך). Damit vergleiche man Ab. z. 46a 1 MG-WJ, XIII {*864), S. 271. 2 R. Meirs Tradition stützt sich vielleicht darauf, daß Esra 8 2 בני דוד הטוש vorkommt (nachher 84 בגי פחת מואב) und Neh 310 חטיש בן חשב נ יה dann 311 חשוב בן פחת מואב.; durch Identifizierung von חשוב mit!חשבניד kam דוד — פחת מואב heraus. 3 Schliemann, Tiryns 234, bei Pauly-Wissowa I, 1671—1672. 4 Ib. 1687.

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