Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 72 (1928)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Studien zur Septuaginta an der Hand der zwölf kleinen Prophetenbücher
- Date
- 1928-01-01
- Page
- Seite 245 (sequence 4)
- Language
- German
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245 III3, 324), soliden! es ist so zu erklären, daß die Evangellsten auch vor Theodotion bei solchen, für sie als Beweise geeigneten Stellen die Septuaginta verlassen haben und auf den ihnen irgendwie bekannt gewordenen Urtext zurückgegangen sind. — Zu beachten ist auch, daß zu 138 Targum ויחדל[ ביה bietet, offenbar seinerseits וירקדוהו lesend. 135 הקנני sysvvqcs (is, wohl durch Gen 4! veranlaßt, aber dort ק^יו^י SXTTjffCCfjbtjV1 *. 13? 7 עמיתיtoX1Tr\v fiov — Lev 19!! 71 בעמיתוtyoiov, ebenso 2517 (auch diese Stellen aus der mosaischen Sittenlehre konnten unmöglich einem das biblische Schrifttum propagierenden Juden unbekannt sein, sodaß die unterlassene Entlehnung des Wortes aus dem Pentateuch die Annahme rechtfertigt, daß dem Übersetzer עמית hebräisch aus Lev nicht bekannt war). Mal 1!4 נורא s711(pccpeg — im Pent. &av[1ttözdg oder (poßsqog, s. 0. bei I. 2g פרש (zweimal) bvvgtqov — Lev 4!! xonqog. 3!7 פנלה sig nsQinoi^öiv (vgl. Jes 4321 7 יצרת״ ליt€Qt/sn01/rj(S(Xfi>7jvl) — Ex 195 (in der Offenbarungsgeschichte am Sinai, an einer nicht zu übersehenden Stelle) עם סנלה Xao g 71 € q 1 o v G1 0 g. V. Übersicht der wirklichen oder scheinbaren Konsonanten- Verwechslungen. An sehr zahlreichen Stellen ist die Abweichung der griechischen Übersetzung von MT ohne Schwierigkeit durch eine (oft mit einer Änderung der Punktation verbundene) wirkliche oder scheinbare Verwechslung von Konsonanten in der Vorlage zu erklären. Als eine scheinbare kann man eine derartige Verwechslung deshalb bezeichnen, da — wie wir noch sehen werden — eine ähnliche Substituierung von verwandten Buchstaben auch in der tannaitisehen Exegese vorkommt, ohne daß dabei an eine andere Lesart im Texte gedacht werden kann. Ordnet man systematisch alle sicher festzustellenden oder zu vermutenden Verwechslungen, so 1 In diesem Falle wäre also die Kenntnis des hebräischen Textes von Genesis anzunehmen möglich. Ein anderer Fall, wo vielleicht der hehr. Urtext des Pent. mit Umgehung der LXX zu Rate gezogen wurde, ist Hab 31s מחצת ßaleig — weil Num 288 וחציו ימחץ schleudern erklärt wurde? LXX hat xara' To'&voei. Über einen dritten Fall (Am 915) s. w. Kap. VIII.