Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 72 (1928)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Syrisch-palästinensische Altertümer
- Date
- 1928-01-01
- Page
- Seite 239 (sequence 15)
- Language
- German
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239 .,machen“ denken. Vincent (= Vnc.) ist eher für die Ergänzung א] תבעל], Ithoba'al1. Der Anfang müßte darnach übersetzt werden: Diesen Sarg hat gemacht Ithoba'al (Ethba'al), Sohn Achirams, König von Gebal für Achiram seinen Vater. Es folgt כשתה בעלם. Was soll dies bedeuten? Dus. übersetzt: ,,als seinen Aufenthalt für die Ewigkeit“ (comme sa demeure pour l'eternit6). Das Zeitwort wäre שית; er bemerkt dabei: ״mais le terme est nouveau dans cette acception“. Ldz. faßt es als שתה b ,,hier hat er ihn hingesetzt“ auf und übersetzt: ,,Hier setzte er ihn für die Ewigkeit“. Vnc. gibt sich mit dieser Erklärung nicht zufrieden. ״Cette Interpretation,“ meint er, ״implique . . . une contraction excessive et morcelle trop la composition“, Georg Hoffmann (= Hf.) übersetzt2: ״wenn er schlafen wird ewiglich“ (§itteh aus § i n t e h). Grs. bemerkt dazu: בעלם im Sinne ״für die Ewigkeit“ ist wahrscheinlich. ״Man erwartet freilich לעלם.“ — Wir möchten eine von den genannten ganz verschiedene. Auffassung der Stelle Vorschlägen, und zwar würden wir בעלם rirtpb vokalisieren und er bedeckte ihn mit Verborgenheit übersetzen. בעלם halte ich für zusammengezogen aus בהעלם. Zur Rechtfertigung der Schreibart כשה statt כסה ließe sich das sabäische ״ אבשותKleider“ anführen. Ferner ״ פסע פשעSchritt“. Unsere Erklärung gewinnt an Interesse, wenn wir die besprochene Redeweise dem etwas weiterfolgenden ריגל אבן gegenüberstellen. Es ist dies nämlich der volle Gegensatz. Wille des Gründers der Grabstätte ist es, die Ueberreste seines königlichen Vaters an sicherer, heimlicher3 * * Stelle geborgen zu wissen. Schwere Strafe, unheilvolles Geschick kommt über denjenigen, der das Grab bloßlegen wollte. Für ואל schlägt Dus. אלו, illü, ״wenn“ vor. — Hf. übersetzt ואל מלך במלכם mit: ״Und diese waren Könige unter Königen“.־ Ldz. denkt an ואל bei Gott! oder an ״ ואלהer sprach eine Verwünschung aus“. Vnc. meint אל stünde hier für אם, wenn. — Vielleicht ist das Wort im Sinne von ״ ואלאjedoch wenn“. Der Sinn wäre: Jedoch wenn ein König unter den Königen d. h. irgend ein König. ותמא nach Dus. ״qui dresse“ mit der Bemerkung, der Sinn lasse keinen Zweifel aufkommen, lexikalisch aufgefaßt ist das Wort neu. Aehnlich Ldz. und Vnc. (hingegen Hf. ״und sie schufen ein vollkommenes Heer in Gebal“). Demnach wäre das Richtige: LTnd ein Heer gegen Gebal führen sollte. 1 H. Vincent, Les fouilles de Byblos in Revue Biblique, 1925, 2, S. 184. 2 Angeführt bei Greßmann in ZATW, a. a. Stelle. 3 Dies paßt zuThomsens Bemerkung in E b e r t s Prähist. Reallex., IV/2, 1926, S. 484: ״Abweichend von der Sitte anderer Völker hat man sich in Palästina-Syrien seit ältester Zeit bemüht, die Ruhestätte der Toten unsichtbar zu machen und den Zugang zu ihr möglichst zu erschweren. (Oberirdische Denkmäler und kunstvolle Anlagen finden sich erst in hellenistischer Zeit.) Der Tote solle nicht gestört werden. Daraus erklären sich auch die Drohungen gegen die Grabschänder, die in den Grabinschriften der späteren Zeit ausgesprochen werden.‘6