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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1928-01-01 · Heft 2 · p. Seite 133

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
72 (1928)
Issue
Heft 2
Article
Zur neuesten Pentateuchliteratur [Rezension]
Date
1928-01-01
Page
Seite 133 (sequence 18)
Language
German
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133 gruppe“, (was richtig ist), sondern er schreibt auch: ,,daß sie auch noch in späterer Zeit neben den Israeliten im Lande war, zeigt 1 Sam 133, 14a“ (76). Ich habe mich in einem Aufsatz ,,The Hebrews in the Old Testament“ (Nieuwe Theologische Studien 1926, 33—36) mit dieser Behauptung beschäftigt. Hier muß der Hinweis genügen, daß Weinheimer zu seinem Ergebnis dadurch kommt, daß er, um es zustande zu bringen, an der ersten Stelle den Text auf eine wenig einleuchtende Methode emendiert, und daß er an der zweiten das hebräische צברים gegen das ״ עבדיםSklaven“ der Septuaginta hält, in einem Vers, wo der hebräische Text bekanntermaßen so verderbt ist, daß zwei oder drei andere griechische Varianten angenommen werden müssen. Nach erschöpfender Untersuchung des Beweismaterials faßte ich das Ergebnis folgendermaßen zusammen: ״Der unbezweifelte Gebrauch des A. T. in allen andern Büchern, in denen das Wort vorkommt, spricht gegen Weinheimers Theorie. In 1 Sam selbst sprechen alle Stellen, wo das Wort sonst gebraucht wird, gleichermaßen dagegen. Er stützt sich nur auf drei Verse. In allen dreien ist der Text zweifelhaft, und keiner von ihnen ist entscheidend. Im ersten muß er emendieren, um Grundlagen für seine Hypothese zu schaffen; im zweiten wird die Theorie durch einen folgenden Ver״ weis widerlegt; der dritte ist in jedem Falle nicht entscheidend und fast sicher verderbt. Kein besonnener Historiker würde eine weitreichende historische Rekonstruktion auf Grund eines solchen Beweismaterials auf bauen.“ Nicht ohne Bedauern habe ich so über die Arbeit eines jungen Gelehrten geschrieben, der manches verspricht. Aber für ihn und für die Forschung ist es das beste, wenn er so früh als möglich lernt, daß es schlimmer als nutzlos ist, sich ohne das erforderliche Rüstzeug auf fachwissenschaftliche Untersuchungen einzulassen. Eine andere Phase des Hebräerproblems nimmt einen hervorragenden Platz ein in J. W. Jacks The Date of the Exo du s in the Light of External Evidence (T. and T. Clark, Edinburgh 1925). Der Verfasser hat sich bemüht, seine Arbeit so wenig fachwissenschaftlich als möglich zu machen, und hat dadurch eine lesbare und anregende Erörterung zustande gebracht, die von vielen auch außerhalb der Reihen der zünftigen Bibelwissenschaftler gelesen werden kann. Das Buch ist sehr lang (257 Seiten ohne die Anhänge usw.), aber die Grundanschauung kann kurz ausgedrückt werden. ״Sicher würde kein Volk den Bericht erfinden, daß es einem andern versklavt gewesen sei“ (10), und daher wird der Exodus als geschichtlich angenommen. ״Es liegt guter Grund für die Ansicht vor, daß ... die Habiru die Hebräer waren, die von Kadesch- Barnea her hereinkamen“ (56). Sie kamen ״vom Lande Seir“ (126) ״Sie fielen von ihrer Wüstenheimat um Kadesch-Barnea her in Kanaan ein“ (129). Immer wieder wird diese Ansicht nachdrücklich betont. Als Pharao des Exodus wird Amenhotep II. und als die Zeit etwa 1445 v. Chr. angenommen (166). Der Fall von Jericho wird auf Grund der Autorität von Sellins und Watzingers Jericho der Amarnaperiode zugeschrieben (168). Amraphel wird mit Hammurabi gleichgesetzt (221). ״Wenn wir ‘Aperu mit ״Hebräern“ gleichsetzen, wofür gute philologische und andere Gründe zu sprechen scheinen,

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