Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 72 (1928)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Zur neuesten Pentateuchliteratur [Rezension]
- Date
- 1928-01-01
- Page
- Seite 118 (sequence 3)
- Language
- German
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118 Handschrift zu geben, habe ich Rahlfs' Text XLIX 1—27 mit dem bei Brooke und McLean abgedruckten Text B verglichen. Es zeigen sich folgende Abweichungen (R steht für Rahlfs): 1. aüTot«; 2. aüvcr/Orjxe jaou axouaaxe 3° 6. epiaai 7. aoi - 12. ^apoTCotol ü7csp olvov ׳ 17. evxa0>5\1.svo<; 1B. ,rcep iilsvojv 22. y.ou 1° 24. ^retpoc 27. oi&waiv fehlt R dÖpoi'afbjTe fehlt fehlt R epelaai R OS- R ya^QTiol R dizo otvou R £*jfxoc0/^svo; R ־jceptuivcD fehlt R ysiooW R Btaou)0£1 ebenso Hebr. ebenso Hebr. ebenso Hebr. (vermutungsweise) ebenso Hebr. ebenso Hebr. Wenn sich dies als gutes Beispiel erweist, dann kann man zweifeln, ob der neue Text für die Kritik des hebräischen Textes sehr aufsehenerregende Neuigkeiten bringen wird. Ich darf diese Besprechung nicht ohne ein Wort der Dankbarkeit für die ungeheure Summe selbstloser und sorgfältiger Arbeit schließen, die in dem Buche steckt. Man möchte ihm einen großen und dauernden Einfluß wünschen dadurch, daß es Forscher, die bis.jetzt geneigt waren, sich allein auf den Text der besten Handschrift oder auf Swetes Ausgabe zu verlassen, zu der Erkenntnis führen möge, daß viele andere Typen des Textes erhalten sind und daß man keines von jenen beiden als die Septuaginta zitieren darf; Aber man muß immer bedenken, daß die Ausgabe das verfügbare Material nicht erschöpft. Es sollte in Verbindung mit größeren Sammlungen, nicht als Ersatz für solche benutzt werden. Die alte lateinische Version ist anerkanntermaßen von größter Wichtigkeit für das Studium der Septuaginta, aber es ist noch verhältnismäßig wenig wissenschaftlich darüber gearbeitet worden. Die vor uns liegende Untersuchung (The Old Latin Texts of the Heptateuch by Rev. A. V. Billen, Cambridge University Press, 1927, VIII u. 234 S.) hat daher etwas vom Charakter einer Pionierarbeit an sich und will mehr Grundlagen schaffen, als zu Folgerungen gelangen. In Bezug auf letztere ist der Verfasser tatsächlich sehr behutsam: ,,Es wird nicht der Anspruch erhoben, daß die in dieser Arbeit gewonnenen Folgerungen sich als endgültig erweisen sollen; aber hoffentlich werden sie sich eher als unvollständig denn als irrig heraussteilen/' (S. 5.) Der bescheidene Ton des Buches darf jedoch den Leser nicht dazu verführen, die sorgfältige Arbeit zu übersehen oder mißzuverstelien, die darin steckt und die auf jeder Seite hervorschimmert. Nach einer Einleitung behandeln vier aufeinanderfolgende Kapitel der Reihe nach den Wortschatz des alten lateinischen Heptateuch, die Beziehungen der Handschriften zu den Zitaten bei den Kirchenvätern, den griechischen Text, der der alten lateinischen Version zugrunde liegt, sowie den Stil der Handschriften und ihre Stellung in der alten lateinischen Version. Eine Liste beachtenswerter Wörter im alten lateinischen Heptateuch und gute Indizes vervollständigen den Band.