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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1927-01-01 · Heft 7 · p. Seite 469

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
71 (1927)
Issue
Heft 7
Article
Theodor-Ahlbecks Bereschit Rabba [Rezension]
Date
1927-01-01
Page
Seite 469 (sequence 4)
Language
German
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469 sucht erkannt (P. 75, Theodor S. 887). Odenat von Palmyra und die römischen Herrscher werden in den sinnbildlichen Tieren Daniels gesucht (P. 76, Theodor S. 903). Auch sonst bietet sich manche Gelegenheit, römische Geschichts- Verhältnisse zu schildern (Theodor S. 904, 935). Schwierige Bibelworte werden aus der Volkssprache und aus andern Sprachen erklärt (P. 79, Theodor 946 bis 948). Auch Sagengeschichtliches findet sich zur Genüge. Jakobs List, mit weicher er Labans Herden an sich bringt, gibt Anlaß zur Besprechung der Sage von dem weißen Kinde schwarzer Eltern (P 73, Th 81(54־. Engel werden gestürzt, weil sie die göttlichen Mysterien enthüllen (P 78, Theoder 919). Der Fuchs vergißt die 300 Fabeln, mit denen er den Löwen beschwichtigen sollte. (P 78, Theodor 924, 925 bespricht auch Bar Kappara’s und R. Meirs 300 Fabeln). Die Legende von R. Simon b. Jochai wird reich entwickelt. (P 79, Theodor 940—945). Auch Grundsätzliches wird erörtert. Parascha 68 bietet das einzige Beispiel für ein Proömium mit Traditionskette. (Theodor 768).. Bereschit R. steht in nahem Verhältnis zum jerusalemischen Talmud (P 80, Theodor 950). Im Anschluß an Zunz werden die späteren Einschübe Im Bereschit Rabba untersucht. Theodor—Albecks Bereschit Rabba. Für die vorliegenden 3 Hefte (X, XI, XII) hat noch Theodor Text und Varianten, sowie die Erklärungen festgesetzt. Doch nach beiden Richtungen ist die Ausgabe durch Albeck berichtigt und bereichert. Trotz der Gelehrsamkeit und Gewissenhaftigkeit Theodors überprüft Albeck den ganzen Text. Von den Londoner (mit ihren Glossen) und der Pariser Handschrift besorgte er sich Abschriften, von den übrigen Photographien. Vielfach ergänzt er'die Textvarianten (z. B. S. 758, 765, 802, 895, 922). Besonders häufig verwertet er die Oxforder Handschriften, sowie die späte jemenitische, welche den gedruckten Ausgaben am nächsten zu stehen scheint (S. 920, 927). Alb. bekundet ehrfürchtige Treue für Th.s Text. Er druckt ihn ab, auch wenn er ihn berichtigt oder fair offenkundig fehlerhaft hält. S. 804 druckt er מודה und berichtigt מודה, s. 831; למעיקות statt את המעיקות, s. 868 zweimal, לו statt לי, s 878 אמר הקפידי statt אמר דוד לפני הקפה, s. 831 ארבעה נשים statt des richtigen שתי נשים, s. 882 נופל statt נוטל, S. 840 sogar להשכים statt des richtigen Gegenteils שלא להשכים. Wo Th. vergessen hatte, die Bibelstelle anzugeben, gibt sie Alb. an2; seltener (802, 808, 938) bezeichnet er die Talmudstelie. Sehr oft verweist Alb. auf Th.s vorhergehenden Kommentar, wo Th. selbst es unterlassen hatte. Einmal (S. 814) nimmt er die Verbesserung aus Th.s vorhergehendem Kommentar: כנת ישראל deutet Th. aus בנה, Alb. verweist auf S. 163, wo er es richtig aus הבין erklärt. Einmal (S. 876, Z. 2) schöpft er aus Th.s Randbemerkung das Reoht zur Berichtigung. Um den Kommentar Theodors מנחת יהודה förtzuführen, durchforscht Albeck neuerdings die älteren Erklärungen, die parallelen Midraschim, vorzüglich den Midrasch haggadol, den Buberschen Midr. Aggada, ganz besonders שכל טוב und לקח טוב, die aggadische Bibelerklärung bei Bechai, Nachmanides, Rekanati. Mehrfach wird Arabisches (910, 922, 944), einmal auch das samaritanische Targum (875) herangezogen. Mit S. 735 setzen Albecks Ergänzungen ein und fließen dann immer reicher. S. 764 erklärt Albeck, mit dem Sprichwort: viele Füllen sind gestorben und ihre Häute wurden als Decken über ihre Mütter gebreitet, mache sieb R. Nachman über Esau lustig-, der an den Tod seines Vaters Rachepläne knüpft. — S. 773 stellt Albeck die Gespräche R. Jose b. 1 Theodor verweist auf Perles, die Stelle findet sich: Zur rabhinischen Sprach- und Sagenkunde, Breslau 1873, 45, 46, MGWJ 1873, 15; s. noch M. Grünbaum, Jüdischdeutsche Chrestomathie Leipzig 1882, S. 451, 452. — ln Tasso’s Befreitem Jerusalem ist Chlorinda die weiße Tochter schwarzer Eltern. Im Autorroman wird das Motiv zweimal verwendet. Montaigne bespricht es in seinen Essais (I. Buch, Cap. XXI, De Pimagination). 2 Zu ergänzen wäre S. 782, Z. 8 von unten Micha 13, 4־, — S. 855 Jes 576, S. 927 Psalm 11210.

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