Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 71 (1927)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Der Piut des R. Sahlal Gaon und das Jahr seiner Abfassung
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 442 (sequence 17)
- Language
- German
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- Job 1× ep/1005326
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442 nicht falsch, aber יידוי scheint richtiger. In der zweiten Zeile ist יוקל ליקר ein identischer Reim, ־ בכל בקרand בשחרים ein identischer Begriff- Auch ist יוקר nicht Verehrung, sondern Teuerung 01*51 zu lesen, verbietet das Metrum), während בשחרים der näheren Be- Stimmung, die man nach Ps 274 zu לבקר erwartet, in keiner Weise entspricht. Man lese ברב חקר und בשערים, Wie Dawid dort nur den einen Wunsch hat, fern von Feinden und schlechten Menschen sein Leben lang im Hause Gottes zu weilen, die Schönheit des Ewigen zu schauen und jeden neuen Morgen in seinen Hallen zu begrüßen, so wünscht auch unser Dichter, der in der Einleitung (V. 33) über feindselige Verfolgung geklagt hat1, hier am Schlüsse seines Liedes, daß ihm beschieden sei, den Rest seiner Tage in frommer Umgebung zu verleben, Gottes Wesen tiefer zu erfassen und Morgen für Morgen die Pforten des Lehrhauses aufsuchen zu können. Und wie Dawid dort gelobt, seinem Gotte Dankeslieder anzustimmen, so schließt Sahlal hier mit dem Gelöbnis, alle Tage nicht nur seines Erdenwallens (ימות חללי), sondern auch seines Nichtmehrseins (חדלי; s. Jes 38lx) dem Schöpfer Lobgesänge darzubringen. Sieht man vorläufig von den eingeklammerten Wörtern ab, so erhält man nun etwa folgenden Sinn: Sahlal ben Netanel möge Gott gewähren, Hochgeschätzt mit Frommen fürder zu verkehren, Im Erfassen seines Namens ihn zu ehren, Tag um Tag das Reich der Wissenschaft zu mehren. Jakobs Gotte sei mein Lobgesang geweiht, Hier auf Erden und im Land der Ewigkeit. Welche Bewandtnis hat es aber mit מ&רם und בלל? Diese rätselhaften Wörter können, da sie außerhalb des Zusammenhanges stehen, kaum etwas anderes als die Jahreszahl bezeichnen, כלל (als das dem ganzen Jahrtausend Gemeinsame) die Tausender, מפורם (als das Besondere) die Stellung des Jahres innerhalb seines Jahrtausends. Der פרם ergibt nun die Zahl 799, der כלל (von ירים bis בשערים) nach all den vorgeschlagenen Verbesserungen nur 3988. Man muß daher, um zu 4000 zu gelangen, ברוב und בוקר plene schreiben2. Emendiert man das unmögliche כרים in יערים (wie Spr. 15s, aber transitiv; vgl. oben V. 105 מחפים ופערים) und ersetzt das nichtssagende יחי durch das prägnantere יחי, läßt jedoch im übrigen den Text, wie er nun einmal da steht, trotz den angeführten Bedenken unverändert, so braucht man nur ברוב plene zu schreiben (Ijob 35ö, Ester 103, 1 ואנכי רדפוני משנאי; vgl. auch V. 6: אשד אישר עלי קמי פעמי, % Der Dichter, der seine Hymne vermutlich ohne Punktation aufgezeichnet hat, wendet die scriptio plena sogar vor Dagesch an, wie aus einigen Wörtern, die der Abschreiber nicht verstanden und darum genau nach seiner Vorlage wiedergegeben hat, geschlossen werden kann. In den wenigen oben besprochenen Versen finden sich hierfür drei Beispiele: עילג ,דד״י־כם ,בהילת {V. 102* 196, 200) für ע^ג /והכם ,בהלת. Es war daher nicht nötig, in V. 6 (s. die vorige Anmerkung) ישר an die Stelle von אישר zu setzen, wie es Luzzato empfohlen und D. getan hat, zumal dort אשר nach Jes 312 (מאשריף מתעים) viel richtiger ist. אשי reimt mit אשד wie קמי mit מעמי.