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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1927-01-01 · Heft 7 · p. Seite 427

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
71 (1927)
Issue
Heft 7
Article
Der Piut des R. Sahlal Gaon und das Jahr seiner Abfassung
Date
1927-01-01
Page
Seite 427 (sequence 2)
Language
German
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427 V. 36—41: לספר את תדזלתך בשיירים ועיניהם כצר ואור מאירים ואם לו יש בכל שרים יבלת ידיהם לו פרוסות כנשרים תחצינה בקלות ביעדים ולו הפך לשונות עוד שעדים אשר ינוד כקנה תוך יאורים ולא נעקד כגלי מי נהרים ורגליהם כאילות הלבנון אוי תקצר לשון כלם להלל ואף כי דש כמותי באנשים ואין סומך נפילתי לבד אל Daß Zeile 4 den Nachsatz zu Z. 1 bilden soll, ist nicht anzunehmen. Wenn ihre Sprache zu arm ist, die Größe Gottes zu besingen, so haben sie diese יכולת oder Fähigkeit eben nicht. Ich glaube daher, daß in Z. 1 ואם לא יש zu lesen ist. Als Nachsatz wäre nun Z. 5 zu betrachten und Z. 2—4 als Parenthese zu erklären: Was alle Sänger der Welt nicht vermögen, was sie auch dann nicht vermöchten, wenn sie Adlersflügel etc. hätten, wie sollte ich es können? Zu 'Z. 2 verweist D. (n. 23) auf Jes 530. Diese Stelle ist aber selbst so dunkel, daß von ihr kein Licht auf unsern Vers fiele, hätte uns nicht Raschi dort eine ältere Erklärung überliefert, die unser Dichter, auf so schwachen Füßen sie auch steht, offenbar geteilt hat. Nach ihr ist אוד das Tagesgestirn und 5נר der Mond als dessen Nebenbuhler. — Was dem Sänger die Schwingen des Adlers und die Leichtfüßigkeit der Hindin nützen sollen, ist eine Frage, die nicht Sahlal zu beantworten nötig hat, sondern der Verfasser der mit נשמת כל חי beginnenden Hymne unserer Gebetbücher, in der die Worte ועינינו מאירות כשמש וכירח וידינו פרושות כנשרי שמים ורגלינו קלות כאילות unsern! Dichter als Vorbild dienten. Vielleicht will er damit sagen: Besäßen die Sänger auch diese Vorzüge, die ihnen die Möglichkeit böten, die Offenbarungen göttlicher Allmacht auch in fernen Zonen hellen Auges in sich aufzunehmen, wäre ihre Zunge erst recht zu schwach, um ihrer Bewunderung den angemessenen Ausdruck zu geben. Zu Z. 4 b bemerkt D. (n. 24): Luzzato erklärt, daß ihm der Sinn dieses Verses nicht klar ist, weshalb er eine Verderbnis des Textes vermutet. Der Sinn ist jedoch klar, nämlich: Niemand kann Gott genügend Dank aussprechen, selbst wenn noch viel mehr Sprachen vorhanden wären. שערים ist hier in derselben Bedeutung wie in מאה שערים (Gen 26la) gebraucht. — Was mit einer noch größeren Zahl von Sprachen für diesen Zweck gewonnen wäre, ist mir nicht ganz klar. Kann man denn in tausend Sprachen mehr ausdrücken als in einer? Und was soll הפך hier bedeuten? Soll sich das etwa auf die Sprachenverwirrung in Babel beziehen und als Subjekt an Gott zu denken sein? Ich vermute, daß der Dichter nicht עוד, sondern עור geschrieben und nicht שעדים (mit Schin), sondern שערים (mit Sin) gemeint hat: ,,Wenn sich auch die behaarte Haut in Zungen verwandelte“. הפך ist hier intransitiv wie in שער בנגע הפך לבן (Lev 133) und שערים statt שעדות eine der dichterischen Freiheiten, von denen auch sonst ausgiebiger Gebrauch gemacht wird. So z. B. auch v. 45 עטרים st. עטרות. Zu Z. 6 b meint D. (n. 25): Diese Stelle bietet keinen Sinn. — Sie ist aber nur durch etliche der hier üblichen Schreibfehler entstellt und wird sofort verständlich, wenn man א in ולא durch ו,

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