Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 71 (1927)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Über eine verderbte Stelle im "Sephath Jether"
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 389 (sequence 3)
- Language
- German
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389 Uebersetzung gegeben: y&s Ui JJUb C5JL& cyyfül 1נ 1צי, mithin *ידי mit wiedergegeben, was hebr. לעתי, also weder אנחתי, noch מכתי, geschweige denn gar מקומי entspricht. Weiters wissen wir, daß die Setzung עיני für ידי bloß Targum1 2 und Dünasch ibn Labrät3, nicht aber alle Erklärer, wie es im Texte steht, haben. Auch konnte Adonim immerhin auf eine Stelle wie Threni 349 hinweisen, wo נגרה mit עיני verknüpft ist. Es ist darum nicht ganz richtig, wenn iE. sagt: 4והקוראי׳ ספרו יחשבו כי ידע לו חבר. Wir sehen also, daß durch die Emendationen Lippmanns die Schwierigkeiten durchaus nicht behoben werden. Eine weitere, nicht weniger geringe Schwierigkeit liegt darin, daß nach der Emendation Lippmanns die Sätze von אולי bis ואחד עמו zusammengehören, was aber unmöglich ist, da es sich doch bei den angeführten Beispielen um zwei verschiedene elliptische Ausdrucksweisen, bei der die erstere (Gen 4910) fast an eine Aposiopese erinnert, handelt5, während in den anderen Fällen es um die über das eigene Wort hinansgehende Wirkung der Partikelbuchstaben6 geht. Um nun diesen Schwierigkeiten zu begegnen, wird man also zunächst das im Texte stehende מקומו או חמתו entsprechend dem c5*51 in לעתי ändern müssen7. Weiter wird man, da die Wort- 1 Ewald u. Dukes in ״Beitr. z. Ges eh. d. ält. Auslegung usw.“, Stuttgart *844, 156 י* ' . . 2 שרת טלי, נבואה בליליא ולגת טיני דמטחא וכף, vgl. ל״ד ,ש-י b, Anm. 10. 3 ihn Ganäb faßt es a. a. O., Z. ל v. 0. als: נגט וחבורה auf. Das ist gegen Bacher, MS. LV, 233 ff. ein weiterer Beweis für meine Annahme in meinen ״Wortvertauschungen“ usw. (SA. aus MS. LIII 709—19 u. LIV 82—102) 33, Nr. 68, daß nicht ibn Ganäb der Verf. der Wortvertauschungen, die iE. so sehr tadelt, ist. Wenn nun Bacher in Abraham ibn Esras Einl. z. s. Pentateuchkomm. (Sitzungsberichte d. Wiener Akad. d. Wiss. B. 81) 389, 1 meint, iE. behandle ibn Ganäb in seinem Komm, zu Ps 3לל nur aus Achtung so mild, während er sonst so scharf gegen solche Wortvertauschungen ankämpft (vgl. ״Wortvertauschungen“ 5, 2), beruht dies auf einem Irrtume. Denn wie erwähnt, hat ibn Ganäb die ״Wortvertauschung“ hier nicht angewandt, sondern übersetzt er das Wort mit Rücksicht auf das לילה.1נגרה als ״Plage“ und ״Beule“. Wenn dann Bacher weiter meint (a. a. O. 389, 1), diese Wort- Vertauschung finde sich im הרקמה'D, so ist dies ebenfalls unrichtig, denn weder im כתאב אללמט, ed. Derenbourg, Paris 1886, S. 294,1—300,19, noch im ס' הרקמה 1לל ff. (vgl. auch Bacher, Aus der Schrifterkl. d. Abulwalid Merwän ibn Ganäb (R. Jona) Budapest 1889, 25 u. mein Joseph Bonfils, Heidelberg 1911, 10, 9) findet sich diese Wortvertauschung und iE. bringt sie hier ausdrücklich im Namen des Adonim (Dünasch ibn Labrät) und im Komm, im Namen eines חכם גדול חבר ספר נכבד דק יש.טעיות רבות, was mit Rücksicht auf das טטיות רבות auf Adonim, den er so oft bekämpft, paßt. Daß iE. übrigens auch ibn Ganäh nicht weniger als wieviele andere scharf kritisiert, vgl. Exod 1420; besonders scharf Ps 66s; 13 צחותb, 19b u. 35 שפה במרדיb. Weitere Belege iEG. 179 ff. 4 Es sei denn, daß iE. meinte, ידי in der Bedeutung v. טיכי sonst nicht vorkomme. 5 iEG. 119, 13. 6 iEG. 147. 7 Der Fehler dieser Uebersetzung, wie er sich im ש״י findet, muß nicht unbedingt auf Dünasch zurückgehen, sondern mag vielleicht auf einen Uebersetzer der Schrift des Dünasch zurückzu führen sein. Vgl. Eppenstein bei Poinanski a. a. O. 15. Erwähnt sei, daß in der Ausg. von Schröter eine Erkl. zu unserer Stelle nicht vorhanden ist, was aber nicht beweist, daß die Stelle dort in den תשובות nicht erklärt war.