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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1927-01-01 · Heft 6 · p. Seite 379

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
71 (1927)
Issue
Heft 6
Article
Die neuhebräische Aufklärungsliteratur in Galizien
Date
1927-01-01
Page
Seite 379 (sequence 9)
Language
German
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379 zu, daß Krochmals Geist für sie richtunggebend gewesen sei. Ja, Jizchak Beer Lewinsohn, der russische Mendelsohn, an den sich schon zu Krochmals Lebenszeit russische Staatsininister um Gutachten in jüdischen Angelegenheiten wandten, gab neidlos zu, daß die Gedankensplitter Krochmals ihm und vielen anderen genügt haben, große Bände zu füllen1. Die Schaffung einer jüdischen Wissenschaft in der heiligen Sprache sowie in der Sprachen der großen Kulturvölker muß direkt von ,,More nebuche hasman“ ihren Ausgangspunkt nehmen. VI. JBabbi Salomon Löb 'Rapoport 1. Dr. M. Letteris: S. L. Rapoport im Jahrbuch für Israeliten von Josef Wertheimer (Wien 1858). 2. Derselbe: Biographie Rapoports in seinen hebräischen Memoiren. Wien, J. Schloßberg, 1869, S. 113—135. 3. Dr. A. Porjes: Biographie von S. J. Rapoport im Haschachar I, H. 1, 1868, S. 1—54. Wien, J. Schloßberg. 4. Prof. Dr. Dawid Kaufmann: Das Centenarium S. J. L. Rapoports. — Festgäbe der ״Oesterreicliisclien Wochenschrift“ zum 1. Juni 1890. 5. Jakob H. Sperling: Salomons Weisheit. — Das Lehen und Wirken des Verewigten.... Salomon L. Rapaport in metrischer Form. Lemberg 1878. 6. A. Epstein: Dibre be-Koret. — Verteidigung Rapoports gegen die Ausfälle von J. H. Weiß. (Krakau, Fischer, 1896.) 7. Dr. S. Bernfeld: Toldot Schir (Biographie S. L. Rapoports). — Achiasaf, Berlin 1898. — Hier und unter Nr. 4 ausführliches Verzeichnis von S. L. Rapoports Schriften. 8. F. H. Wetstein und S. J. Halberstamm. Zur Biographie Rapoports. (Krakau, A. Faust, 1900.) 9. F. H. Wetstein: Briefwechsel zwischen R. A. Weitzenfeld, Rapoport und Anderen. (Hehr.) Krakau, Fischer, 1900. 10. Dr. S. Bernfeld: Die Wissenschaft des Judentums im Hebräischen, Haolam Nr. 40,1923, S. 749. (Hier die neueste kritische Aeußerung des ehrwürdig*en, verdienstvollen Forschers über die Bedeutung Rapoports.) Nachman Krochmals bedeutendster Schüler, zugleich einer der größten Juden aller Zeiten, war Salomon J’huda Rapoport. Er gleicht seinem Meister in bezug auf den Umfang seines allgemeinen und jüdischen Wissens und die Weite seines auf das Ganze gerichteten Blicks, übertrifft ihn jedoch in mancher Hinsicht infolge seiner ungeheueren Lebensenergie, seines unerschrockenen, offenen Eintretens für seine Lebensideale, endlich infolge seiner Fähigkeit bei aller Größe der Konzeption überall und bei jeder Gelegenheit gedeihliche Kleinarbeit zu leisten. Da Salomon Löb Rapoports Leben und Wirken der allgemeinen jüdischen Literaturgeschichte angehört und durch eine Reihe berufener Federn erschöpfende Würdigung gefunden hat, kann unsere gegenwärtige Schilderung sich auf die allernotwendigsten Züge — meist auf das speziell-Galizische, Polnisch- Jüdische — beschränken. Salomon Löb Rapoport wurde am 1. Juni 1790 in Lemberg als Sproß einer berühmten Gelehrten- und G’wlrimfamilie, als Sohn eines nicht sehr gelehrten und mäßig reichen Vaters geboren. In seine Kinder- und Jünglingsjahre spielten welthistorische Ereignisse hinein, die den empfänglichen Sinn des Ilui des Lemberger Ghettos — trotz allen talmudischen Drills — den Einflüssen der k. k. oster- 1 Vgl. Sch. J. Hurwitz: Zion lanefesch, Schluß Abschnitt,

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