Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 71 (1927)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Zum 25jährigen Jubiläum der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 326 (sequence 6)
- Language
- German
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326 ״kurzen Mitteilungen*', die möglichst in jedem Hefte erscheinen sollen, dazu bestimmt, über diejenigen Aufsätze und Abhandlungen zu orientieren, die in anderen wissenschaftlichen Zeitschriften Gegenstände aus dem Gebiet unserer. Spezialwissenschaft behandeln/‘ Als erster Artikel erschien ein Aufsatz des Herrn Geheimrat Prof. Dr. Cohen: ״Die Errichtung von Lehrstühlen für Ethik und Religionsphilosophie an den jüdisch-theologischen Lehranstalten“. Die Zeitschrift sollte allen Mitgliedern zugestellt werden und also recht eigentlich nicht nur die Forschung in umfassender Weise fördern, sondern auch in den Dienst des allgemeinen Bildungsbedürfnisses treten. Die Gesellschaft war der Ansicht, daß die Wissenschaft nicht nur gefördert werden müsse, sondern daß sie auch die Beeinflussung weitester Kreise erstreben solle. Um den Mitgliedern noch eine populäre Schrift zuzustellen, trat die Gesellschaft in Verbindung mit dem Verband der Vereine für jüdische Geschichte und Literatur und vereinbarte mit demselben, alljährlich eine der Anzahl der Mitglieder entsprechende Auflage des Jahrbuchs zu übernehmen. Auf dieser zweiten Ausschußsitzung wurde schließlich noch der . Beschluß gefaßt, junge Gelehrte als wissenschaftliche Hilfskräfte möglichst bald zu gewinnen und gelehrte Arbeiten zu subventionieren. Ein Ausschreiben sollte demzufolge Gelehrte, die sich der Wissenschaft des Judentums zuwenden wollten, zur Bewerbung um vorgesehene Stellen oder zur Einreichung von Manuskripten auffordern. Um die zu erwartenden zahlreichen Eingaben zu prüfen und zugleich die wünschenswerte Dezentralisierung der Arbeit der Gesellschaft durchzuführen, wurden zwölf Fachkommissionen ernannt. Diesen Fachkommissionen sollten innerhalb von acht Tagen die an die Gesellschaft herantretenden wissenschaftlichen Angelegenheiten zur Begutachtung unterbreitet werden. Jede Kommission sollte aus drei höchstens fünf Mitgliedern bestehen, die in Einzelfällen das Recht haben sollten, andere Fachgelehrte zu ihren Beratungen hinzuzuziehen. Außer den Mitgliedern des Ausschusses wurden in diese Kommissionen die folgenden Herren gewählt. Prof. Dr. Blau-Budapest, Prof. Dr. Büchler-Wien, Prof. Dr. Leopold Cohn-Breslau, Dozent Dr. Elbogen- Berlin, Dr. Eppenstein-Briesen, Abraham Epstein-Wien, Prof. Dr. Fräenlcel-Breslau, Prof. Dr. Goldziher-Budapest, Dr. Gross-Augsburg, Dozent Dr. Horovitz-Breslau, Dr. Immanuel Löw-Szegedin, Dr. Porges-Leipzig, Dr. Samuel Poznanski-Warschau und Dr. Vogelstein- Königsberg. Dieses System aer Fachausschüsse hat sich bis auf den heutigen Tag bewährt. Der zweiten Ausschußsitzung vom 21. April folgte die dritte am 21. und 22. Dezember. Es waren anwesend die Herren Prof. Dr. Bacher-Budapest, Dr. Baneth-Berlin, Dr. BrannrBreslau, Geheimrat