Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1927-01-01 · Heft 6 · p. Seite 325

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
71 (1927)
Issue
Heft 6
Article
Zum 25jährigen Jubiläum der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums
Date
1927-01-01
Page
Seite 325 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
99% known words query
IRI
…/2829132-2829943-2829949-2834189--47750-2834219
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

325 Spannung bei einer Anzahl von Gelehrten war sehr groß. Ich entsinne mich einmal, in Berlin erst am Abend mit Dr. Caro zusammengekommen zu sein/und wir diskutierten fast die ganze Nacht über die Probleme der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Nach den schließlich zustandegekommenen genauen schriftlichen Verträgen sollte das gesamte vorgezeichnete Werk in einem Zeitraum von fünf Jahren fertiggestellt werden. Nur die vorgesehenen Ergänzungswerke sollten alsdann noch ausstehen. Dr. Karpeles, von dem die Anregung zum Grundriß ausging, bemerkte aber sogleich, daß die Vollendung des Unternehmens trotz allem einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten in Anspruch nehmen werde. Diese zweite Ausschußsitzung verhandelte weiter über die Frage der zu gründenden oder zu übernehmenden Zeitschrift. Der Vorstand hatte die Frage gestellt: Soll eine schon bestehende Zeitschrift von der Gesellschaft übernommen werden und unter welchen redaktionellen und materiellen Bedingungen, oder soll eine neue gegründet werden? In letzterem Falle a) mit welchen Aufgaben, b) unter welcher Redaktion, c) in welchem Umfang, d) unter welchen pekuniären Bedingungen. Nach eingehenden Beratungen wurde der Beschluß gefaßt, daß die Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums Organ der Gesellschaft werden solle und daß dem bisherigen Titel hinzugefügt werde: herausgegeben im Aufträge der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums. Dieses Organ, das von Dr. Z. Frankel begründet, von Prof. Dr. H. Graetz und Dr. P. F. Frankl achtzehn Jahre herausgegeben wurde, dessen neue Folge, im Verein mit Prof. Dr. David Kaufmann ins Leben gerufen, unter der Leitung von Dr. M. Brann erschien, wurde daraufhin mit seinem 48. Jahrgang, der neuen Folge 12. Jahrgang, Organ der Gesellschaft. Diese Tatsache wurde durch Dr. Brann im Januarheft von 1904 mit folgenden Worten angekündigt: ״Von dem vorliegenden Hefte an erscheint die Monatsschrift als das Organ der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums. In ihren Zielen und Aufgaben tritt dadurch eine Aenderung nicht ein. Sie wird nach wie vor einzig darauf bedacht sein, die Wissenschaft des Judentums in streng wissenschaftlichem Geiste zu pflegen und zu fördern. Zu den bewährten alten sind zahlreiche neue Mitarbeiter gewonnen worden. Dadurch wird es möglich sein, den verschiedenen Sondergebieten unserer Wissenschaft eine gleichmäßigere einheitliche Berücksichtigung zu widmen. Die neuen literarischen Erscheinungen werden wie bisher eine gründliche unparteiische und möglichst rasche Beurteilung finden. Daneben soll in jedem Quartal eine systematisch geordnete bibliographische Uebersicht über die einschlägige neue Literatur gegeben werden.. Außerdem sind die neu eingeführten

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.