Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 71 (1927)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Zum 25jährigen Jubiläum der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 327 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2829132-2829943-2829949-2834189--47752-2834221- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
327 Prof, Dr. Cohen-Marburg, Prof. Dr. Geiger-Berlin, Dr. Guttmann- Breslau, Dr. Karpeles-Berlin, Dr. Lucas-Glogau, Prof. Dr. Maybaum- Berlin, Prof. Dr. Philippson-Berlin, Prof. D. Simonsen-Kopenhagen, Dr. Werner-München. Die Gesellschaft wollte Quellenveröffentlichungen größten Stiles in die Wege leiten. Wir dachten an eine großzügige Sammlung von Urkunden und Inschriften, eine Arbeit, die uns später durch die Gründung des Archivs der deutschen Juden zum Teil abgenommen wurde, wir dachten an eine kritische Herausgäbe der talmudischen und philosophischen Literatur, insbesondere auch an die Herausgabe der Werke bedeutender Persönlichkeiten der letzten Jahrhunderte. Um mit der Arbeit zu beginnen, ist damals beschlossen worden, die Herausgabe des Corpus tannaiticum und der Germania judaica in die Wege zu leiten. Das Corpus tannaiticum war als ein Werk von sieben Bänden gedacht. Band I—III: Mischnatext mit eingeschaltetem Baraitatexte. Die Quellen durch verschiedenen Druck kenntlich gemacht: Tossefta (Abot de R. Nathan), Baraitas des j. und b. Talmuds, ,halach. Midraschim usw. Band IV—Y: Midrasch, halach. und agadischer, jalkutartig geordnet. Band VI: Alles übrige tannaitische Gut: Seder ölam, Meg.Taanit, Semachot, Soferim usw., auch die mischnisch geschriebenen kleinen Traktate. Band VII; a) Register: Bibelstellen, Personen und Ortsnamen, hebr. Sachregister, b) Wörterbuch der Mischnaspräche. Die Kommission bildeten die Herren: Bacher (Obmann), Baneth, Guttmann, Löw, Lucas, Phiiippson, Schwarz, Simonsen. Die Germania judaica sollte alle Landschaften und Orte des deutschen Reiches, wo von den ältesten Zeiten bis zu den Wiener Verträgen jüdische Ansiedlungen bestanden oder hervorragende Juden gelebt haben, in alphabetischer Reihenfolge verzeichnen und deren Geschichte und Leistungen auf Grund der Quellen in möglichst knapper Form gemeinverständlich dar stellen. Das Arbeitsgebiet wurde in drei Abteilungen zerlegt: I. Von den ältesten Zeiten bis zum Erlaß der Judenordnung Kaiser Friedrich II. (1238), IL Wom Erlaß des Friedericianum bis zum Beginn der Neuzeit (12381500—־). III. Vom Beginn der Neuzeit bis zu den Wiener Verträgen (1500-1815).. Als Mitglieder der Kommission ־wurden gewählt: Guttmann (Obmann), Brann, Epstein, Geiger, Groß, Lucas, Phiiippson. So waren denn alle Projekte in Angriff genommen, die durch emsige Arbeit in den kommenden Jahren durchgeführt werden sollten und die gegenwärtig zum Teil bereits durchgeführt sind, Damit kommen wir von den Aufgaben der Gesellschaft zu ihren wissenschaftlichen Leistungen. Mit besonderer Genugtuung kann die Gesellschaft auf die Werke verweisen, die als Teile des Grundrisses der Gesamtwissenschaft des