Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 71 (1927)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Zum 25jährigen Jubiläum der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 322 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 100% known words query
- IRI
…/2829132-2829943-2829949-2834189--47747-2834216- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
322 Dr. Baerwald, Frankfurt a. Main; Dozent Dr. Brann, Breslau; Geheimrat Prof. :Dr.״Cohen, Marburg; Prof. Dr. Geiger, Berlin; Oberrabbiner Dr. Güdemann, Wien; Rabbiner Dr. Guttmann, Breslau; Dr. Karpeles, Berlin; Rabbiner Dr. Kayserling, Budapest; Kirchenrat Pr. Kroner, Stuttgart; Geheimrat Prof. Dr. Lazarus, Meran; Rabbiner Dr. Lucas, Glogau; Geheimrat Dr. Mayer, Karlsruhe; Prof. Dr. Philippson, Berlin; Prof. Dr. Schwarz, Wien; Oberrabbiner D. Simonsen, Kopenhagen; Rabbiner Dr, Vogelstein, Stettin; Rabbiner Dr. Weisse, Berlin; Rabbiner Dr. Werner, München. Als der Plan der Gründung der Gesellschaft durch Veröffentlichung in den Zeitungen und Versendung des Aufrufs bekannt wurde, entstand sogleich eine recht lebhafte Bewegung. Der Aufruf wurde in mehrere europäische Sprachen und ins Hebräische übertragen. In Synagogen wurde darüber gepredigt. Es meldeten sich die ersten Mitglieder aus Deutschland, Oesterreich und Rußland. Es waren natürlich nur Wenige die sich so schnell als Mitglieder einfanden. Später war es für mich äußerst schwer Mitglieder der Gesellschaft zu gewinnen. Auf Anregung des Herrn Geheimrat Lazarus sollte die Kon- .stituierung der Gesellschaft in einer großen Versammlung in Berlin erfolgen. Die Versammlung fand am 2. November 1902 von 10 Uhr vormittags bis 3 Uhr nachmittags statt. Der Hauptversammlung war eine Vorbesprechung am Abend des 1. November vorangegangen. Die Tagesordnung der Hauptversammlung lautete: 1. Ueber die Notwendigkeit der Gründung einer Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums (Dr. Lucas); 2. Arbeitsgebiete und Aufgaben der Gesellschaft (Dr. Baneth); 3. Programm einer Zeitschrift (Dr. Brann und Prof. Dr. Geiger); 4. Statuten und Organisation der Gesellschaft (Prof. Dr. Philippson). Rabbiner Dr. Lucas eröffnete die Versammlung und bat die Anwesenden, die zum Teil aus weiter Ferne gekommen waren, Herrn Prof. Dr. Philippson die Leitung der Versammlung zu übertragen. Bei Uebernahme des Vorsitzes wies Herr Prof. Philippson in eindringlichen und begeisterten Worten darauf hin, daß ein hohes und schwieriges Werk begonnen werde. Umsomehr müßten wir alle Kräfte daran* wenden, daß es gelinge und vorwärts gehe. Von allem Kleinlichen müßten wir uns fern halten und nur das hohe Ziel im Auge haben. Hierauf begann das Referat von Dr. Lucas. Der Redner stellte ausführlich die Bedeutung *der Wissenschaft des Judentums dar und schilderte ihre gegenwärtige Lage. Aus den vorgebrachten Tatsachen wurde die unbedingte Notwendigkeit der Neugründung gefolgert. Philippson sprach Lucas den herzlichen Dank der Versammlung aus, die ihrerseits durch Erheben von den Sitzen ihre Anerkennung kund gab.