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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1927-01-01 · Heft 5 · p. Seite 305

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
71 (1927)
Issue
Heft 5
Article
Neueste Literatur zu den Hagiographen [Rezension]
Date
1927-01-01
Page
Seite 305 (sequence 17)
Language
German
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durch ׳־direkte Erfahrung entschieden werden konnte“ (vgl. Ps 161(r11, 17*, Dan 1״2־). Unter׳ den Konjekturen, die der Verf. beiträgt, sind einzelne geistreich und erwägenswert, wie 4-, לח1$ת רגע st. ממ1ה ,519; לעשות רע st. מענה (aber gegen sie spricht die Erwägung, daß die Soferim unmöglich einen klaren Text in einen unverständlichen verwandeln konnten); andere sind phantastisch und unnötig, wie 22לסמוך! =) לשמור) für החלים 52;סגלה מכללים ומחמדות 28;למשוך Geburtswehen! 335 אחד כדף ,,verwehte Spur“ (1) f. יניף 1010;את. נרדף מקלקלו ——הכשיר(!). Ganz gut ist das Hin auf ziehen des ersten Halbverses zum Ende des vorigen Abschnittes, es ist aber dabei unnötig כה הכם zu lesen, sondern es kann heißen: sie suchen viele künstliche Deutungen, ,,der eine als Weiser, der andere als Rätseldeuter“. — Im Anhang sind (lateinisch) eine Anzahl beachtenswerter Bemerkungen zu LXX, Peschita undj^Tärgum unter Bezugnähme auf die Arbeiten von A. H. Mc Meile, Kamenetzky und Alfred Levy beigefügt. Schließlich sind zwei neue kleine Schriften zum Buche Daniel zu verzeichnen. Prof. Walter Baumgartner, Marburg, gibt in ״Das Buch ־Daniel“, Giessen, 1926, auf 40 Seiten eine sehr lichtvolle und instruktive Uebersicht über die Forschungen -mit Bezug auf die Abfassungszeit (als welche jetzt allgemein die Zeit des Antiochus angesehen •־wird), die Erzählungen des Buches, die Gesichte und die Apokalyptik, der,nach Ed.־ Meyer, zum Teil Parallelen in älteren spätägyptischen Texten gegenüberstehen. Daß das Weltbilderst bei Daniel geweitet erscheine und es sich bei ihm ,,nicht mehr wie bei den Propheten um Gott und Israel“ allein handle, ,,wobei die anderen Völker höchstens als Gottes Werkzeuge mit hereingezogen werden“ (S. 31), scheint mir nicht richtig. Die Gleichstellung der Völker vor. Gott, ihre Zusammenfassung zu einer die Erde bewohnenden Menschheit ist eine der Hauptideen der Propheten des achten vorehr. Jahrhunderts (Amos 97; Jes 1925, — und nach meinen Ergebnissen — Jes 4022, Ps '4?810־j 97 und so viele andere, legen genügend Zeugnis davon ab). Wer sich die Mühe nicht verdrießen lassen will, nach dem Sinn der Zahlen in den Visionen Daniels zu suchen (besonders 92426־) wird in Martin Thilo, ״Chronolo.gie des Danielb u ch es“, Bonn, 1926, einen ausgezeichneten Führer finden. An eine Erörterung der schwierigen chronologischen Angabe l,x ■״־Im 3. Jahre der Regierung Jojakims“ anknüpfend, welche Notiz sich aus der Bekanntschaft des Autors mit II Kön 24! und TI Chr 366 erklärt, untersucht Th. die Rechnungsmethode des Buches. Die 62 Jahreswochen sind die Jahre 605—173, bis zur Absetzung (nicht Ermordung) des Onias; ואץ לו bedeute ,,er hat keinen legitimen Nachfolger“ (Marti zieht vor, nach Theodotion, i,ohne Richterspruch“). Mit außerordentlichem Scharfsinn behandelt Th. die Zahlen 1150 (== Dan 814 2300 Abendmorgen), 1290, 1335 (Ende c. 12); die Differenz 1335—1150=185 Tage, rund ein halbes J a h r, erklärt er damit, daß der Autor — den er mit Hölscher für einen sehr geschichtskundigen Mann hält — zwischen den beiden Jahresanfängen Nissan und Tischri schwankt. Die Doppelsprachigkeit des; Buches hält Th. für nicht zufällig; die hebräischen Erzählungen sind eine freie Umarbeitung, die aramäischen; eine im Wortlaute, ־wie sie vorgetragen zu werden pflegten, eingefügte Wiedergabe apoka- Monatsschrift, 71. Jahrgang, 20

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