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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1927-01-01 · Heft 5 · p. Seite 278

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
71 (1927)
Issue
Heft 5
Article
Der Berliner Judenkalender und die Kalendergelder
Date
1927-01-01
Page
Seite 278 (sequence 5)
Language
German
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£78.־ Natan Marcus, obwohl eine gelegentliche Aktennotiz, nach welcher erst seit 1732 der Druck ununterbrochen in Berlin erfolgte, und die Erwähnung des Professors Grilo auf Frankfurt a, d. O. als Druckort hindeuten könnten. 1732 wird M a r c u s W u 1 f f1 in Berlin erwähnt, der wohl lediglich Unternehmer, nicht Drucker war. 1733—1762 druckte Aron (Aaron) Moses2 die Kalender. Nach ihm bemühte sich der Oberlandrabbiner David Fraenkel3 um die Druckkonzession, aber tatsächlich erhielt sie 1763 und 1764 Moses Marcus4, 1765—1786 Marc-us Gerson (Mordechai Landsberg)5, und von 1787 an beginnt der Druck in der Offizin der Freischule (6(חנוך נצרים, die später (1809—1826) auch die Kosten trug, während Marcus Gerson Herausgeber und Kalenderverfertiger (נדפם ונתחבר ע״י מ4 ג♦ so 1787-—1790, siehe darüber später) war. Nach seinem Ableben (1792) geht das Recht der Herausgabe auf seinen Schwiegersohn Natan Samuel Bloch7 (genauer auf dessen Ehefrau über), der bis 1805 genannt wird, während 1793 und 1794 Marcus Gersons Witwe, Vögelche8, 1804, 1806—1808 Feiwel b. Aron Levi Fraenkel9, 1809 Michael b. Jsserl (Jsrael)10 11 die Herausgabe besorgt haben. Nächst den Druckern müssen die Kalenderverfertiger, in den Akten Kalendermacher, Kalendermänner, von Steinschneider technische Redaktöre genannt, kurze Erwähnung finden. Ihre Namen sind nicht auf allen Kalendern verzeichnet. Dort, wo sie fehlen, ״hat wohl der Drucker selbst oder mit Hilfe ungenannter Personen das Manuskript angefertigt. Vor den Namen dieser,,Kalendermänner<f steht die Redensart נעשה ונתחבר. Der erste, den wir kennen, ist Aron Levi b. Abraham Jsrael (Jsserl) Helle ru, bis 1747 angegeben, dann folgen Aronb. SalmanEmrich 1745/6, 1 Wohl מרדכי בר וואלף,בר פייטל סג״ל, gest. 1747, Grabstein Nr. 1847. 2 אהרן בר משה רופא מליסא מדפיס, gest. 1762, Grabstein Nr. 1664. 5 Ueber ihn Landshuth a. a. O. S. 35—60; dies geht aus einer Notiz in den Akad. Akten Nr. 221 hervor. 4 Enkel des Aron Moses und Sohn des Marcus Gerson. Siehe Judenliste für 1749 (Abschrift in der hiesigen Gemeindebibliothek) Nr. 191. 5 מרדכי בר גרשון ל״ב, gest. 1792, Grabstein Nr. 598, Schwiegersohn des Aron Moses. 6 Vgl. Steinschneider in ,,Zeitschrift f. d. G. d. J. in Dtschl.“ III, S. 273 und V, S. 168, sowie Steinschneider-Cassel a. a. O., S. 90. 7 לבתן בר שמואל בלאך gest. 1807, Grabstein Nr. 1985; über die Ansprüche seiner Frau und den Streit mit ihrer Stiefmutter wird näheres noch berichtet werden. 8 יפעגלכע בת ר׳ זלמן im Register Witwe Markson gen., gest. 1814, Grabstein Nr. 2183. 9 Er heißt auf den Kalendern: פייבל בהרב המאוז״ג מוהר״ר אהרן סג״ל זצ״ל ■פרעקל שהיה רב״ד דק״ק פ״פ דאדר Und ist mit Philipp Fraenkel (siehe später) identisch,, also ein Enkel des Israel F. und Sohn des Aron Israel F. 10 Identisch mit יחיאל מיכל ב״ר איסר, gest. 1816, Grabstein Nr. 1939, wohl der in der Judenliste von 1812, Buchstabe J. Nr. 3 aufgeführte Michael Israel, Gelehrter, geh. 1766. 11 Identisch mit Aron Israel Fraenkel: אהרן סג״ל בהי׳ה מופלג בתורה ובחסידות אברהם ישראל זוצ״ל.העליר שהיה דייבא בא פה ק״ק פפדא, siehe S. 275 Note 3. Er starb 1781 (L. Weyl in Allg. Ztg. d. J. 1862 Nr. 35).

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