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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1927-01-01 · Heft 5 · p. Seite 266

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
71 (1927)
Issue
Heft 5
Article
Der Berg Asamon
Date
1927-01-01
Page
Seite 266 (sequence 3)
Language
German
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266 Früher glaubte ich, die Schreibung mit י sei die ursprüngliche und allein richtige1. Abgesehen aber von der mehrfachen guten Bezeugung der Form 2צלמון, lassen sich mehrere galilaische Orts« namen, bei denen י mit ו wechselt, anführen, z. B. 3 4שוחין שיחין 4כפר סננא׳ — סכני ־=־'■• סיכני, und besonders (wegen der Auslauten« den Silbe): 5מבערן טבעין. Daher glaube ich behaupten zu dürfen, daß beide Schreibungen gleich berechtigt seien, daß aber die ur« sprüngliche Form ■צלם1ןי sei. Denn gerade dieser Name ist als Bergname in Palästina gut bezeugt. Wir kennen einen חל צלמ1ן bei Sichern (Ri 948) und das Gebirge צלמון im Basan (Ps Aaal!1avo$ bei Ptolemäus). Auch ein Ortsname צלמ1נה ist unweit Xlefa bekannt6 7. Der Name ist wegen der dunklen Farbe des Gesteins oder des den Berg bedeckenden Waldes ihm beigelegt worden*. Ursprünglich galt der Name nur dem Berge; er wurde nachher auch auf den auf dem Berge errichteten Ort übertragen. Die griechische Transkription des galilaischen הצלמ1ן stellt sich als AZAAMQN dar. Dies ist auch'in Bell. J u d. II 18a zu erkennen; nur ist dort nach dem zweiten ,,A“ das ganz ähnlich geschriebene A ausgefallen. Der Name muß daher in A2A[A]MßN הצלמון korrigiert werden8. Hiedurch ist nun auch die Lage des a. O. genannten Berges festgestellt. Denn צלמון bzw. הצלמלן kennen wir sehr wohl. Es ist die Ruinenstätte Hirbet Seläme nordöstlich von der Battöf- Ebene am Wadi Seläme, in der Luftlinie etwa 20 km von Sepphoris gelegen, einen Teil des von dort gut sichtbaren Ras Krumän bildend9. In dem Flußbett des Wadi pflegt ein kleiner Wasserstrom zu fließen; er trocknet aber im Sommer öfters aus. Wann der von R. Jehuda berichtete Fall des Austrocknens des Baches während des großen Krieges10 בשצת פולמוס sich ereignete — ob nachdem Uskafuv durch Josephus befestigt wurde, oder aber schon am Anfang des Krieges, da die Aufständischen von Zippori auf den Berg sich flüchteten, kann natürlich nicht sicher gesagt werden. Aber die größere Wahrscheinlichkeit spricht doch für die letztere Annahme, da auf dem Berge längere Zeit gekämpft wurde 1 Beitr. a. o. (23 ,מאמרים שונים (תר-פד, Anm. 4. 2 Außer den bereits genannten Textes zeugen vgl. noch Machsor Romi < Bologna שיא) am Schluß der קרובה zum 9. Ah: תדרוך לצלמון. 3 MGWJ 1923, 205. 4 ebd. 1926, 412 Anm. 4. Ueber כפר סגנא spreche ich an anderer. Stelle. 6 Tos Erub. IX 4 (14827): ־־ין, während z. B. j. Ber. II4 (4 d) b. Meg. 21b •סבעוני. 6 Meine: Die Küstenstraße Palästinas p. 5. — In der Wüste: Num 3344. 7 Vgl. Gesenius - Buhl Wb. s. v. צלם. 8 Merkwürdigerweise bieten manche LXX Texte für עצמון (s. oben) statt Aaajiojv —Aas^wv, wo also umgekehrt das V zu streichen ist. Jos 154 LXX hat gleichfalls Setyum׳ statt Acejitüv. — Nachträglich bemerkte ich, daß schon Lebrecht, Bether S. 38 an die Gleichung Aaafwv הצלמון gedacht hat. S. m. Beiträge S. 88 Ende Anm. 2, wo das in [ ] Stehende zu streichen ist. 9 Ob nicht der heutige arabische Name Krumän irgendwie sprachlich mit צלמון (= Salmän) zusammenhängt? . 10 S. Pal. Stud. I, 8 Anm. 46. So schon Maimuni zu Para VIII 9.

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