Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 71 (1927)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Der Berg Asamon
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 265 (sequence 2)
- Language
- German
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265 werden muß. Mit Recht hat daher Robinson1 auf das Gebirge, das die Battöf-Ebene im Norden einfaßt, hingewiesen, während Dalman genauer das Ras Krümän als den Berg Asamon ansprechen möchte2. Um eine sichere Entscheidung treffen zu können, muß meiner Ansicht nach zunächst der hebräische Name des Äsamon- Berges festgestellt werden. Vorgeschlagen wurden: 1. ^3;4יעדימיז .2;3?צ. J1btt>05. ■ 1. Kommt als Ortsnahme nur an der Südgrenze Palästinas (Num 344-5; Jos 154) vor; dagegen ist ein solcher Name in Galiläa völlig unbekannt. 2. Berg Jesimon lag im Ostjordanlande6; 3. ist im Negeb gelegen (Jos 1527); wahrscheinlich Heimat der Hasmonäer; gleichfalls in Galiläa unbekannt. In der Transkription des Josephus kann A ע ,א oder fl,!ד sein; ebenso kann 2\einem ש oder einem צ entsprechen7. Es fragt sich nun, ob wir unter den galiläischen Ortsnamen einen Aaafiov gleich- oder ähnlichlautenden, und zwar gerade in der Mitte Galiläas, antreffen? Ich glaube, einen solchen nachweisen zu können. An zwei Stellen der Mischna8 und an einer Stelle der Tosefta9 wird über gewisse Vorgänge in צלמון berichtet. Ferner führt das Verzeichnis der 24 Priesterabteilungen in Galiläa צ׳ als Wohnort der Abteilung Delaja's an10. Der Berichterstatter in zwei Fällen ist der in Untergaliläa beheimatete Tanna R. Jehuda. Besonders wichtig ist sein Bericht9 über den vom Berge der Ortschaft herabfließenden Bach, der zur Zeit des vespasianischen Krieges ,,trügerisch" wurde. Er nennt bei diesem Anlaß den Berg 11הצלמון. Der Name des Ortes und des Berges erscheint in den Ausgaben der Mischna12 und im Babli, ebenso auch in der handschriftlichen Tosefta als צלמון mit 1; dagegen bieten Jerusch, und mehrere Hand- Schriften derM.und einZitat aus derTos.13 die Schreibung [צלמי (mit י). Schürer hat darin richtig Zelaftiv oder (== צלמי, wie צפורין צפורי) des Josephus erkannt14, der den Ort unter den durch ihn in Stand gesetzten Festungen nennt (Bellum II 206; Vita 37)'. 1 Neuere bibl. Forschungen, 99. 2 Orte und Wege Jesu3, 85. 3 Klein־, Beiträge (1909), 88 Anm. 2. S a f i r a. O. 4 Schiatter, Die hebr. Namen bei Josephus, 65. 5 D a 1 m a n a. O. 6 S. meine Ausführungen MGWJ 1915, 168 (wo der letzte Satz bezüglich עצמון nach den weiteren Ausführungen zu streichen ist) und in עבד הירדן היהודי 69 ,(תרפ״ה) Anm. 5. 7 Zahlreiche Beispiele für alle findet man in Schiatters (Anm. 6) angeführtem Werk. 8 Kilajim IY 9; Jebamot XYI 6. S. meine Beiträge zur Geogr. und Gesch. Galiläas (1909), 87 ff. Zur Stelle 87 Anm. 3. 9 Para IX (VIII) 2. Z 63737. 10 Beitr. a. O. ־— Wind fuhr im Palästina-Jahrbuch (von Dalman) 1922/23, 87. u למי חטאת] מפכי שכובד, בשעת פולמוס sc.j יורדת הצל מון אסורה. Zu יורדת (fern.) ist vielleicht das Wort שלולית hinzudenken. Zum Worte vgl. Fi 11 n האוצר iv, 577. * 12 ed. Wien (Schmid) Kil. צלמון, Jeb. צלמין. 13 RS zu Para VIII 9. 14 Theol. Ltztg. 1883, 509.