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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1927-01-01 · Heft 4 · p. Seite 231

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
71 (1927)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1927-01-01
Page
Seite 231 (sequence 2)
Language
German
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231 vom Verbum (Erklärung der Endungen» Suffixa) vorausgesetzt werden müßte, der Verweis auf spätere, noch gar nicht vorliegende Teile aber höchst unbefriedigend ist. Während Kautzsch die allgemeinen Erscheinungen der Verbalflexion bei der Behandlung der Qal-Formen darlegte, stellt Bergsträsser die allgemeine Besprechung der Verbalformen als besonderen Abschnitt vor die der einzelnen Konjugationen, was sachlich sicher das richtigere ist. Dagegen kann ich es nicht für glücklich halten, .wenn die Besprechung der Verbatsuffixe, die bei Kautzsch in einem besonderen Abschnitt auf die der einzelnen Konjugationen folgte, von Bergsträsser auf alle Einzelparagraphen über die Verbalflexion verteilt wird, wobei noch dazu ein Teil des Stoffes für •die Behandlung des Pronomens im dritten Teil zurückgestellt wird. Das ergibt eine Zerreißung einer einheitlichen Stoffmasse, die eine klare Uebersifcht ausschließt. Ebenso bedauere ich es, daß die Bildung des Imperativ nicht mehr gesondert von der des Indikativ Imperf. behandelt ist, wie das' bei Kautzsch der Fall war. Ich glaube, daß hier der Verf. ohne ,Not den von Gesenius-Kautzsch gebotenen Rahmen aufgegeben hat. . Eigenartige Grundauffassungen vertritt der Verf. vor allem an zwei Punkten, hinsichtlich der Entwicklung des Wortakzentes und seines Etrir flusses auf den Vokalismus (I § 21) und hinsichtlich der Entwicklung der Tempora (II § 3). Nachdem im Ursemitischen der Ton die letzte lange Silbe .getroffen hatte, wurde er nach Bergsträsser im Urhebräisehern in Nominal- und in suffigierten Verbalformen auf die vorletzte Silbe verlegt, in nicht suffigierten Verbalformen jedoch auf die vorletzte Silbe nur dann, wenn diese lang war, sonst auf die drittletzte. Ich glaube nicht, daß dieses Prinzip wirklich durchführbar ist. Von ihm aus ist z. B. die durch vorausgesetzte Betonuiig kataltümu nicht zu erklären, was der Verf. übersehen hat, wenn er kataitümu’als Beleg zu seiner Regel ausdrücklich mit anführ.t (die Silbe tu ist nicht lang!). Ich glaube, wir müssen annehmen, daß im Urhebräischen der Ton durchgängig auf die vorletzte Silbe fiel, wo ihn ,noch jetzt. die P a u s a!formen zeigen; die Konsequenzen, die das für den Vokalismus hat-, kann ich hier nicht weiter verfolgen (vgl. dazu meine hebräische Grammatik). Daß Bergsträsser selbst an diesem Punkt unsicher ist, zeigt ‘ übrigens der Vergleich von I § 21 f mit § 29 i. Bezüglich der Tempora entwickelt der Verf,. eine sehr komplizierte Theorie, die jedoch eine Stütze darin hat, daß ein von ihm angenommenes Entwiicklungsstadium durch das Akkadische bezeugt ist und daß der tatsächliche Tempusgebrauch von ihr aus einigermaßen .erklärt werden kann. Bei dieser Theorie spielt das von Meinhof für einige afrikanische Sprachen aufgestellte Prinzip der Polarität eine bedeutsame Rolle., Es '"wird abzuwarten sein, ob es gelingt, die Wirksamkeit dieses Prinzips in der Ent- Wicklung der semitischen Sprachen in weiterem Umfang nachzuweisen;'die vereinzelten Beispiele in II § 11 reichen dafür doch noch nicht aus,. Im einzelnen wäre natürlich gar manches zu erwähnen, worüber man mit dem Verf. rechten könnte. Ich nenne beispielsweise I § lOd, wo der Ver.f. sich der neueren Behauptung anschließt, daß alle Vokal Zeichen lange oder kurze Vokale bezeichnen können. Ich sehe in dieser Behauptung eine. bis zu einem gewissen Grade berechtigte Korrektur der älteren, auf J. Kimchi zurückgehenden Auffassung, glaube aber, daß sie in ihrer allgemeinen Formulierung doch übertrieben ist. Der Verfasser hätte hier die Beweiskraft der Argumente doch schärfer prüfen sollen. Daß man vor Dagesch forte conjunctivum ein ־r und v kurz lesen sollte, ist gewiß richtig; aber geschrieben ist m. E. ä bzw. äe, weil die betreffenden Formen sonst auf ä bzw. äe auslauteten, vielleicht auch das Dagesch conj. nur ־einer nicht allgemein anerkannten Theorie entsprach. Dieser Fall bildet also ■m. E. auf dem Gebiete der Punktation eine Parallelerscheinung־ zum Kere und Ketfb, kann aber jedenfalls wegen seiner Singularität und wegen der Möglichkeit anderer Erklärung kein entscheidender Beweis für die obige Behauptung sein,. Ferner beweist der Parallelismus. der Formen, ירן־*ל. und : יכ5ד nichts für ~ ö, denn wo s i che r ö gemeint ist, schreibt man trotz jenes Parällelismus ־=־; vgl. קככתם. x נןטלחם oder עז x עז־ wie יד־ :■יד (auch liier sehe ich; in der selteneren Schreibung כל־ einen Fall des Ketib und Kere). . Der’Paralleiismus von קטל und קטלי beweist so wenig ,für .ein kurzes ־־־י־ •wie;der. .von ה^טילד .und <הכןטול<ת für kurzes ׳.־ל־י In beiden Fällen folgt die 3. :Persb der

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