Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 71 (1927)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Zu Baneths "Textkritischen Bemerkungen" [Nachricht]
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 136 (sequence 4)
- Language
- German
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136 בבניך תפדה (Exod 1313)על פדיון הבן und nicht, was doch richtiger wäre, על פדיון בני, weil, wie schon erwähnt, der בלל ישראל für die Erfüllung der מצות מילה und פדיון הבן an einem jeden jüdischen Kinde verantwortlich ist, so daß die ganze bei diesem Akte versammelte Gemeinde als Vollzieher dieser Gebote zu betrachten ist und die Segenssprüche להכניסו und על פדיון הבן in ihrem Aufträge gesprochen werden. — Vielleicht wäre auch deshalb die Formel להכניס את הבן bei der ב״מ nicht angebracht, weil das Kind noch קיימא p ספק als zweifelhaft lebensfähig gilt und deshalb noch nicht als p, d. h. im Sinne von קיימא p, bezeichnet werden kann. Bei פדיון הבן hingegen ist es bereits יצא מכלל נפל und daher auch על פדיון ה ב ן. Zu Nr. 14. Was צרה und .צוד betrifft, so ist רב עמרם גאון הלבות מילה für den Imperativ .צוד, während Baer im סדור כבודת הקדש für das Perfectum צוה eintritt. Pessen. T Zu Nr. 14. Nach den Worten: im selben Satze jedoch dürfte er normalerweise nicht Vorkommen fügt Prof. Baneth hinzu: Psahim x 6 liest die Oxforder Handschrift (s. מיענו למודדים (דקדוקי סופרים ולרגלים אחרים (anstatt יגיענו), wonach auch unsere Haggada-Ausgaben zu berichten sind. Es folgt ja שמחים בכנין עורך in der 2. Person. Zu Nr. 16. Die Annahme Baneths, daß sich in der Bibel keinBeispiel für zwei im stat. constr. mit ו verbundene Wörter findet, ist nicht ganz zutreffend, da Daniel 14 כשדים pספר ולש bietet. Freilich ist diese unhebräische Verbindung sicher uns auf sklavische Uebersetzung aus dem vorauszusetzenden a r a - maischen Beispiel כתבא ולשנא דכשדיא zurückzuführen1. Perles. Zu Nr. 19. E. Baneth befaßt sich S. 262 mit der in den Gebetbüchern an den Worten des R. Simon ben Ganckel vorgenommenen Aenderung. Eine eingehende Erläuterung zu dieser Mischna ist in meinem Kommentar zu der 1908 nach den Handschriften begonnenen und nicht fortgesetzten Edition des שאילתות enthaltenen Probeheft, S. 11, הגהות והערות, wo darauf hingewiesen wird, daß im Gegensatz zu der Lesart in den gedr. Scheeltot דעל קושטא in den Hss. zu lesen ist דעל ד י נ א דקושטא und die Richtigkeit der Voranstellung des דין durch andere Sentenzen des RS 69 geschützt wird. Es wird dort ferner darauf aufmerksam gemacht, daß Raschi zu Abot 1,18 mit Bezug auf den (irrtümlich von Abschreibern aus der Bemerkung des R. Mana übernommenen) Bibelvers אמת ♦ ♦ 4 שפטו בשעריכם die Bemerkung macht 'וסמך ליה אולי יחנן וכ, woraus ich schließe, daß Raschi (oder wer von seinen Schülern den Komm, zu Abott verf. hat) nicht diesen Bibelvers, sondern den Satz Arnos 5, והציגו בשער משפט im Texte vor si ch hatte, der in der Tat eine treffende biblische Stütze für den Gedanken ist, daß das Recht vorangestellt ־werden müsse, wie auch deutlich der Gedanke RSbG in Deuteron, r. (P. Schöftim) erscheint ארשב״ג אל תהי מלגלג בדין וב׳. A. Kaminka, Wien. 1Siehe meine Analekten. Neue Folge. S. 86.