Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 71 (1927)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Eine unbekannte mystische Schrift des Mose de Leon
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 121 (sequence 13)
- Language
- German
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121 weiten findet sich 372* 1. Auch Stellen, die ganz die ״philosophische Begeisterung"2 3 gewisser Zoharstücke aufweisen (z. B. der Deduktion des Elia am Anfang der Tiqqunim), begegnen hier, und außer den schon oben erwähnten Stücken mit alchemistischer Symbolik lassen sich auch noch viele andere Parallelen auf zeigen, deren Bedeutung sich wohl erst im Zusammenhang des Ganzen einer ausgeführten Zoharkritik zeigen kann. Welche Schrift des M. d. L. enthält nun dieses Fragment? Identität mit dem halachamystischen S. ha-rimmon ist ausgeschlossen, unser Fragment enthält auf 100 Seiten keine einzige Halachadeutung! Das S. Or zaru'a, von dem sich etwa die Hälfte in Cod. Poe. 296 der Bodleiana erhalten hat, liegt mir in einer Photographie vor. Es ist ganz anders disponiert (zerfällt in 7 Teile, von denen 3y2 erhalten sind) und enthält eine philosophisch-mystische Erklärung des 1. Genesiskapitels, ohne der Sephira-Kabbala auch nur einmal ausdrücklich zu erwähnen. Der Umfang der Schrift war sehr gering, die erhaltene Hälfte nimmt nur 8 Blatt ein. Identität mit unserem Münchener Fragment scheidet also gänzlich aus. Daß unsere Schrift älter ist, als die bekannten Schriften, folgere ich aus mehreren Gründen. M. d. L. zitiert keine andere Schrift von sich, während er sonst mit Verweisen nicht spart. Er folgt seinem literarisch jedenfalls älteren Zeitgenossen Gikatilia noch in der Anordnung der Sephiroth von unten nach oben, während er in allen späteren Schriften ausnahmslos die andere Ordnung einhält. Im S. scheqel ha-qodesek p. 124 heißt es am Schluß des sehr kurzen lichtmystischen Abschnittes לעיין בנד ותמצא האור המורגש השחור למטה והאור הבהיר למעלה והכל הוא סלד אחד שאין בו פירוד בשום צד ובבר התעוררנו זה והבן זה. im Scheqel haqodesch ist dies Motiv jedoch nirgends behandelt, wohl aber aufs ausführlichste, wie oben besprochen, hier 375b ff. Es ist wahrscheinlich, daß er auf diesen Text anspielt. Nun kennt der Scheqel ha-qodesch außer dem S. ha-rimmon und S. ha-nephesch ha-chakhama nur noch sein Erstlingswerk S. schuschan 'eduth?. Von diesem sagt er p. 121, in dem Kapitel über die Elemente, Metalle usw. in ihren אחה אהד בלי פירוד. וההן על אשר אסרנו בסוד הפסוק הזה כי• הל הדהר הנאחז למטה באור השחור הוא נכלה ומתעכל כי כל דרכו להיות אור השחור מכלה כל מה שנאחז בו למטה. אמר משה לישראל דרך האור השחור כך, אבל אתם הדבקים בה' אלהיכם ואינכם כלים,• חיים בלכם, הפך ממה ■שדרכו להיות, מפני חבתכם ואהבתכם אצלו. 1 Bei der Besprechung der ״Urluft“, des mystischen ,.^ethers“, der Ketker ist, heißt es ziemlich dunkel: ועל כן תוכל לדעת כי בהיות מעלת הארך הזך קדמון שאינו נתפס, אין כל הדברים יכולים לעמוד ולהתקיים ועל 1כן1 אמרו רז״ל בתחלה היד. הקב-ה בונה עולמות ומחריבן. מפני מה? מפני שכולם צריכים לאויר והאויר אינו נתפש ולא היו יכולין לתפוש בו ועל כן כולם נחדבין שלא היו יכולין לעמוד עד שהוציא הקב-ה אויר seil, die חכמה cf. den Anfang des Scheqel) אחד מההוא שאינו נתפש, אויר שהוא נתפש ומזה ד,אויר נשתלשלו בל הדברים ונתקיימו מפני שהוא נתפש שהרי החכמה [ha-qodesch נתפש 1ח בבינה ונתקיים ארר בנפש ונתהוו כל ההרות. Der kurz vorher ausgesprochene Gedanke, daß jede cj>oyy\ (נפש) zu ihrem Bestände ein pneumatisches Element אויר braucht כי כל נפש אין קיומה זולתי באויר, ist sicher älteres stoisches Gut; er liegt schon den auf gaonäisches Gut zurückgehenden dämonologischen Theorien über die אוירין der שדים (== körperlose נפשות) zu Grunde, die in der Abhandlung des Isak ben Jakob Koben in Cod. Berol. qu. 833 ausein- 'andergesetzt werden. 2 Cf. Stern in Ben Chananja II, 19. Hier vor allem 365b, ebenfalls über כתר. 3 Der Titel nach der Ueberschrift von Psalm 60.