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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1927-01-01 · Heft 3 · p. Seite 104

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
71 (1927)
Issue
Heft 3
Article
Die neuhebräische Aufklärungsliteratur in Galizien
Date
1927-01-01
Page
Seite 104 (sequence 5)
Language
German
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5; Söhar Chadasch le-Piirim, Humoristische Parodie für das Purimfest in der Sprache des ״Sohar‘V (Herausgegeben mit Einleitung von Moses Tenenbäum.) 1890. 6. Ueber Feders Auftreten gegen Lewin und S. J. Bicks Vermittlung, Vgl. Israel Weinlös 1־. c. Haolam Nr. 41, 1925, S. 819—820. In dem ersten von Tobias Feder gedruckten Buche, Bajith Neeman1 nennt er sein Eirez Moledot ״die heilige Gemeinde" Przedborz (im Krakauer Kreise). Wir können also Tobias Feder für Galizien in Anspruch nehmen. Sein Geburtsjahr ist unbekannt. Von seinen Lebensumständen wissen wir sehr wenig. Aus seinen, bei dem Herausgeber seines letzten Werkes (Zohar Chadasch le-Purim, abgedruckt im Ozar Ha-sifrot 5649/50 — Abteilung Satire und Humor) Moses Tennenbaum., Tarnopol, aufbewahrten Briefen entnehmen wir, daß er 5546 (1786) bereits Meiamed war. In der Vorrede zu seinem erwähnten Erstlingswerke aber dankt er seinem Schwiegervater, dem Rabbenu hamuflag Josef, aus Piotrkow, daß er ihm ermöglicht hat, sich fleißig dem Thorastudium hinzugeben. Daraus ersehen wir, daß er nach Piotrkow mit der Tochter eines gelehrten Mannes verheiratet war und daß er 1786 die idyllischen ״Kostjahre" bereits hinter sich haben mußte. Sein Familienname lautet in seinem Erstlingswerke Gutmann, jedenfalls deutet der Zuname Feder, unter dem er allgemein bekannt ist, und unter welchem seine meisten Werke erschienen sind, darauf hin, daß er einer Familie von Söfrim entstammt ist. Alle Nachrichten über ihn stimmen denn auch darin überein, daß er mehrere Jahre mit Handelsangelegenheiten reicher Leute beschäftigt gewesen, von diesen um seine Provision gebracht wurde und sich dann meist als Korrektor der Sifra Thora durchbrachte. Im Charakter dieser Beschäftigung lag es denn, daß wir ihn allemal in andern Städten antreffen: Piotrkow, Przedborz, Wladarka, Kempno, Chelmno, Berdyczew, Brody, Tarnopol, und daß er viel in Bäte midraschim und ״Klausen" zu tun hatte. Hier brachte die jüdische Jugend den größten Teil ihrer Zeit hin. Es ist also natürlich, daß Tobias allmählich ein Verbreiter neuer Ansichten über Grammatik und Dichtung in diesen Kreisen wurde. Viel Glück brachte ihm diese Beschäftigung nicht; wir erfahren also aus seinen genannten, noch nicht edierten Briefen, daß er bereits 1786 Meiamed gewesen ist und die meisten seiner unschätzbaren hebräischen Briefperlen als Vorlagen für seine Schüler verfaßt haben soll. Er soll auch manchmal als Doresch Umettif, als Bai köre und an den hohen Feiertagen als Schliach Zibur auf getreten sein. Als sein Mäzen stand ihm bis an sein Lebensende Rabbi Josue Heschel, Rabbiner von Chelmno,-selbst ein tüchtiger Grammatiker, zur Seite. So oft Feder in. Chelmno wohnte, oder von da zeitweise nach Berdyczew übersiedelte, sorgte Rabbi Josue für seinen Unterhalt. Auf allen seinen Wanderfahrten war er viel mit schriftstellerischen Arbeiten beschäftigt, doch hatte er nicht immer genügend Papier und Tinte zur Hand, um seine;Ge4änken zu fixieren. Rabbi Abraham Mendel Mohr, der bekannte Lemberger Publizist und Editor, erzählt uns in der Einleitung zu Tobias Feders Schwän'enjp'sang: Kol Mechazezim (Lemberg 1851) diesbezüglich folgende Anekdote: Feder übernachtete 1 Sefer Bajith Neeman. Berlin 1794. . . . .:

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