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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1927-01-01 · Heft 3 · p. Seite 86

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
71 (1927)
Issue
Heft 3
Article
Schriften zur Bibelwissenschaft [Rezension]
Date
1927-01-01
Page
Seite 86 (sequence 6)
Language
German
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86 sei, .״die ganze Kraft und Wärme der religiösen Anhänglichkeit, die bisftör auf: so viele Jhvs verteilt war, zu vereinigen4 % Ich glaube nicht; daß er mit den vielen Jhvs Recht hat. Aber ob Recht oder Unrecht: ist wirklich für die ernste Erkenntnis religionsgeschichtlicher Tatsachen etwas getan, wenn — nicht hier bei Duhm — die Pluralität der allenthalben den Namen Baal tragenden Gottheiten durch den Hinweis auf Erscheinungen von christlichem Heiligenkult und Marien Verehrung ,,veranschaulicht“ wird? Mit welcher Selbst- Verständlichkeit wird (S. 151) das Bewußtsein einer ״Doppelheit und Teilungsfähigkeit des Individuums“ vorausgesetzt! Alles mögliche Dinge; denn wenn etwas wirklich ist, muß es ja möglich sein — aber sollte es dem unmittelbaren Ertrag religionsgeschichtlicher Forschung nicht förderlich sein, von derartigen psychischen Erscheinungen erst ein klares Bild zu entwerfen, das ohne Zuhilfenahme medizinischer und psychologischer Erkenntnisse nicht gemalt werden kann, als die Schemata des Psychikers u. a. vorauszusetzen? Wenn schon die religiösen Phänomene auch nach kulturgeschichtlicher Methode untersucht werden, so muß zuerst nach Klarheit über das Wesen der Kategorien, in die sie einzuordnen sind, getrachtet werden. Eine philologisch-religionsgeschichtliche Untersuchung über die Phrase שוב שבות bringt E. L. Dietrich in einem Beiheft zur ZatW: Die endzeitliche Wiederherstellung bei den Propheten (Töpelmann 1925). Ein geschichtlicher Ueberblick zeigt, daß sowohl die traditionelle Bibelauslegung wie die moderne Wissenschaft schwankend sind, nämlich zwischen der Ableitung von שוב und derjenigen von שבה. D. glaubt —י unseres Erachtens mit Recht —, daß die ausschließlich grammatisch-exegetische Forschung mit diesem Problem nicht ins Reine kommen wird; er sucht darum diese Arbeit durch Herausstellung des religionsgeschichtliehen Sinnes zu ergänzen, da ש״ש terminus technicus eines bestimmten religiösen Kreises, nämlich desjenigen der Propheten, sei. Das wird durch die exegetische Untersuchung bestätigt, die ש׳״ש als Ausdruck der Heilsprophetie aufzeigt. Für diese bedeutet es (nach Ez 1655) entweder die Rückkehr in den alten Zustand, oder es heißt ״Exil wenden“. — Die grammatische Hauptschwierigkeit; beruht darin, daß weder שוב noch שבה transitiv sind. Die Ausnahmen Nu 1036, Mi 2$,*Ps 855, Job 39i2 werden in ihrer Echtheit angezweifeit. Der Autor sucht die Antwort־, darin, daß sich in Phrasen oft das Bequemere anstelle des grammatisch Richtigen Platz verschafft: שוב שבות sei eine Vereinfachung von השיב שבות. — Religionsgeschichtlieh reiht sich die Phrase dem terminologischen Apparat der Eschatologie ein und bezieht sich bald auf die Wiederkehr der paradiesischen Urzeit, bald auf die Aufrichtung der alten nationalen Herrlichkeit. Schließlich zwei Schriften zur Einleitung in das A. T.: Georg Beer gibt eine ״kurze Ueb ersieht über den Inhalt der .alttestamen 11 i c h e n Schriften“ (Mohr, Tübingen 1926) als Seitenstück zu J. Bauers Inhaltsangabe der neutestamentliehen Schriften. Jedes einzelne biblische Buch, bezw. eine große, ihrem Inhalt nach zusammengehörige Gruppe von Büchern, wie ,Pentateuch bis Könige, werden־, kurz literarhistorisch eingeleitet -und "danach in:, Kapiteln oder Versgruppen. inhaltsgemäß in größter

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