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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1926-01-01 · Heft 5 · p. Seite 420

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
70 (1926)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension]
Date
1926-01-01
Page
Seite 420 (sequence 3)
Language
German
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420 S. 380 sub c wird p. Qid I 7, 61a, 21 angeführt. Die Worte .מד, למצוד או לעיכוב werden übersetzt: ,,Ist das (daß der Vater dem Sohn ein Weib zn nehmen hat) als ein bloßes Gebot gemeint oder als ein Hindernis (so daß der Sohn unverheiratet bleiben muß, falls der Vater seiner Pflicht nicht nachkommt]“. Die in der letzten Klammer enthaltenen Worte sind unrichtig. לעיכוב heißt als ein Muß, so daß man den Vater zwingen kann. Dieser Irrtum ist um so auffallender, als im weiteren Verlauf der Anführung das Richtige gesagt wird. S. 399 Mitte: Aus Sukkah 25b folgt nicht, daß ,,Hochzeiten am Laubhüttenfest nichts Ungewöhnliches waren•‘. Denn es kann sich doch um Fülle handeln, wo die Hochzeit nahe vor dem Feste stattgefunden hat. S. 665 unten: קנתר דברים. Es muß heißen: קנתר בדברים. S. 722 wird die Stelle p. Jeb 8, 8d, 21: גר תושב צריך שיקבל עליו ע׳י׳מ שיהא אובל נבלות übersetzt: ,,Ein Ger-toschab muß auf sich nehmen die Bedingung, daß er Nebeloth essen wolle“. Aus dem Weiteren ist zu ersehen, daß die Stelle so verstanden wurde, als ob behauptet würde, daß der Ger-toschab die zwingende Verpflichtung zum Essen von Nebeloth auf sich zu nehmen habe. Davon kann natürlich keine Rede sein. Die Stelle ist vielmehr zu übersetzen: Bei der Uebernahme der Verpflichtung, die Gebote der Thora zu halten, muß sich der Ger-toschab das Essen von Nebeloth ausdrücklich Vorbehalten (anderenfalls dürfte er es nicht tun). Das macht erst die Worte R. Helas verständlich: יאמרו דברים ככתבן es ist so, wie in der Thora geschrieben steht. Diese Worte R. Helas erläutert R. Jose har Chanina durch Hinweis auf Deut 1421: ,,Dem Ger in deinen Toren magst du es geben, daß er es .esse“. Die Ausnahme, meint R. Heia, sei durch die Schrift schon gegeben und es bedürfe daher im Einzelfalle keines besonderen Vorbehaltes. ]Der Pne Mosche und andere Erklärer des Jeruschalmi erklären die Worte R. Helas durch Heranziehung der bekannten Meinungsverschiedenheit zwischen R. Me’ir und R. Jehudah in der Deutung des angeführten Bibelwortes. Das ist m. E. unnötig. S. 731 sub ß wird gesagt: ,,.טרפד heißt im Rabbinischen jedes lebende Tier, das mit einem Leibesfehler behaftet ist, bei dem es erfahrungsgemäß nicht am Leben bleiben kann, zweitens jedes tote Tier, das an einem solchen Fehler eingegangen ist“. Das Letztere ist nicht richtig. Bekanntlich ist es eine Frage, ob das Schlachten eines mit einem solchen Leibesfehler behafteten Tieres dieses rein mache, d. h. ihm den Charakter der Nebelah nehme. Die Entscheidung ist bejahend. Daraus ergibt sich als selbstverständlich, daß dasselbe Tier, wenn es ohne Schlachtung eingeht, als Nebelah anzusehen ist. S. 734 sub a: קל in den Worten Ben Azzais ist nicht zu übersetzen kein leichteres sondern kein leichter zu erfüllendes. Ein Verbot, dessen absichtliche Uebertretung mit dem Ausrottungstode bestraft wird, kann kaum als das leichteste bezeichnet werden. S. 738 Mitte: Dagegen gilt . . . auch den Israeliten. Muß heißen: den Noachiden, S. 749 sub f: Die Worte in der Klammer sind überflüssig. Es liegt durchaus kein Grund vor, die Worte (Naz. 5, 5) הרני נזיר שא, מכם נזיר als von dem Entgegenkommenden gesprochen anzusehen. Ebd.: Die Schule Hillels dagegen sagt: ,,Nur der ist Nasiräer, dessen Worte nicht zutreffen“. Soll die LA שלא נתקיימו דבריו erhalten 1werden, so muß man übersetzen: ,,Nur . . . dessen Meinung nicht zutrifft“. Man hat sich dann den Vorgang so zu denken: A und B sehen jemand kommen. A sagt: Da kommt ja C. Darauf B: Ich soll ein Nasir sein, wenn das C ist. Seine Meinung ist somit, daß es nicht C ist. A bleibt aber bei seiner Meinung und sagt: Ich soll ein Nasir sein, wenn es nicht C ist (vgl. Maimonides). S. 750 oben Z. 8: Hiernach usw. Stimmt nicht; was hier als Ansicht des R. Me'ir angeführt wird, ist die Ansicht der Chachamim, wie aus Tosefta zu ersehen ist. S. 756 Z. 6: ״schrie er und floh“. ״Schrie“ ist Uebersetzung von צרח. Die richtige LA ist jedoch צרת ליה״ es wurde ihm bange“. S. 813 f. (Exkurs: der Todestag Jesu): Mk 1412 und Mt 26, wird der Tag, an dem Jesus mit seinen Jüngern die letzte Passahfeier begangen, also der 14. Nisan, als der erste Tag der ungesäuerten Brote bezeichnet. Es wird nun darauf hingewiesen, daß es in der rabbin. Literatur etliche Stellen gebe, die gleichfalls den 14. Nisan als ersten Tag des ganzen. Pass allfestes zählen.

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