Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 70 (1926)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Die Schreiberfamilien: I. Chronik 2, 55
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 415 (sequence 6)
- Language
- German
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- Hebron 1× ep/1047559
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415 höft für ■Rosse“1. Die Lage von (חצר פלסה, פלסים ist bekannt; sie wird durch den heutigen Namen Hirbet Abü Süsein bezeichnet2, unweit westlich Be'er Scheb'a. In der unmittel־־ baren Nähe muß ביח מרכבות gelegen haben, das in unserem Vers I Chron 255 als בית רבב erscheint3. Daß ein Ortsname bald in Pluralbald in Singularform gebraucht wird, zeigt gerade das Beispiel von חצר סוסים bezw. ח' סוסה; daher wird man an der Identität von בית מרכבות mit רכב ) בית רבב) kaum zweifeln dürfen. Der Urahn der nach Söchö, Schem/a und Tar'ä verschlagenen Keniter stammte also aus diesem Orte. Wo ihr späterer Wohnsitz bei יעבץ war, wird leider nicht gesagt. Jedenfalls war dieser in Juda, und da darf wohl mit Recht auf den judäischen Ort קרית ספר hingewiesen werden, dessen Namen LXX (Jos 1515, Richter lu) 7r6hs Tpaniidtiov, also קרית ספר lasen. Dieses lag jedenfalls unweit Hebron; vielleicht war es gerade der Wohnort von יעבץ und unserer Schreiberfamilien? Daß es im alten Israel Schreiberfamilien gab, beweisen die wohlbekannten Worte im Deboralied (Richter 014). Die zahlreichen beschriebenen Ostraka, die durch die neuesten Ausgrabungen in Samaria4 und Jerusalem5 6 ans Tageslicht gefördert wurden, legen beredtes Zeugnis für die Verbreitung der Schreibkunst in der Königszeit ab. Dieser Zeit gehört auch die wertvolle Notiz in Chron 255 an, die nach den obigen Untersuchungen auf folgende Weise zu übersetzen ist: ,,Und die Schreiberfamilien, die bei Ja'bez wohnten, die aus Tar‘ä, aus Schem'a, aus Söchö waren, sind die Keniter, die ihre Abkunft haben von Hammat, dem Vater von Bet- Rech ab.“ N[’a c h s c[h r i f f. 1. Nach Beendigung der vorliegenden Arbeit fand ich die liier vorgetragenen Erklärungen der in I Chron 255 vorkommenden Namen zum großen Teil in einer versteckten Anmerkung von Israel S. Horowitz״ wenig gekanntem Buche: ארץ ישראל ושכנותיה (Wien 1923), S. 146 Anm. 5. Daß ich unabhängig von ihm zur gleichen Auffassung der rätselhaften Namen gelangt bin, freut mich auf- 1 Ilire Gründung gehört wohl sicher der davidischen oder der salomoirischen Zeit an, vgl. II Sam 84, I Kön 91g, 1026: ערי הרכב. So schon S ch w arz: תבואות הארץ (Lemberg 1865) 6$. 2 Albrigt JPOS IV, 57 f. 3 Demnach ist die eigentümliche Korrektur Benzingers, S. 11 (-tn בית ,,der Mittelpunkt eines kleinen Aramäerreiches südlich von Damascus“) ganz hinfällig. 4 Harvard Excavations at Samaria 1908—1910 by G. A. Reisner etc. 1924, S. 227—247. S. in Kürze meine Bemerkungen in den ידיעות המכון למדעי היהדות I. ( Jerusalem) 67 f. 6 Bulletin of the American Schools of Oriental Research Nr. 15 (Oktober 1924), Seite 12. Der Text ist seitdem in verschiedenen Zeitschriften (Q.St., PEF.; ZAW.) publiziert worden.