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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1926-01-01 · Heft 4 · p. Seite 280

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
70 (1926)
Issue
Heft 4
Article
Zur Geschichte der Juden in Pappenheim
Date
1926-01-01
Page
Seite 280 (sequence 4)
Language
German
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280; Marschällen. Wie die beiden folgenden Urkunden zeigen1, gestatteteer ihnen selbst die von den Juden als kaiserlichen Kammerknechten;' einzufordernden Leibzölle einzuheben, und noch mehr, er dekretierte alle von dem Pappenheimer an die Juden zu leistenden Schuldsummen als aufgehoben * dies alles, ,,weil die Juden in unser- und des Reiches;Kammer gehören und mit ihnen tun mögen, was wir wollen/*' 1. Urkunde vom Jahre 1 8 4 9. Wir Karl von. Gots Gnaden Römischer. Kung ze allen Zeiten Merer desc Reichs und Kung zu Beheim tun. Kunt mit disem Brief allen den die in sehent; hören oder lesen, daz wir den Edeln lüten׳ unsern lieben getreuen, Burcharden ־ vpn Mrbach und Heinrichen von Bappenheim, unser und dez Reichs Märschalk״ umb den Dienst, den sie uns und dem Reiche vormals an unterläzz fleizziglichr und ־williglich erzeg.t und getan haben, und auch noch wol mugen in Künftigen - Zeiten, wol gunnen und auch erlauben, daz sie alle die Juden die itzunt bei; in ־und in iren Vesten wenent seint, oder noch durch Frides und besserung willen ander sie zugen, daz sie die beschirmen, von unser und dez Reichs wegen״ an ir leibe und an ir gut und in auch geholffen.sein aller irr schult der man in schuldig war, aller mennlich Edel öder Unedel Gaistlich oder Weltlich und was nutzes uns und dem Reich die vorgen Juden Darumb als dez Reichs. Kamer Knecht ze geben und ze zirinßen schuldig waren und auch seint, denselben Zins und auch nutz bescheiden wir und geben den vorgen Burcharden; und auch Heinrichen, inzenemen und uffzeheben gar und genzlich an alle Hindernuzz. Urkund ditz briefs mit unserem Ingsigl versigelt, der geben ist' zu Nuremberg nach Grists geburth dreizehenhundert und in dem Newn und; fiertzigsten Jar des nechsten Freitags nach santh Michelstag, Im fierden. Jar unserer Reiche. 2. Urkunde vom Jahre 1 3 4 9. Wir Karl von Gotes genaden, römischer Kung, zu alle ziten merer des; Richs und Kung ze . Beheim. bekennen ofenliche mit disem Brief und tun.־ chunt allen den die in ansehent oder hörent lesen, das wir unserem liebn ge־, treuen Heinrichen dem Marschalk von Bappenheim durch der Dienst willen,,, die er uns und dem Rieh getan hat, und noch fürbaz tun mag abenemön und vertilgen alle schuld die er alle Juden, gelten sol und schuldig ist, wo sie. ge׳־־, sdzzen sein, sie sein lebendig oder Tot. Er hab die schuld verbürget, verbriefet, oder selb scholen dafür gesetzt wellen wir daz er sin selb scholen. sin bürgen• ledig sin, und sein bürg soll nicht leisten., und alle brief suln tod.sin und Kein ־ crafft noch macht habn. Und wellen auch was man uf in sin bürgen sin selb-. seholen, clag vor Geistlichen oder Weltlichem Gericht, daz die selben clag weder craft noch macht habn sullem Und dem vorgenannten Marschalk. sineii bürgen und sinen seischollen ze keinen schaden kommen sullen,. und wellen daz nieman Kheinen Ladbrief noch fürgebot über sie geben sol von 7 Khaiiien Gericht Gastlichen oder Weltlichem, wa־n die Juden in unser und des Richs Kamer gehören und mit in tun mugen waz wir wellen; Davon wellen, und gebieten wir allen unseren und des Richs geirewen, daz sie dem vorgenanten ־: Marschalk sin bürgen und sin selbscholen beschirmen, ob sie ieman von der Juden ,wegen leidigen, beschweren oder umbtriben müeht; Und auch nicht gestaten daz nimand keinen Ladbrief noch fürgebot über in sin bürgen und^ selbscholen geb, und ob darüber geb, daz Sol weder craft noch macht haben״_ und in allen ze keinem schaden körnen, mit Urkund ditz briefs, den wir in darumb gehn haben besigelt mit unserem Insigel, der geben ist ze Mentz״■} an des heiligen Liphnams Tag nach Cristus gebürt dreizehenhundert Jar und in. •dem: Nün.den und vierzigsten . Jar. > . . . ' Reich und. vielfältig in anderer Form sind die Beziehungen r der ReichserBmarschälle. zu ׳Pappenheim zu den Juden, während des ganzen 15. Jahrhunderts, wo sie vom Kaiser uiii verschiedener Ursachen willen die Judensteuern aus yerschiedenen Reichsstädten / bezogen. So gibt KaiserSigiäiiiünd dem' Wolgeborenen Herrn Grafen:: ^1Äbenfalls Gr. Papp. Archiv, Lade:,;9־7־--V• •5-׳ •־• ... . ־-

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