Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 70 (1926)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die Passivbildung des Grundstammes im Semitischen
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 258 (sequence 9)
- Language
- German
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258 Oelbaum,זמר אני ich erinnere mich,ראוי wert, würdig, מצוי vorkommend, sich findend u. ä.; sodann die biblisch-hebräischen Nomina agentis r צרורה) Zerstörerin, שמורות?יני die Hüterinnen meiner Augenwimpern, יקוד das auf dem Herde brennende Feuer u. a.138 Ob nicht auch ׳טה1ר rein, $1“Jj2 heilig u. a. noch hierher gehören, mag dahingestellt bleiben139. Für die sogenannten passiven Partizipien, wie נתרן gegeben u. a. gelten die obigen Ausführungen über das Arabische. Mitunter konnte sich diese Bildung im Hebräischen und im Ara•״ maischen — wie oben bei katil angeführt — sekundär zu einem Ab״ straktum entwickeln, wie z. B. שברר Bruch, eigentlich im Zustande des. Zerbrochenseins (Lev 2222), מלוכה Regierung, סגודא Anbetung> פלוגתא Zweifel u. a.140 Daß diese fafül-Formen nun meistens von u-Perfekten her״ kommen, läßt sich im Hebräischen direkt — bis auf שמלה un״ fruchtbar, kinderlos von שכל — jetzt nicht mehr nachweisen. Daß aber die u~ Stämme auch im Hebräischen zahlreicher vertreten waren, als es aus dem MT scheinen mag, verbürgt uns die babylonische Punktation, die noch u-Formen auf weist, wo deren Spuren in der liberianischen Ueberlieferung bereits verwischt sind, wie ומלך Jer 23b (= tiberianisch בטח ,(ומלך Job 620 (כבד ,(בטח ־־־ I Sam 418 <ככד ־־ y״ Indessen mögen die u-Formen einesteils in andere Perfektformen übergegangen und andernteils zurückgegangen sein, wie es auch im Pal.-Arabischen der Fall ist, sodaß der ursprüngliche Zusammenhang nicht ohne weiteres ersichtlich ist. Da hingegen im aramäischen Sprachgebiet die Bildung katül nur selten vertreten ist, — wie z. B. רחומא geliebt, צלוב gekreuzigt142 —, so ließe sich wohl annehmen, daß die u-Perfekta hier von vornherein, im Gegensatz zu den i-Perfekten, sich nicht reich ausgebildet haben. V. Diese Partizipien bzw. Adjektiva katül, katil und ketil nun, die zum größten Teil noch in ihrer ursprünglichen Bedeutung vorliegen, wobei im Arabischen die Form katül mittels der partizipialen Vorsatzsilbe ״ma“ in die Sphäre des Passivs eingetreten ist und im Aramaischen die Form pe’11 sich zur Perfektkonjugation ausgebildet hat — ebendieselbe Bildung hat in den indogermanischen Sprachen ein bequemes Mittel gegeben, um mit dessen Hilfe die Passivkonstruktion zu bilden. So konnte denn auch das lateinische Partizip 138 Ein Teil dieser Beispiele nach Barth, NB 122c, zu den übrigen vgl. Gesenius-Buhl und Levy s. v. 130 So z. B. lesen die Samaritaner waagöm für ועצום Gen 18n, 4r6r für ארור, fern, dagegen arüra, barök und baruk für ברוך; s. Petermann a. a. O. S. 17, 43. 140 Barth, NB § 82e, f. 141 Kalde, Massoreten des Ostens 183f, Der massoretische Text 52. 143 NB § 123d.