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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1926-01-01 · Heft 3 · p. Seite 198

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
70 (1926)
Issue
Heft 3
Article
Zur Terminologie und Geschichte der jüdischen Alchemie
Date
1926-01-01
Page
Seite 198 (sequence 5)
Language
German
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198 dem Pentateuch ein magisches sechstes,, siebentes und achtes Buch Mosis beizufügen sich vermaß, ist nur zu begreiflich. Das im Zohar III 299 a/b angeführte, bei Scholem S. 103 erwähnte magische ספרא דקר־טנא אסיא sifra de Kritona ״asjä״, das ,,Buch des Arztes Kriton“ ist natürlich ein solches Pseudo-Kritonisches Buch — zweifellos jüdischen Ursprungs, da es aus Bibelversen. Verhaltungsmaßregeln für den Arzt am Krankenbett abzuleiten versucht; ,,übersetzt“ bzw. ausgelegt ,,von Bukrates“ bedeutet natürlich, daß man diesen Kriton eingeschlossen, zitiert und kommentiert in einem der spätesten unechten Bände des Pseudo-Hppokrateischen Schriftenkorpus vorgefunden hatte. Warbürg hat nun a. a. O. zuerst gesehen, daß in einer Hs. in Rom (Reg. 1283), ergänzt durch Manuskripte in Wien (Cod. Vind. 5239), Wolfenbüttel (Guelferbit. 17. 8. Aug. 4)1 und Krakau (Cod. 793 DD. III 36), die alle auf ,,Picatrix“ zurückgehen, neben deutlich antiken Figurenbildern der Planetengottheiten die magischen Zahlenquadrate der einzelnen Planeten mit genauer magischer Gebrauchsanweisung auftreten, so wie sie sich bei Agrippa von Nettesheim finden. (Durch Prof, Warburgs Güte darf ich in der Anmerkung2 ein solches Planetenzahlenquadrat aus der angeführten spanischen Hs. der Vaticana —um 1300 — abbilden.) Daß Agrippa den ,,Picatrix“ gut gekannt hat, ergibt sich aus einer Anzahl von Anführungen daraus, die schon von Prosper Marchand3 und Dora Ulm4 zusammengestellt worden sind. Fraglos hat er also auch die arabischen, ursprünglich wohl hellenistischen5 Planeten- Zahlenquadrate aus. dem ,,Picatrix“. 1 -Vgl. Abb. 17 bei Fr. S a x 1 u. Erw. Panofsky, Dürers Melencolia I Stud. d. Bibi. Warburg II, Leipz. 1923, Taf. X. fc$uw ntfü \vy.%\nmc^z^ <a\u &mam qttctc qmcmm׳U ran uagu in *1 Z?. A $ 9■ 12 zh A 1A 4V zi T־ 10 1 »Ar -%-Z <r ZS vfC *öaxcn dcmvrüfot&as 3 Dict. historique ou memoires critiques et litteraires, La Haye 4758 bis 1759, Bd. II, 3, 142; Ritter a. a. O. S. 94, 5 4 Johann Hartliebs Buch aller verrotten Kunst usw., unters, u. hg. v. Dora Ulm, Halle 1914, S. LV. 5 S axl a. 0. a. O. vergleicht sehr richtig das bei Dornseiff, Alphabet in Myst. u. Magie, Leipzig 1922, S. 50, besprochene Quadrat. Da im Griechischen die Buchstaben Zahlzeichen sind, ist jedes solche Wort qu ad rat auch ein ZahlenquadraL

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