Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 70 (1926)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Die Passivbildung des Grundstammes im Semitischen
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 187 (sequence 8)
- Language
- German
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187 -daß also das Passiv lediglich mittelst Aenderung des zweiten Vokals •der bezüglichen Aktivform, ־wiedergegeben wird, wie z. B. ujassev ועב (Gen 2128). Impf. Hifil akt. massav מצב (Gen 2812) Partizip Passiv49. Was das Passiv des Grundstammes anlangt, so wird es — abgesehen vom Perfekt Nif al, welches wie im M. T. angewandt wird60 —im Perfekt häufig durch die peHl Form und im Imperfekt durch das entsprechende Intransitiv wieder gegeben. So z. B. leqi'a — hebräisch לקחה (Gen 223), leqita ל5־!חמ {Gen 319), leqi לל,ח (Gen 3״(״ jelidu 51ילדו ־=־ (Gen 1025> 3526> 4250, 5023), jiqqum (Gen 4lß, 24), jiqqa יקח (act. jeqqa). In der Sprache des Targums sowie der Liturgien wird sehr häufig die reflexive Ethpe’el-Form als Passiv zum Grundstamm angewandt. So z. B.יקם יתגבי (Gen 415),ילד אתילד (Gen 418) u. a.m. Bisweilen begegnet man auch der oben erwähnten KetIl-Form im Perfektiv ילד ־= ילסד (Gen ci) יואר לעיט (Nu 226) שפך ־=־ שפיך (Nu 3533) נודע חכים (Deut 21!) u. a. Auf hebräischen Einfluß sind wohl gelegentlich hier vorkommende Nifal-Formen zu schieben, wie נפלגה נפלגת (Gen 102&), יקירה ונוראה) נורא נוראה) (Deut 2858) und einige formelhafte Phrasen. Dagegen findet sich hier anstatt dessen eine Verbalform אפ|טל bzw. הקטל. Die Schärfung des ersten "Radikal scheint dabei wesentlich zu sein, und so müßte denn auch das Imperfekt י?ןטל lauten. Im Perfekt נתמלא אסלת <Gen 6נכמרו אכמרי (״ (Gen 43s0). — הכפתו למליך) הכפתו) they *submit themselves, foi. 44, Zeile אגלו ,ז sie erschienen (דאגלו בעדנן, ואגלו ביומינן) Foi. 47, Zeile 2 אגליך ,כ ,ל Pers. in eben- 49 Weitere Beispiele: Part, akt Hif’il megged מניד— Part. Pass, Hof’al, massav מצב Gn 2812> is6v דדציב (Gn 14le, 4118) und wis§v והחייב (Gn 4821), ammüsav המו^ב Gn 431a), ujuled וי1לד (Gn 53, 4, 6, s, 10,!2,!6,) ulida 1ד.1ליד (Gn 54, 7, 13 u. ö.), Impf. Hof. jümat י^מת (Gn 26n) u. Aehnl. (S. Petermann ib p. 57 ff.). Dies nach Art des Gemeinaramäischen. Vgl. mand. Pael, akt: משאלים grüßt, מבאריך segnet, Pael pass. מבאראך ,משאלאם U. a. m. (S. Nöldecke, Grammatik § 175), ebenso verhält es sich bekanntlich im Bibl.-Aram. u. im Syr. Cf. hebr. ,יקויטל;ק1טל /קוטל מקוטל ^מקרטל;יק1ט<ל. Vgl. Dalman, Gram. § 596. דיו#ב (Gn 4228) lesen die Samaritaner Petermann zufolge ״uwwäsav“. Man konnte etwa versucht sein, darin eine huktal-Form zu sehen. Indessen möchte ich darauf hin weisen, daß das Sam. wie das* jüd. Aram. die Hif’ilformen der schwachen Stämme mit einem ר zu bilden pflegt, so usavnu und schon im MT 1ד.#1בנ für השיבנו (Gn 44s). — (U. a. m.; s. Petermann passim weitere Beispiele. Cf. bibl. aram. לד,ובדה ,יהוברון (Dn 212, 1g u. ö.), jüd. aram.von Verben אודיך :פ״א wartete O. Jer. I, Gen 810s. Dalman, Grammatik 2 (Leipzig 1905) 302' s. daselbst die weiteren Beispiele; — von הותיב עו״י (Kil. 27d), אודיק (Bez. 63a), אוקים (Jer. I. Deut 919) u. a. m. (D. ib 323). Dazu noch ארבץ, — das ich bei D. vermisse — ,,ich werde erklären“, Aboda zara 41a. 60 Das einzige Beispiel eines Nif’al-Stammes für ein bibl. hebr. inneres Passiv ist nigganevti גכבחי (Gen 40I5), s. Petermann p. 205. 51 Obschon stets defektiv geschrieben — abgesehen von ילידו (Gn 5023) nach Petermann ib p. 46 und nach einer Handschrift (S. 0. Gail, Der hebr. Pentateuch der Samaritaner, Giessen 1914) — sichert die von Pet. bezeugte Betonung die Länge des i-Vokals.