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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1926-01-01 · Heft 3 · p. Seite 183

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
70 (1926)
Issue
Heft 3
Article
Die Passivbildung des Grundstammes im Semitischen
Date
1926-01-01
Page
Seite 183 (sequence 4)
Language
German
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183 und katil aus den entsprechenden u- bzw. i-Perfekten her. Da aber katül sich auch neben i- bzw. a-Perfekten findet, so sucht Lagarde zu beweisen, daß die i- und a-Perfekta aus ursprünglichen ■u-Stämmen hervorgegangen sind. Infolgedessen könnte ein Partizip katil auch zu einem u-Perfekt und ebenso ״aus falscher Analogie'* — zu einem a-Perfekt gehören19. Barth leitet einerseits sowohl die katül-, als auch die katil- bzw. kitll-Formen vom imperfektiven Verbalnomen ab, die, wenn sie von transitiven Verben herstammen, ebensogut als aktivisch ** w y Q ך wie als passivisch gebraucht werden können, z. B. ein Mann, der Tiere reitet, vJ^JS ein Weg, auf dem geritten wird20. Andererseits leitet er dieselben Formen in adjektivischer Bedeutung von entsprechenden intransitiven u- bzw. i-Perfekten her, z. B. G * - י 5 ’ ״ - _ schwach (neben mitleidig (neben ^>21(ע. Die Schwierigkeit, daß die katll-Bildung häufig zu intransitiven u-Perfekten und daß eine katül-Bildung öfter zu intransitiven i-Perfekten tritt, glaubt Barth dadurch zu beheben, daß er ersteres als Metaplasmus erklärt und letzteres teils auf etwa früher vorhandene, teils ebenfalls auf metaplastische u-Perfekta zurückführt22. Nach Barth23, wie Lagarde24 stellen die Formen katül wie katil eine Dehnstufe, Nebenformen zu den katül- bzw. katil-Adjektiven dar. Wie man im Hebräischen katül und bisweilen auch das hebräische katil als passive Partizipien betrachtet hat, so verfuhr man auch mit dem aramäischen ketll. Nöldeke weist zwar hin auf die aktiven Pe'Il- Formen, wie te'In tragend u. a., glaubt aber die Schwierigkeit damit zu lösen, daß er diese auf faktitive Stämme zurückführt: tecIn belastet mit, tragend25. Schon Barth wendet sich gegen diese Auffassung und glaubt mit Recht, daß seine arabischen wie hebräischen Belege dartun müssen, daß diese Formen ,,von vornherein ebensogut aktive wie passive Partizipien bildeten26". Darüber hinaus erklärt Nöldeke, (GGA, 1884 S. 116) daß die aramäische ket!l-Konjugation, wie das syrische ketll Partizip als gemeinsemitisches inneres Passivum angesehen werden müsse. Er vergleicht z. B. biblisch-aramäisches נלי bzw. ולי mit arabischem Dagegen könnte man folgendes einwenden: 1. Warum finden wir diese Form nicht auch im Imperfekt? 2. Angesichts der gleichlautenden aramäischen aktiven bzw, intransitiven Verben wie טעינו 19 Uebersicht 2510, 41 f, 5915 ff., 6215. 20 Nominalbildung §§ 108b, c, 121b. 21 NB §§ 28b, 29, 81, ygl. VIII ff. 22 ib §§ 28b— 81a. 23 NB IX, XIX. 24 Uebersicht 596. 25 Syrische Grammatik2 § 280. 28 NB § 125 u. S. 185 Anmerkung. 27 Siehe ZDMG'31!(1874) 769 f.

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