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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1926-01-01 · Heft 2 · p. Seite 78

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
70 (1926)
Issue
Heft 2
Article
Aus ostjüdischer Geschichte [Rezension]
Date
1926-01-01
Page
Seite 78 (sequence 4)
Language
German
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78 Art zur Darstellung. Die Beschuldigung habe R. Jecheskel in Brody vor Antritt seines Rabbinats in Jampoly ausgesprochen und sei deshalb vom Landesrabbiner zum Verlassen Brodys gezwungen worden, also spätestens 1745. Aber R. Arje Löb wurde erst 1776 Landesrabbiner! Aus Gelber Seite 24 scheint hervorzugehen, daß R. Arje Löb etwa 1760 sein Rabbinat Zbaraz verließ und in Brody seine kaufmännische Tätigkeit wieder begann. In Zbaraz war er nach G. nur kurze Zeit (S. 18). Demnach müßte die Zbarazer Tätigkeit nach dem ,,erbitterten Streit“ zwischen beiden liegen. Aber aus 1 נודע ביחודה Nr. 42 ist ein überaus herzlicher, ja liebeerfüllter verwandtschaftlicher und wiederholter Briefwechsel aus der Zbarazer Zeit nachweisbar. R. Jecheskel, der sonst nicht verschwenderisch mit Titulaturen umgeht, schreibt da an R. Arje Löb: להלב המאוד דגדול אב״ד ור״מ דק״ק ובארוש. ארי׳ דבי עילאי גבד בגוברין ליד, גליין •מילין דמטמרין תני ומתני לית ליה שיעורין גליי׳ לדרעיה ונפל נהורין ה״ה כבוד אהובי ש״ב ידידי וחביבי הרב המאה״ג המופלא בתורה ובמעלות -ומדות איש חמודות ולו עשר ידות נ״י פ״ה כבור ק״ש מפארים מוהר״ר :ארי׳ ליב נרו יאיר ויורה עד ביאת דאין ומורח ... וההעתק מסרתי בק״ק בראד ליד רום מעלתו... בקשתי מכבודו באהבתו עזה ימחול ויצוה להעתיק ■את דברי ולשלוח לידי ליריד דובנא ... שרום מעלתו מקשה ופות׳ דברי ערבים פלי דבריו... גדול כמותו דנהירין ליה שיטת הש״ס ..♦ ועל הכל תכסה אהבה ואת והב בסופה הכ״ד ש״ב וחפץ באהבתו. Auch in den Memoiren Beer Bolechows wird Bernstein als הרב המאור הגדול■ bezeichnet (Lewin a. a. O. III 15 [Jahrb. XI 155]). Seite 29; sagt Verfasser: ,,So wurde in Brody der von Bernstein ernannte Rabbiner Hirsch aus Zamosc gezwungen, nach kurzer Frist das Brodyer Rabbinat aufzugeben“. Aber R. Hirsch war Brodyer Rabbiner die ,,kurze Frist“ von 1773 bis 1786! (Löwenstein, Index approbationum, Berlin 1923, S. 205, Roest, Catal. Rosenthai, Amst. 1875, s. 207, שו״ת תפארת צבי Teil יו״ד Nr. 22, •נודע אה״ע 11 כיהודה Nr. 134). Wie konnte zudem Bernstein, der erst 1776 Landesrabbiner wurde, ihn ,,ernennen“? Auch die Angäbe G.s (das. Anmerkung 4) ,,Hirsch aus Zamosc war Bernsteins Schwiegervater“ hat ihre Schwierigkeit. R. Hirsch ist nach seinem. Grabstein um 1740 geboren. Da Bernstein nach Gelber S. 18 um 1710 bis 1720 geboren ist, war der Schwiegersohn 20 bis 30 Jahre älter als der Schwiegervater! Seite 29 Anm. 3 sagt Verf.: ,,Der־ Rabbiner Josef Hochgelernter (in Zamosc) war wegen seiner Parteinähme für Bernstein gehaßt“. Wie diese Mitteilung sich vereinigen läßt mit der bisher bekannt gewordenen Charakteristik, ist schwer zu sagen. Von ihm heißt es: ושמו יקר מאד על כל הארץ. Der dritte Teil seines geschätzten Werkes משנת חכמים (Lemberg 1792)י enthalt מעלות המדות מצות ומדות ישרות (Waiden,1 שם הגדולים החדש, Warschau 1879, S. 55, II, Warschau 1880, S. 51). Das steht dem ,,Gehaßten“ schlecht an. Als das Krakauer Oberrabbinat frei wurde, beriefen ihn die dortigen Gemeindevorsteher in dieses Amt;־ er lehnte ab und blieb in Zamosc, wo man nach seinem Tode seinen Sohn zum Nachfolger berief (Friedberg, לוחות זכדון, Frankfurt a. M. 1904, S. 39 Anm. 43). Das sind alles Indizien gegen sein Verhaßtsein..

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