Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 69 (1925)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Jüdische Gelehrte in Sachsen-Thüringen während des Mittelalters
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 288 (sequence 6)
- Language
- German
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288 des Exils“ bezeichnet. tf£r wollte nach Jerusalem ziehen, kam aber nur bis Wien und kehrte dann nach Hause zurück73. 30. Hillel, gemeinsam mit Kanolt74 um die Mitte des 15. Jahrhunderts Rabbiner in Halberstadt. Beide wollen einen Juden vor ihr Gericht in Halberstadt zwingen75; dieser behauptet, nur dem Gericht des Isak Eilenburg76 in Aschersleben zu unterstehen; die Halberstädter, die Eilenburgs Schüler sind77, setzen jedoch ihren Willen durch. 31. Ichel oder richtiger Michel, einer der fünf Teilnehmer der Erfurter Rabbinerversammlung 139178, wohl identisch mit Michel von Reichenbach79, Rabbiner in Erfurt und Breslau. 32. Isak Eilenburg, um 1450 Rabbiner in Aschersleben80, Verfasser einer handschriftlich erhaltenen Rechtsgutachtensammlung81, Korrespondent des Israel Isserlein82, hat mit großen Widerwärtigkeiten zu kämpfen83, die ihm u. a. von seinen Schülern Hillel84 und Kanolt aus Halberstadt bereitet werden. Eine um diese Zeit aus Aschersleben an Jakob Weil gerichtete Anfrage85 spielt wohl auf diese Verhältnisse an und richtet sich vielleicht zum Teil gegen ihn86. 33. Isak von Halle, Judenmeister in Erfurt, mehrmals im Erfurter J udenbuch erwähnt8 7. 34. Isak b. Meir ha-Levi aus Düren, in Erfurt, Lehrer des Alexander Süßkint ha־Kohen88, Verfasser der שעלי לולא, eines Ritualwerkes89. 35. Isak ha-levi, gewöhnlich Eisik ha-levi, Schüler des Jakob Weil, in Erfurt90. 73 מהד הילל דל ♦ .♦ ושב למקומו ערפורט ebenda. Vielleicht ist er gemeint mit. dem מהר״ר הילל in den Minhage Maharil (Lemberg 1860) fo 43 a No. 211, 217. S. auch Jaraczewsky, 74 Note VII, Kroner, 27 Anm. 6, MGWJ 1868, S. 389. LJ XXVI No. 32 I S. 30, 102. Süßmann, Mitteilungen V S. 81, 87. Codex diplomaticus Saxoniae Regiae IB II S. 514, III S. 353. 74 S. unten No. 53. 75 MM No. 18, 30. LJ XXII No. 16. 76 S. unten No. 32. 77 MM No. 30. Mich. No. 803. Auerbach, S. 14. 78 S. No. 3 u. No. 15. 79 MGWJ 1868, 393. Brann, Juden in Schlesien III, XL No. XI, S. 92, 97, 98. LJ XLIV No. 94. Stobbe, Die Juden in Deutschland (Leipzig 1902), S. 290. 80 MM No. 30. 81 Benjakob ש No. 106. 82 IP No. 55 fo 13b. -ואנשי מצות רמהר״י איילבורג צעקו אלי עד למרום לא השבחים דבר 33 LJ II, 81. 84 S. oben No. 30. 86 JW No. 75. Vielleicht heißt dann Eilenburg: Isak ben Esra. 86 S. ferner Josef Kolon, Rga (Cremona 1557) No. 117. 87 Mitteilungen V, S. 69, 71. 88 Agudda fo 203b; Mah. No. 134; Jaraczewsky, S. 51; Kroner, S. 15 Anm. 2; Mich. No. 476; Jahrbuch XII, S. 248 Anm. 7. 89 ZLG 303, 683. REJ 61, S. 48. Grätz VII1, 377. Güdemann III, 15. Winter u. Wünsche II, 498. Freimann in: Festschrift für D. Hoffmann (Berlin 1914), S. 421 Anm. 4. 9° LJ XXXIV No. 65, I 44, 144, II 6. Mich. No. 330/1. .