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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1925-01-01 · Heft 5 · p. Seite 287

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
69 (1925)
Issue
Heft 5
Article
Jüdische Gelehrte in Sachsen-Thüringen während des Mittelalters
Date
1925-01-01
Page
Seite 287 (sequence 5)
Language
German
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287 vor seinem Aufenthalt in Worms in Erfurt lebte56. Sein Schüler. ist vielleicht Israel b. Urschraga in Bamberg57. 21. Elias von Braunau, um 1370 Judenmeister in Erfurt, ij1 jüdischen Quellen nicht erwähnt; man könnte ihn für einen begüterten Geldleiher halten, da ihm viele Leute, auch Fürsten, Geld schulden5^; da er aber stets als Judenmeister bezeichnet wird, so müssen59 wir in ihm einen Rabbiner sehen60. Seine Frau Riflce wird in mehreren Urkunden61 zusammen mit ihm genannt. 22. Elieser b. Jakob aus Böhmen, im Anfang des 13. Jahrhunderts62, entscheidet eine religionsgesetzliche Anfrage aus Halle. Daß er in Halle wohnt, geht daraus nicht hervor. 23. Elieser b. Kalonymus ha-Levi, 1288 Marcheschwan in Erfurt gestorben63. Sein Sohn Kalonymus, der Massoret, s. unten No. 51. 24. Elieser, Rabbiner in Mühlhausen, wird 1349 bei der Judenverfolgung erschlagen64. 25. Elieser b. Salomo unterscheidet gemeinsam mit Chajim Paltiel aus Magdeburg 1291 ein Gutachten65. 26. Elieser wird 1303 bei den Judenverfolgungen in Weißensee mit ca. 125 Personen getötet66. Der Rabbiner Elieser Chajim, Sohn des Rabbiners Elieser67, ist vielleicht sein Sohn. 27. Elchanan, angeblich im 15. Jahrhundert in Halberstadt68. 28. Fidel oder Feudlin in Erfurt, um 135069, gibt einem Selicha- Erklärer einige Erläuterungen70. 29. Hillel, auch Heller oder Hiller genannt, im Anfang des 15. Jahrhunderts in Erfurt71, wird von Moses Minz7* als ״Fürst 56 Kroner, S. 14 Anm. 5 bezweifelt dies. S. auch Schittah des R. Bezalel zu Baba Kama, 42a. Jaraczewsky, S. 9 verwechselt ihn mit Elieser, s. No. 23. D. Kaufmann, Gesammelte Schriften III, 511. GJ 100, 102 Anm. 38 f. 57 Salfeld 88, 294, 368, 33ל. 58 UB Erfurt II Nr. 701, 792. Jaraczewsky, S. 86 f. No. VIII—X. 59 Nach den Amtsbefugnissen des Erfurter ,,Meisters“, wie wir sie aus den Gemeinde Verhältnissen erkennen, kann der Meister nicht Vorsteher sein, sondern bekleidet zweifellos das Amt des Rabbiners. Süßmann, Mitteilungen V, S. 14. Jaraczewsky, S. 49 und neuerdings Neufeld, AZJ 1920, S. 260. Vielleicht handelt es sich auch um einen von der Obrigkeit eingesetzten Rabbiner gleich den vom Kaiser ernannten Reichs ־Oberrabbinern, die von Juden nicht anerkannt wurden. Güdemann III, 31 f. 90 S. auch Kroner, 27. Süßmann, Mitteilungen V, 22, 36, 38, 39, 52, 56. 61 S. Anm. 58. 62 Toßafoth Aboda Sarafo 7b. Mor Kidduschin No. 531. Sabbath No. 332. HaA Aboda Sara Kap. 5 No. 24, ed. Wilna S. 176. IOS IV fo 64b No. 244. Mich. No. 420. MGWJ 1904, 442; 1913, 39. GJ 128. 63 Grabsteininschrift mit deutscher Uebersetzung bei Jaraczewsky, S. 9. Kroner in MGWJ 1884, 354. 64 מדלהדזן ובראש.כלם הרב ר' אליעזר. Salfeld 78, deutsch 267, s. auch ebenda 83. 65 MRL No. 476. 06 Salfeld 59, deutsch 215. S. auch No. 6. 67 Salfeld 303, 363. 68 Auerbach, 14, macht jedoch sehr unzuverlässige Quellenangaben. 89 Kroner, 27. 70 Jaraczewsky, 51. 71 MM No. 79. 72 ריש נלותא) ריג) ebenda.

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