Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1925-01-01 · Heft 4 · p. Seite 190

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
69 (1925)
Issue
Heft 4
Article
[Nachricht]
Date
1925-01-01
Page
Seite 190 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
correspondence
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2829132-2829927-2829931--46267-2832699
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

190 Gedichtbände wählt ausschließlich Themata der biblischen Geschichte; im zweiten überwiegt trotz seines Titels die nichtreligiöse Lyrik. Die tiefe Empfindung des Gehalts der geschichtlichen Situationen, die Ehrlichkeit des religiösen Ringens und die Pracht der Sprache geben insbesondere dem ersten Bande hohe Bedeutung, nicht zum mindesten für die Belebung des biblischen Geschichtsunterrichts. Göza Engelmann, Der esoretische Sinn der Bibel, Berlin, Pyramidenverlag Dr. Schwarz & Go., 1925, 77 S. Abraham אבר רם oder אבר הם, Josefs אנן הסהר בית הסהר Mutterschoß; אברך Fehler für אבלך ich befruchte; Mose, derjenige ,,der das Kind aus dem Mutterleibe herauszieht, zeugt“׳ (S. 44), אהרן von הרה — die Proben werden genügen. War den Deutern des Hohen Liedes das Geschlechtliche Symbol des Religiösen, so ־weiß der Verfasser religiösen Erzählungen keinen anderen Sinn abzugewinnen als sexuellen. Selbst ביך חזקה ובזרוע נטויה wird auf geschlechtliche Vorgänge bezogen: Unsinn und Gotteslästerung! Max Grunwald; Das Judentum, bei Oswald Spengler, Berlin, PMLoverlag, 1924, 46 S. Das aus Aufsätzen für eine Wochenschrift hervorgegangene Schriftchen nimmt vorwiegend zu Spenglers Werturteilen Stellung. Es behandelt die Begriffe Rasse, Urvolk, Nation nach Sp.s Auffassung und deren Anwendung auf das Judentum und prüft die Darstellung des Ideengehalts des jüdischen Glaubens. Dabei ergeben sich nicht nur, wie bei dem Plane der Sp. sehen Arbeit unvermeidlich, Fehler im einzelnen, sondern die Gewalt״ samkeit der Parallelisierung mit dem Parsismus tritt zutage. Von hier aus wird die Zurückweisung des Vorwurfes ,,zersetzender Einwirkung‘6 möglich, den Sp. erhebt. Während gegen Sp.s Lehre von der ,,magischen Kultur“ auf den Einspruch der Orientalisten verwiesen wird, macht G. gegen den Versuch, den Antisemitismus aus der Altersdifferenz zwischen der ,,magischen“ Kultur des Judentums und der ,,faustischen“ seiner Umwelt zu erklären, mit Recht das Zurückreichen antisemitischer Bestrebungen in hellenistische Zeit geltend. Bei der großen Verwirrung, welche Sp.s Halbwahrheiten gerade in Laienkreisen angestiftet haben, ist G.s sachkundige aber durchaus gemeinverständliche Gegenschrift als besonders verdienstlich und weiter Verbreitung würdig zu bezeichnen. Theodor Hopfner, Orient und griechische Philosophie, Beihefte zum Alten Orient, Heft 4, Leipzig (Hinrichs) 1925, 89 S. Der Glaube an Entlehnungen der griechischen Philosophen aus orientalischer Weisheit, der auch in der Neuzeit seine Vertreter gefunden hat, erfährt in der sehr gründlichen Schrift nicht nur eine ausführliche und wohl endgültige Widerlegung, sondern auch eine geschichtliche Erklärung. Seit dem 5. vorchristlichen Jahrhundert suchten Vertreter der orientalischen Religionen verwandte Züge in der griechischen Kultur auf den Einfluß des Orients zurückuzführen ('S. 50 ff.), indem sie gleichzeitig durch die Ailegoristik die Brücke zu hellenischen Anschauungen schlagen. Erst in nachchristlicher Zeit gewinnt orientalische Dämonologie starken Einfluß auf den Westen. Besonders lehrreich, auch für den jüdischen Hellenismus, ist die Behandlung der ägyptischen Religion im ausgehenden Altertum. Wilhelm Levison; Konstantinische Schenkung und Silvesterlegende. SA. aus Miscellanea Fr. Ebrle II, Roma, Biblioteca Vaticana 1924, 89 S. Bespricht S. 31—35 die antijüdischen Dialoge im frühen Christentum. Ludwig Lewisolm, Gegen den Strom. Eine amerikanische Chronik, übersetzt von Thea Wolf. Frankfurt a. M., Frankfurter Societätsdruckerei, 1924, 300 S. Ein bekannter Schriftsteller deutschjüdischer Herkunft gibt in diesem Abriß seines Lebens eine scharfe Kritik amerikanischer gesellschaftlicher Verhältnisse niit gelegentlichen Streiflichtern auf jüdische Dinge. Jakob Löwen!) erg; Der gelbe Fleck. Berlin, Philoverlag, 1924, 144 S. Das Bändchen enthält die Erzählungen Deutsch und Geschichte, Die schwarze Riwke, Der Davidskolk, Lise, Heimatstreu, Der Herr Professor, Die Geogräphiestünde — und das Drama Der gelbe Fleck. Eine wertvolle Bereicherung unserer an Gaben echter Dichter leider armen Schönliteratur. Paul Mühsam; Der ewige Jude. Leipzig und Wien. Ernst Oldenburg, 0: J. (1925), 82 S.ygeb.• 3 Mk. Die Dichtung führt die Ahasverussage bis

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.