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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1925-01-01 · Heft 4 · p. Seite 191

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
69 (1925)
Issue
Heft 4
Article
[Nachricht]
Date
1925-01-01
Page
Seite 191 (sequence 3)
Language
German
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191 in die Gegenwart hinein mit lebhaftem Anteil an dem Schicksal nnd den Seelenkämpfen des heutigen Juden. Heinrich Teweles, Goethe und‘ die Juden. Hamburg, W. Gente, 1925, 205 S. (davon 60 S. Anmerkungen!), geb. 3,50 Mk. Der erste Teil gibt — ohne deutlich erkennbare Ordnung — Aeußerungen Goethes über Juden, Judenemanzipation und jüdische Sitten, stets in Auseinander- Setzung mit der entstellenden Darstellung bei Chamberlain und Bartels; der zweite behandelt eingehend Goethes Beziehungen zu Juden. Als Material- Sammlung ist das flüssig geschriebene Werkchen wärmstens zu empfehlen; leider fehlt aber jeder Versuch, in die Tiefe zu gehen und Goethes unzweifelhaft nicht günstiges Gesamturteil im Zusammenhang mit seiner ״hellenisehen‘6 Art, seiner politischen Richtung und namentlich der ästhetischen und sozialen Erscheinung des Ghettojudentums, dessen Werte auch dem Juden nicht immer leicht erkennbar sind, aufzufassen. Protokoll der Ausschußsitzung der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums vom 7. Mai 1925 in der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums, Berlin IM., Artilleriestraße 14, mittags 12% Uhr. Anwesend: Baneth, Elbogen, Guttmann, Heinemann-Breslau, Karger, Mittwoch, Sobernheim, Weiße. Entschuldigt: Weil. Der Vorsitzende berichtet über die Eröffnung der Universität in Jerusalem, bei der er die Gesellschaft gelegentlich seiner Reise nach Palästina vertreten hat. Am 2. Tage fand eine Feierlichkeit im Regierungsgebäude statt, auf der'die Grüße der Universitäten und gelehrten Gesellschaften von den gesandten Vertretern überbracht wurden. Grüße von Universitäten, die nicht vertreten waren, wurden nicht verlesen. Eine Ausnahme wurde nur für die Universität Königsberg, als der Wirkungsstätte des Philosophen Kant, gemacht. Die Vertreter der Universitäten und Gesellschaften hielten ihre Ansprachen entweder in ihrer Landessprache, oder auf lateinisch, hebräisch oder englisch. Professor Sobernheim betonte in seiner auf deutsch gehaltenen Ansprache, daß naturgemäß die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums ganz besonders an der Gründung der Universität und ihrer späteren Entwickelung interessiert sei. Sie sei z. Zt. im besonderen damit beschäftigt, die Werke der ältesten Bibelausleger (Tannaim), die im Heiligen Lande gelebt haben, herauszugeben. Auch die Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums werde ein Bindeglied zwischen den judaistisehen Studien an der Universität Jerusalem und den Mitgliedern der Gesellschaft bilden. — In der Sitzung betonte der Vorsitzende, daß die Universität erst im Anfangsstadium sei. Wesentlich sei es, einen geübten Vertreter für das Arabische zu finden, da der Vertreter dieses Lehrfaches die Möglichkeit habe, zur Versöhnung der Juden und Araber durch seine wissenschaftlichen Bestrebungen beizutragen. Wichtig sei es ferner, ständige Vertreter für die Lehrfächer zu finden. Der Kassenstand der Gesellschaft weist gegenwärtig ein Guthaben von ca. 13 000 Mark auf. An laufenden Beiträgen sind noch zirka 6000 Mark zu erwarten. Angesichts der im Kassenvoranschlag vom 1. Januar 1925 vor-, gesehenen Ausgaben für Neudrucke werden diese Beträge dringend gebraucht. Während die im vorigen Jahre bewilligte Zahl der Gratisabonnements für die Monatsschrift verringert werden konnte, weil ein Teil in diesem Jahre voll bezahlt wurde, gingen von andern Mitgliedern (Vereinen und Privatpersonen) erneute Gesuche um solche Bewilligungen ein, die zumeist berücksichtigt werden konnten. , . An 66 Gemeinden, die vor dem Kriege einen Mindestbeitrag von 15 Mark jährlich zahlten, ist ein Subventionsgesuch gerichtet worden., ■;Bisher sind zirka 1200 Mark eingegängen. Einige größere Gemeinden, wie Leipzig, Hannover und Stuttgart haben mitgeteilt, daß sie einen ansehnlichen Betrag bewilligen wollen... Von einigen Großgemeinden stehen die Antworten noch aus. An die. Stifter, und Immerwährenden Mitglieder ist . ein. Schreiben ergangen, der Gesellschaft entweder einen einmaligen, größeren Betrag zu

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