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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1925-01-01 · Heft 4 · p. Seite 158

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
69 (1925)
Issue
Heft 4
Article
Die Seele als Vogel
Date
1925-01-01
Page
Seite 158 (sequence 9)
Language
German
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158 und die ihres Körpers wie die der Adler“1. Also eine Kombination von Mensch und Vogel, was auch sonst anzutreffen ist2. 12. In dem bekannten Ausspruche R. Chaninas, das Scheiden der Seele aus dem Körper ist so schwer wie 3כציפורי בפי הושט, erklärt R. Hai Gaon: ,,wie ein Sperling in der Speiseröhre und פטורי ,,wie Schwämme“4. Der Gaon meint dann, wenn du fragen wirst, warum gerade diese Gegenstände zum Vergleich herangezogen wurden, weil dies ein etwas Ganzes, Hartes darstellt, das nicht leicht die Speiseröhre hinuntergleitet. Vielleicht aber ist hier ebenfalls an die Vorstellung des Seelenvogels zu denken. 13. Die Seelen fliegen. a) ,,Er (Metatron) nahm mich zu sich herauf, faßte mich mit seiner Hand und führte mich zum Throne der Herrlichkeit. Er zeigte mir die Seelen, die schon geschaffen waren und zurückkehrten, wie sie oben am Throne der Herrlichkeit vor Gott herumfliegen“5. b) Der Austritt der Seele aus dem Körper besonders beim plötzliehen Tode infolge von Schrecken wird häufig durch פרחה נשמה ״die Seele entfliegt“ ausgedrückt6. Bei Homer heißt es mehrmals: ״Die Psyche entfliegt aus dem Leibe zum Hades“7. c) Die Vorstellung von dem vogelartigen Herumflattern der Seele auch in der bekannten Agada vom Streite zwischen Seele und Körper in bezug auf die Verantwortlichkeit. Die Seele spricht: ״Seitdem ich den Körper verlassen habe, flattere ich in der Luft wie ein Vogel“8. Oder: ״seitdem ich den Körper verlassen 1 Beth ha־Midrasch, ed. Jellmek V, S. 186: אר״י א״ל מטטרון מלאך שר הפנים בא דאראך נשמתן של רשעים האיך הן עומדין ונשמתן של ביכונים האיך הן עומדין»♦ ♦ והלכתי אצלו ותפשני בידו והראני את כל באצבעות ידיו וראית" דמות מראה פניהם כפני אדם וגופן כנשרים♦ 2 Waser 1. c. S. 338. 3 Moed Katon 29a. Vgl. Tanchuma 10 § ,מקץ, Lev. r. IV2, Koheleth r. zu VX7. 4 Resp. der Gaonim, ed. Harkavy, S. 144, Nr. 294: והא דאמר ר׳ חנינא קשה יציאת נשמה מן הגוף למת כציפורי בגו ושט ואמרי לה כפי טורי בפי הושט, ציפורי צפור דרור ופיטורי ממין כמהין אלא שהן גדולות מן הכמהין ונקראות פטריות ובלשון ישמעאלי בבבל אלכמה ואלפטר ושיערו פיטורי וציפורי קרובין ואין הושט מיטיל אותן אלא בדוחק גדול ובצער גדול מאד מאד♦ Für מיטיל ist vielleicht מיכיל ZU lesen. Zur Erklärung des Gaons ist noch R. Salomo ben ha־Jathom, Kommentar zu Masqin, ed. Chajes, S. 13ל, zu vergleichen: ♦יש מפרשין כציפורי עדם בעת לדתם שרחמן צר ״Wie junge Ziegen während ihres Gebärens.“ Also auch hier ein Lebewesen im Bilde. ß והעלני אצלו ותפשני בידו והוליכני אצל כפא הכבוד והראני אותן הנשמות שנבראו וחזרו להם שהם <מ)פורחות למעלה מכסא הכבוד לפני הקביה♦ Jellinek, Beth ha- Midrasch Y, 185 f. 6 Vgl. z. B. Gen. r. XCIII8. Tanchuma 5 § ,ויגש, Gant. r. zu 63 (ed. Wilna 64 a/b). Ex. r. XXIX4. Pirke R. Elieser Kap. 31 u. 32. Raschi Gen. 233. Mid. ha־Gadol ed. Schechter, S. 324. Gen. r. X7. Lev. r. XXII2. Aboth R. Nathan II Rezension Kap. ל, Schechter 11a. Mid. Ps. 68s und Targum z. St. Saadja gebraucht einmal für plötzliches Sterben infolge eines überwältigenden Eindruckes den Ausdruck ״Sein Geist entfliegt“ (יפרח רוחו, טארת רוחה) Emunoth II, 10, ed. Landauer S. 10טיר) טאר .ל) ist die spezielle Bezeichnung für den, Vogelflug. y 7 o’iz peÜEüiv 7cTCf|X£v7) *Aiooaoe ßeßyjxst II. XVI, 856; XXII, 362; vgl. auch XXIII, 880; Batrachom. 208, 212. Vgl. noch Od. XI, 222, 20ל; Waser a. a. O., S. 342. 8 Synhed. 91a: שמיום שפירשתי ממנו הריני פורחת באויר כצפור♦

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