Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 69 (1925)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die Seele als Vogel
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 156 (sequence 7)
- Language
- German
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156 Zu diesen Stellen, in denen die Seele teils ausdrücklich als Vogel bezeichnet wird, teils diese Vorstellung unzweideutig zum Ausdrucke kommt, sind noch einige Aussprüche und Ausdrücke hinzuzufügen, in denen mit größerer oder geringerer Wahrscheinlichkeit die Vorstellung des Seelenvogels vorausgesetzt werden kann. 7. Der Name אבגיתץ. Darauf bezieht sich der Vers: ,,Jeder mit sechs Flügeln, jeder mit sechs Flügeln“. Und dieses Namens Eigenschaft ist, die Seele zu beschützen, wenn sie Nacht für Nacht nach oben hinaufsteigt, um über die guten Taten des Menschen Zeugnis abzulegen; er schützt sie gegen die bösen Engel und gegen die bösen Geister. Mit diesen fliegt sie hinauf. Mit je zwei Buchstaben aus dem Namen bedeckt sie ihr Antlitz, mit zwei Buchstaben bedeckt sie ihre Füße und mit zwei Buchstaben fliegt sie hinauf. Dasselbe für ,,Ruah“, dasselbe für ,,Nefesch“. שקוצית: Mit diesen fliegt die Seele hinauf Nacht für Nacht. Und das ist die Seele jedes Lebewesens, die emaniert ist von der oberen Mutter. ..... und das ist das Geheimnis des Vogelnestes* 1. — Hier ist die Vorstellung des Seelenvogels mit mystischem Zahlenspiel verbunden. 8. Die Frommen, die bei der Auferstehung erwachen, werden nicht mehr zur Erde zurückkehren . . . Wo aber werden sie sich aufhalten, während Gott seine Welt erneuert (d. h. im Jahrtausend der Weltzerstörung)? . . . Gott läßt ihnen Flügel wachsen wie den Adlern und sie schwimmen (schweben) auf dem Wasser2. Auf diesen Gedanken oder vielleicht auch unmittelbar auf die Vorstellung des Seelenvogels (Seelentieres) geht wohl folgende jüngere Agada zurück: Moses spricht zu Gott: ,,Herr der Welt! Gib die Erlaubnis, daß ich mit Hilfe des abgesonderten Namens zu einem Vogel werde, der in der Luft fliegt, oder mache mich zum Fische, so daß ich die Arme schwinge wie Flossen und alle meine Haare המעלה ואם לא זכתה כה כתיב!ויםע אבדם הלוך ונסוע הנגבה דחידן אותה והולכת עד שסובבתו כל העולם עד שתקבל עונשה. Vgl. noch Pesikta rab. Kap. 31 Anf., Sohar I, 53b. ,,Der Thron der Herrlichkeit ist die Mutter der Seele.“ Vgl. dazu Midrasch Hane’elam im Sohar Hadasch zum Abschnitt לך לך ed. Livorno, 30b: וקול התור נשמע בארצנו וה מטטרון הבא לאסוף נשמתן* של צייקים לזמר ליוצרם בכל לילה ולילה שנאמד יעלזו חסידים בכבוד ירננו עלימשכבותם מה בכבוד אמד ר׳ יהודה זה מטטרו!. In der Agada heißt es, daß die Seelen der Frommen aufgehoben sind unter dem Throne der Herrlichkeit נשמות הצדיקים עתות תחת כסא הכבוד. Sabbath 152b u. a. 1 Sohar Hadasch Tikknnim I, ed. Liverno, S. 114 a/b: אבניתק עלייהו אתמד שש כנפים שש ככפים לאחד והאי שמא איהו סגולת דיליה לבסאה לנשמתא כד סליקת לעילא בכל ליליא לאסהדא על עובדין טבין דבד נש ולשובה ממלאכי חסלה ומכל מדקין ורוחין ולילין ושידין, ובהון פדחת לעילא בשתים אתדון מכל שם תכסה אכפהא ובשתים אתוון תכסה דנלאה ובשתים אתוון פדחת לעילא ואוף הכי לדוחא ואוף הכי לנפשא שקוצית דנשמתא ♦. 4 בהון פדחת לעילא בכל ליליא וליליא והאי איהו נשמת כל חי דאצילותא מאימא עילאה 4ומנה תשכח דוא דקן צפור שלח תשלח את האם Die Buchstaben des Gottesnamens sind selbst beflügelt. So heißt es in Seder rabbah הבראשית in Wertheimers ואלו האותיות של אש שהן עומדות ופורחות בכנפי להבה :5 ,1 בתי מדרשות. 2 Synhed. 92a/b: תנא דבי אליהו צדיקים שעתיד הקב״ה להחיותן ואינן חוזדין לעפרן ♦ 4 ♦ ואם תאמר אותן שנים שעתיד הקב״ה לחדש בהן את עולמו שנאמר ונשכב ה׳ לבדו ביום ההוא צדיקים מה הן עושין ד.קב-ה עושה להם כנפים כנשרים ושטין על פני המים. in Jalkul ha-Machiri Tehillim 46, § 4: וטסים בלב ים. Zürn Inhalt vgl. oben Nr. 4 und Anm. 22.