Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 68 (1924)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Antikritik [Rezension]
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 338 (sequence 3)
- Language
- German
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338 ממ1ן, צמא1ן# und [iniss. Ersteres ist zudem OrtsbeZeichnung; wie soll es also ״besonders starker Durst“ heißen? Das zweite heißt Starrsein, stummer Schmerz; was soll also ,,eine gründliche Verwüstung, eine trostlose Wüste?“ *דף* gibt es nicht; daß es nicht gleich זרא wäre, ist bereits gezeigt. (NS. Auf Wunsch der Schriftleitung mußte diese Antikritik sehr stark gekürzt werden; doch ist hoffentlich alles Wesentliche, gesagt.) Breslau. Martin Pleßner. * * * Hierzu sendet uns der Verfasser der angefochtenen Kritik ein längeres Schreiben, aus welchem wir, um die Diskussion nicht zu lange auszudehnen, nur das folgende herausgreifen. Die Schriftleitung. Meine Anerkennung der Nützlichkeit und Gründlichkeit des besprochenen Wörterbuches war (und ist) voll und ganz. Jede Zumutung einer Mentalreservation weise ich entschieden zurück. Das Werk, das mir lieb und traut ist, seit meiner Kindheit (in seinen älteren Auflagen) bekannt und vertraut, ist mir allzu teuer und wertvoll, als daß ich — durch eine falsch verstandene Pietät irregeführt, — die mir etwa aufgestoßenen Mängel übersehen oder (und) verschweigen ■sollte1. Andererseits bestreitet auch der Verfasser der Antikritik nicht, daß an mehreren der von mir beanstandeten Punkte das Werk in der Tat der Berichtigung bedarf. Die grundsätzliche Berechtigung meines Hinweises auf die Notwendigkeit einer genauen Nachprüfung, (des Inhaltes- und des Druckes) wird also durch seine Anstände nicht berührt. Der. Kritiker meint die von mir als (Druck-)Fehler bezeichneten L. A. der S. 371 und לד.׳) 04ל statt des richtigen לה׳), sowie S. 432 (ממתפןים statt des richtigen ממתפןים) entsprängen anderen Auffassungen. Allein solche gab es für diese L. A. nie, vgl. Ges.-Kautzsch Hebr. Gramm. 28 § 102 m. Anm., sowie ebda. § 85 g15 wo ein ממם5ךם erwähnt wird. Dagegen ist ממתק׳ים ein phonetisches Unding. — Allen Ungewißheiten zum Trotz könnte ganz gut die Vox מכ*ר* zu Recht bestehen, gleichviel ob wir hier vor uns מםזרים׳ מידם, נדרים öder מנידים (!) haben. — Der Sing. מפןח ist längst bewiesen, vgl. Levy, Nhbr. Wrbcb. s. h. v. ausdrücklich: ,מ5ןחי oder כפילים — }>.מפןח ist für jeden Fall unnötig als pl. tant. anzunehmen, gesetzt auch, es bedeutete tatsächlich ein Volk. Denn dann müßte die Vox entweder בצ5יל (vgl. *רפד und ךפאים Ges.-Buhl s. h. v.) oder etwa כפילי (vgl. זחך/ פל(טר*י usw.) lauten. Auch möchte ich feststellen, daß sowohl Neubauer im Kitäb UlusuL 1875 ersch., als auch Steinschneider in seiner Ar ab. Literatur der Juden 1902 den Namen des Grammatikers Janah, beziehungsweise Ganach und Djanä*h — beide mit einem n schreiben*. Aus den genannten sozusagen sicht- und faßbaren Fehlgriffen des Herrn Antikritikers wird hoffentlich die Berechtigung seiner sonstigen Anfechtungen klar zutage treten. Eine alle einzelnen Ausstellungen auch nur einigermaßen gründlich beleuchtende Auseinandersetzung verbietet die Kürze des mir von der Schriftleitung zur Verfügung gestellten Raumes. Ich möchte nur noch erklären, daß mir mit meinen kritischen Bemerkungen nicht etwa an apodiktisehen Aufstellungen lag. Nicht etwaige unumstößliche p o s i t i v e B e h a u p- 1 Inzwischen sind mir noch folgende Fehler aufgestoßen: S. 136a Z. T0 v. u. statt 7ד richtig 79; ebendort Z. 14 v. u. hätte aus ebendemselben Pinsker l. c. die b eiegte L. A. (or.) כיית erwähnt werden sollen; S. 163a Z. 1 v. u. statt ידרכנל, richtig ידדבני; s. 352 b. Z. 8 v. u. statt הר^כנם, richtig ך!ר1?3פ; S. 382b. Z. 18 V. 0. statt דילגו, richtig עלינו; s. 801a Z. 13 statt ג ושבתי richtig ל^ויד■; S. 833 a. Z. 17 v. u. statt שני, richtig צתי>; S. 888a Z. 2 v. u. statt des unerhörten ותקעתיו (kaum ein D r u c k fehler), richtig תכןעתיו; S. 898 b Z. 5 v. u. statt טעם, richtig ÖÜfcfi^ — S. 225b Z. 13 v. o. ist statt Dt zu lesen Dan.