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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1924-01-01 · Heft 4 · p. Seite 337

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
68 (1924)
Issue
Heft 4
Article
Antikritik [Rezension]
Date
1924-01-01
Page
Seite 337 (sequence 2)
Language
German
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337; Bedeutung zu arbeiten. Formal könnte אלמל־ת* aus אילם* bzw, ,אולם (so ist zu vokalisieren!) niemals so entstanden sein, wie קמשוידם aus 1קמוש, weil erstens der Vokalstand ganz anders und zweitens letzteres ein än-Plurai ist. Die (auch sonst vorkommende) phonetisch bedingte Doppelschreibung von Worten, einmal mit ד; das andere Mal mit ל, ist. daher festzuhalten und ארמוין von אילם* zu trennen, bis wir eine wirklich annehmbare Etymologie eines der beiden Worte haben; denn auch אילם* ist bisher durchaus nicht abgeleitet. Schlimmer steht es mit דדא .= זדא*. Hebr. ז arab. 3aram. ד. Es müßte also erstens זדא primär und דדא* aramaisierende Nebenform oder dgl., zweitens das arabische Aequivalent sein. Es ist aber gehört daher mit דראוין zusammen und ist von זדא zu trennen, welch letzteres einfach aramäische Orthographie hat; vgl. die Zusammenstellung bei Bauer״ Leander, Histor. Gramm., § 62 x. Daß תושייה mit äsü1 (so ist akkadisch zu schreiben!) Zusammenhänge,, wird ja von Ges. gerade abgelehnt; was hat es also für einen Sinn, das sumerische äzü2 heran zu ziehen, das übrigens Wasser kundiger und nicht Sohn des Wissens heißt3? Ges. ist doch kein akkadisches Etymologicon. Zu einigen Problemen gibt Rez. längere Ausführungen. Er weist mit Recht darauf hin, daß die Frage des חי in der Beteuerung bei Ges. nicht ohne Fehler ist. Die,eigenen Aufstellungen des Rez. geben aber ebenfalls zu starken Bedenken Anlaß. Die Annahme eines Euphemismus für מת wäre ganz singulär; wenigstens findet sich bei Pedersen, Der Eid bei den Semiten (Straßburg 1914) nichts dergleichen. Vgl. auch Brockelmann, Grund״ riß II, Index s. v. חי. Die Frage verlangt monographische Untersuchung, die hier nicht gegeben werden kann. Wenn Rez. für die Lesart קמ1ש plädieren will und Ibn־Gannäh und Qimjn dafür anführt, so muß er zum mindesten den Beweis versuchen, daß diesen Zeugen mehr Gewicht zukommt als Duran (vgl. Baer ,zu Jes 34lg), Simson Punctator und Joseph Punctator (ders. zu Hos 96), sowie den Hand״ Schriften Baers, unter denen sich z. B. der Petersburger Prophetenkodex befindet. Dazu kommt, daß die arabische Entsprechung ist. Brockel״ mann, Grundriß I 167 (nicht 162!) führt קמ1ש. in einer ganz kleinen Liste: von Wörtern auf, in denen merkwürdigerweise statt ש ist, und erklärt die Abweichung als Assimilation an q. Diese Liste zugunsten des allgemeinen Lautgesetzes zu verkleinern, kann nur erwünscht sein. Wenn also so bedeutsame Gründe wie die Baers für die Lesart 'קמ1ש# sprechen, so ist es mindestens unberechtigt, zu sagen, daß Ges, B a e r ,,so ohne weiteres“ gefolgt sei;- es handelt sich bei keinem von beiden um eine Laune. Prof. Brockelmann selbst hat sich, laut persönlicher Mitteilung, längst für die B a e r sehe Lesart entschieden; früher folgte er Barth. Bei der Behandlung der än־Plurale zeigt sich, daß die von Rez. erhobenen Vorwürfe auf ihn selbst zurückfallen. Ges. hält sich an die der Regel nach zu erwartenden Formen und dehnt den Systemzwang nicht weiter aus, als es der überlieferte Text nachweislich tut; anderenfalls wäre wirklich der Willkür Tür und Tor geöffnet. — Der Vorschlag, עצב1ן als Plural von עצב aufzufassen, kann kaum ernst gemeint sein; denn im Hebräischen gibt es bis auf das unsichere pUö im Deboralied keine reinen än־Plurale. Viel״ mehr treten stets noch. außerdem die allgemeinen Pluralendungen ein. Wie will Rez. außerdem die Vokalisation erklären? Genau dasselbe, gilt für 1 Zum diakritischen Punkt des ש vgl־ unten. 2 Zur Vokalquantität vgl. Brockelmann, Lex.. Syr.2, Fase. 1 S. 31 b Z. 3 v. u. 3 Vgl. Zimmern, Akkadische Fremdwörter 49.

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