Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 68 (1924)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Der Talmid Chacham
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 300 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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׳ " . .־'■'־ ■־ ־ : ׳ 300 Wie kein Mensch wissen kann, was sich im Inneren eines Teiches befindet, so kann man nicht abschätzen die Worte der Weisen mit Rat und Nachdenken, Und wo gelangen sie zum Abschluß? In den Lehrhäusern1 (Sifre 41). Die T. Ch. gleichen der Nuß; wenn man die Nuß auch im Morast findet, verachtet man nicht ihren Kern, ebenso verachtet man nicht die Wissenschaft eines T. Ch;, wenn er sich auch vergangen hat2 (Chagiga 15b); Die T. Oh. wurden allgemein geehrt, darum hieß es,,die T. Ch. seien in der Gesellschaft angenehm3 (.Dere.eh.Brez Suta III!). Da kam nämlich ihr Ansehen zur Geltung. Es!ließ, die babylonischen״Juden seien reich, weiLsie die Thora ehren4 (Schabot 119a). Wer gegen die Schule seines Meisters opponiert* bewirkt, daß. sich die gottliehe Glorie von Israel entfernt5 (Berachot 27b). Wer in Gegenwart seines Lehrers eine halachische Entscheidung trifft, ist des Todes ,wert6 (Berachot älb). War ein Gelehrter aus einer weiteren Gegend in-der Durchreise, suchte man auch von fernliegenden Orten ihm entgegenzugehen, um seine -Vorträge an־ zuhören, was an Feiertagen Schwierigkeiten machte7 (Erubin I1I5). Nicht nur der Schüler, sondern auch sein Vater hatten die Pflicht, den Lehrer zu ehren8 (Keritot VI9). Gott segnet den, der einen T. Ch. in seinem Hause übernachten läßt,' ihm zu essen, zu trinken gibt und von seinem Vermögen zukommen läßt9 (Berachot 63b). Hältst du dich an den Weisen und an ihren Jüngern fest, so bist du bei mir so angesehen, als würdest du selbst in den Himmel aufgestiegen sein, und dort die Lehre übernommen hättest10 (Sifre 49). Ein Lehrer, der einem Weisheit gelehrt hat, bringt ihm das zukünftige Leben11 (Mezia II!!). Ein T. Ch., der sich vergangen hat, darf nicht öffentlich beschämt werden12 (Menachot 99b). Auch ein Sklave, wenn er T. Ch. war, wurde hoch־ geschätzt13 (Suka II!). Raban Gamliel hatte seinen Sklaven Tabi sehr geachtet, weil er ein T. Ch. war. Schon zur Zeit R. Akibas begegnen wir einem Proselyten heidnischer Abkunft, der Schüler einer Talmudschule war. Jehuda be־ richtet, daß er unter den Schülern R. Akibas einen Freund hatte, namens Benjamin, von ägyptischer Abstammung, einen Proselyten14, der seinen Sohn nach einer halachischen Regel verheiraten wollte, folglich ein T. Ch. war15 (Sifre 253). - Die T. Ch. hatten־ gewisse Zusammenkünfte. So wissen wir, daß sieh die Gelehrten der Schulen Hillel und Schammai außer an den bekannten Versammlungsplätzen auch im oberen Stockwerk des Hauses des Jonatan ben Batira zu versammeln pflegten16 (Sifre 115). Genannt sind unter den Gelehrten, die sich in der Akademie 1 S. Seite 25, Anm. 1. למה במשלו תלמידי חכמים לאגוז לומר לך:־מה אגוז זה אף על. פי■ שמלוכלך בטיט ובצואה אין מה 2 .שבתוכו נמאס אף תלמיד חכם אף על פי שסרה אין תורתו נמאסת .תלמידי חכמים באים בחבורה 3 .עשירים י י - שבבבל י י ״ זוכין ♦ י - בשביל שמכבדין את התורה 4 .החולק על ישיבתו של רבו גורם לשכיבה שתסתלק מישראל 5 .המורה הלכה בפגי רבו חייב מיתה 6 .בא חכם מן המזרח עירובו למזרח וגר 7 . .־ .הוא ואביו חייבין בכבוד רבו 3 . .המארח תלמיד חכם בתוך ביתו ומאכילו ומשקהו ומהנהו מנכסיו 9 .הדבק בחכמים ובתלמידים ומעלה אני עליך כאילו עלית למרום ונטלת סג .רבו שלמדו חכמה מביאו לחיי העולם הבא 1! .תלמיד חכם שסרח אין מבזין אותו בפרהסיא 12 . .אמר להן ר׳ גמליאל לזקנים ראיתם טבי עבדי שהוא תלמיד חכם ויודע 3! 14 Akiba selbst und sein Schüler R. Meir sollen einer Üeberliefernng nach von heidnischer Abkunft. gewesen sein. אמר רבי יהודה בנימין גר המצרי היה לו חבר -מתלמידי רבי עקיבא ואמר אבי גר מצרי ונשוי אשת 5! גיורת מצרית והריני הולך להשיא את בני אשת בת גיורת מצרית כ-י שיהא בן בני כשר לבא בקהל לקיים מה .שנאמר (דברים כג'ט') דור שלישי יבא להם בקהל ה׳ .נכנסו זקני בית שמאי.וזקני בית הלל לעלית יונתן בן בתירה ואמרר... 16