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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1924-01-01 · Heft 3 · p. Seite 214

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
68 (1924)
Issue
Heft 3
Article
Der Talmid Chacham
Date
1924-01-01
Page
Seite 214 (sequence 4)
Language
German
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214 Wohl noch häufiger als בן im. Sinne von Schüler, gebraucht die Bibel אבי׳ gleichbedeutend mit ■Lehrer (vgl. Gesenius s. v.)״ Und die midraschische Exegese findet diese Bedeutung auch an solchen Stellen, an denen dem Wortsinne nach vom Vater die Rede ist. Denn ״der Lehrer wird Vater genannt“ (Sifre Deut 34). Zu Jes81־s. Siehe, ich und die Kinder usw. —־ Waren denn das seine Kinder? es waren dpeh seine Schüler! Der Prophet will damit sagen, daß sie ihm so lieb waren wie Kinder (Gen r.,423). — Gleichwie ein Sohn vor seinem Vater fleht und ein Schüler sich vor seinem Lehrer einschränkt (demütigt), so flehte und demütigte sich ׳Israel vor seinem Gotte1. (Mechilta Beschallaeh 15a5, Wajassa 1.) —- Der Lehrer, der seinen Schüler züchtigt und der Vater, der seinen Sohn schlägt, werden gleichmäßig beurteilt. Makkoth 8a)2. — Ja, in gewisser Beziehung steht der Lehrer über dem Vater, denn nicht nur der־ Schüler, sondern auch der Vater ist ihm Ehre schuldig3 (Kerith'28a). Zu ver~ gleichen ist noch B M 33a4 * — R. Chanina nennt den bei ihm lernenden R. Jose• ha-Gelili ״mein Sohn“. Ebenso nennt ihn auch R. Akiba (Sifre Num 118). Auch R. Chanina b.. Dosa wird von R. Jochanan b. Zakkai mit ״mein Sohn“־ angesprochen. Dasselbe gilt auch von anderen0 (Berach 34b). — Söhne und Schüler werden auch in anderen Beziehungen gleichgestellt (Mechilta Mischpatim Anf.6 7). Naturgemäß mußte aber die Ausbildung und Bedeutung des Schulwesens in rabbinischer Zeit zur Verbreitung technischer Bezeichnungen für Lernende und Lehrende führen. Schon den Männern der großen .Versammlung wird bekanntlich die Mahnung zugeschrieben והעמץ־יו תלמידים הרבה (Aboth 1!). Abtaljon (iin letzten vorchristlichen Jahrhundert) mahnt die Weisen seiner Zeit zur Vorsicht, damit ״die ihnen folgenden Schülerתלמידים *׳ הבא״ם. אחריכם, wenn sie das Los des Exils mit ihnen teilen, nicht vom schlechten Wasser trinken und dahinsterben (das. lx1). Von Abtaljon wird noch berichtet, daß er im Verein mit Schemaja eine Schule unterhielt, die die Schüler nur gegen Entrichtung einer Gebühr besuchen konnten h Noch viel größer muß die Zahl der Lernbegierigen in der nächsten Generation gewesen sein, als Schammai und Hillel die Schüler der ersteren, ihre eigenen Schulen hatten. . Nach einer Barajta (Sukka 28a, B. B. 134a) soll Hillel selbst 80 Schüler '1 חנה אנכי והילדים ♦ וכי ילדיו היו והלא תלמידיו חיו אלא מלמד שהיו חביבים עליו כבניו, כבן •שמתגדר לפני אביו וכתלמיד שמתגדר לפני רבו, כך היו ישראל מתחככים ומתגדרים לפגי אביהם שבשמים ואומרים לפניו רבש״ע חטאנו לפניך*. Vielleicht ist hier statt מתגרד-,מתגדר oder מתגעגע! zu lesen, wie etwa Sabb. 66a בן שיש געגועין־ על אביר. 2 האב המכה את בנו והרב הרודה את תלמידו. Vgl. ferner Mechilta Mischp. Nezik. 4; Sifre Dt. § 18. Aehnliches bezeugen die Satze: האב ובנו הרב ותלמידו שניחם במנץ כאחד j. Sanhed. אב ובנו הרב ותלמידו בזמן־ שאין עמתן דיורין הרי הן כיחידים .1 ,1־ Erub. 73a האב ובנו הרב ותלמידו פולין זה לזה מעשר שני ומאכילין זל״ז מעשר עני Kid. 32a. 3 הרב קודם את האב בכל מקום מפני שהוא ואביו תייבין בכבוד רבו. 4 •אבדת אביו ואבדת רבו של רבו קודמת שאביו הביאו לחיי העולם הזה ורבו שלמדו חכמה מביאו לחיי :העולם הבא י - י היה. אביו ורבו נושאיין משאוי מגיח. את של רבו ואה״כ מניח את של אביס היה אביו ורבו כביה השבי פודה את רבו ואחר כך פודה את אביו. 6 ... דרש ר׳ טרפון י ״ . היה ר׳ יוסי הגלילי שם כשבא תהילה לשמש את חכמים * אמר לו בני יוחנן בן זכאי ומלה n קפץ ר׳ עקיבא אמר לו בני י. ושוב מעשה בר׳ חנינא בן דוסא שהלך ללמוד תורה אצל בנו של ריב״ז אמר לו/ חנינא בני, בקש עליו רחמים וחיה — אמר להן ריב״ן לתלמידיו, בגי. B. B. 10b. — מעשה בר׳ אליעזר ... נתן עיניו בתלמידים .'. . אמר להם בגי Beza 15b u. sonst, S. noch. Mechilta Beschall. Einl...אלישע תלמידו של אליהו י - . אבל בבנו ובתלמידי רשאי » (Lev. 2539)• לא תעבוד בו עבודת עבד. 7 (.Joma 35b). Die Vermutung von A. H. .Weiß (Dor Dor we־Doreschaw I, 141), daß die Maßnahme! dazu bestimmt war, die starke Zuströmung der Schüler einzuschränken, ist . nicht einleuchtend.

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