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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1924-01-01 · Heft 3 · p. Seite 205

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
68 (1924)
Issue
Heft 3
Article
Gott und Pharao
Date
1924-01-01
Page
Seite 205 (sequence 4)
Language
German
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205 Die verschiedenen Formulierungen ergeben die Gleichung אין בבוני ׳בכל הארץ בקרב הארץ לי' הארץ אני י׳ אץ כיי‘ אלהינו. Erkennen, daß er Ihvh ist ־־= erfahren, daß er der Allmächtige wie kein anderer die Macht hat, den Trotz und Ungehorsam zu brechen und zu bestrafen. Es ist der ,,Name“ dieses allmächtigen Richters, von dem einst die Fülle der Plagen und Wunder zu erzählen geben soll. Der frevlen Verhöhnung 'מ* יי und לא ידעתי את י' soll einst die. von diesem Strafgericht kündende Th’hilla ant- Worten: מי כמיך und אין פי> אלד,״ני. Wie man sieht, findet sich der Satz '״דע כי אני י in allen Teilen der Erzählung und ist geradezu ihre Seele; auch in Stücken, die die Kritik J zuweisen muß. Dort paßt er ihr nun freilich nicht, da er zu ,,theologisch“ ist. Also wird er 71r, S6.18, 914.29 3.1s Eintragung verschiedener Redaktoren (Rje Rd) ausgeschieden, so daß Smend (128) .sich Mühe geben muß, ihn für einige Stellen, die er für seinen J2 in Anspruch nimmt, zu retten. Für 102 wollen ihn auch aridere nicht entbehren. Es ist aber charakteristisch für die Verkennung der Erzählung durch die Kritik, daß Smend von dem Anstoß reden kann, den man an diesen stark monotheistischen Stellen . nehme (!) und erst dafür plädieren muß, daß doch auch der Gottesglaube von J2 eine ausgesprochen monotheistische Tendenz habe, so daß man es ihm nicht verdenken könne, wenn er gerade hier bei dem Kampfe Gottes mit Pharao seinem religiösen Bewußtsein den stärksten Ausdruck gebe! Also äüf das. 'ירע את י kommt es an. Nun aber ist das Orgaii für solche ,,Erkenntnis“, wie sie Pharao fehlt und beigebracht werden soll, das Herz, לב, wie die Augen zum Sehen, die Ohren zum Hören z. ß. Dt. 293 לב לדעת ועינים לראות ואונים ■ לשמוע. Auge und Ohr sind die Sinne, die das Aeußere aufnehmen, sie sind die Handlanger des Herzens. An diesem liegt es, ob es das ihm Zugereichte annehmen und zur Bildung des Willens verwenden will. Was es davon etwa abhält, ist das ihm von seiner Bildung her innewohnende Widerstreben, sich dem Gebot zu unterwerfen, der Eigen-Sinn, der nur dem eigenen Trieb, der Lust und Selbstsucht folgen mag (יצר לב). Das ,,Herz“ ist die für ein Handeln im freien Willen empfängliche Einsicht, die Selbstentscheidung aus einer der Belehrung * durch Erlebnisse zugänglichen Ueberlegung. Daher kann man von einem לב שומע einem belehrbaren und gehorsamen Herzen sprechen. Ein unmittelbarer gewaltsamer Eingriff in das Herz wäre eine schöpferische Neubildung und nicht anders denn als Bild für die Sehnsucht ganz von neuem anfangen zu können erträglich (<f> 5112, Ez 362ö). Womit ein anderer auf das ,,Herz“ des Menschen einwirken kann, sind immer nur Einflüsse, die sich der Sinne, vornehmlich Auge und Ohr, bedienen, Erregung von Vorstellungen. Sie können das Herz zu Ehrfurcht und Gehorsam gegen einen höheren Willen bestimmen, aber auch verführen, gegen denselben dem Eigenwillen und der bösen Lust zu folgen, wenn sie diesen verwandt sind. Der Sinn des Ungehorsamen ist.hart (כבד, חולן). Will Gott ihn erweichen d. h. durch Furchterregung oder einen Appell an das bessere Selbst zu seiner Anerkennung bringen, so ist dies nur durch Ge sch eh - nisse , die zu sehen und zu hören oder, noch stärker, zu fühlen

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