Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 68 (1924)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 167 (sequence 4)
- Language
- German
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167 :1863 טחה aus Sifra 13 אחי*י gibt es auch in der Schreibart תחב; s. S. D. Luzzatto zu Lev. 16!. In dem Wörterbuche (המלון העברי) von J. Grozowski und D. Yellin (Jaffa 5679) erscheint übrigens טחב auch als Name einer Pflanze, gewiß erst neu aufgekommen, vielleicht sogar von B. J. gemacht, aber in seinem Thesaurus steht es nicht. Bei 1868 טיד, das auch von B. J. nicht erklärt werden konnte, wäre auf J. Perles, Beitr. z. Gesch. der hebr. u. aram. Studien, S. 69 ff., zu verweisen gewesen. 1871 *טיר, Singular erschlossen aus Plural טידים, ist unnötig, da מידים ganz gut aus טירה sein kann (vgl. schon oben); vgl. כיריים כירה, טפד. טפים (demnach auch ושירית שירים שירה שיר, כפים כפה ,(כירים etc. Zu 1878 טלית s. Talm. Arch. 1,167 und die Anmerkungen. Bei;1887 מדף hätte ich gern gesehen den Hinweis auf מדף מעשי in dem bekannten Pijjut המבדיל, ferner den Vermerk, daß ,ט״ auch antichristlich gebraucht wird. Ich weiß nicht, warum טעייית, das viel gebraucht wird (= arabisch), fehlt. 1908 טפיהa Anm. 5 findet B. J. die Erklärung R, Daniels, Bruders des Verfassers des Arukh, ״wunderlich‘‘. Aber Daniel hat das 'ט im 'Auge, welches Kanne, Krug heißt (bei B. J. Nr. 2), während die יש מפרשים, ebenfalls im Arukh, פר Nr. 1 (eine Art Bohnen) meinen. Den Terminus ביוצא בי erklärt B. J., nachdem er sämtliche hierfür vorgebrachte Erklärungen abgelehnt hat, in einer gezwungenen Weise (S. 2107b unten). Ich glaube, wenn להוציא heißt ״ausschließen“ (oppositum להביא) so kann יוצא בו ganz gut heißen: geht mit, ist verwandt; das כ׳ schwächt ab, wie in כביכול, d. h. schließlich handelt es sich nicht um eine Person, die mitgehen würde, sondern um eine Sache, um einen Begriff, darum ״als ob es mitgehen würde“. Aus diesem Bande vermerke ich noch die großen und eingehenden Artikel ישב, יכל, יום, ידע«. יד etc., ferner die gelehrte Abhandlung über den Gottesnamen Jod He Vav He. Ich gehe nun zu Band V über. 2240 *ככול, Sing, aus ככילין Tos. Mikw. III, 2 ־— die einzige Sielte— gehört zu den Artikeln, in denen es darauf ankommt, die Realien festzustelien. B. J. geht da sehr vorsichtig vor, und ist geneigt, unser Wort für eine zum Heben des Wassers bestimmte Maschine zu halten, und es sei nicht ausgeschlossen, daß כבולין geradezu aus griech. entstanden sei. Ich lehne das ab, und stelle dieses ככל* zu dem sonstigen semit. כבל, das B. J. auf S. 2244 ff. behandelt nnd das unter anderem die Kessel am Fuße des Sklaven bedeutet1. Diese Fessel war entschieden ringförmig, wie daraus hervorgeht, daß כבלים M. Sabb. VI, 4 von Maimonides als טבעות erklärt werden. Da nun unser [כבולי fast genau dasselbe Wort ist, so fasse ich es als die röta aquaria Wasserrad der Römer auf2, das das eigene hatte, daß es das Wasser direkt aus dem Flusse oder der Quelle schöpfte, weshalb, es‘denn in der Tos. heißt, das, welches emporgezogen wird mittels כבולי ן macht die Mikwa nicht פסול, weil auf diese Weise das Wasser von der Quellstelle nicht abgehackt wird (ib.לפי שאינן נתלשין). Unter 2241 כבוש und 2252 . כבש fehlt die schöne Phrase, die bei den Rabbinen gebräuchlich ist : שנאה כבושה. Unter 2288 *כוניסה polemisiert B. J. gegen Talm. Arch. II, 188 aus dem Grunde, weil die dort beschriebene Art der Garbenbindung im ״Lande“ nicht gebräuchlich sei. Die Worte besagen aber doch etwas, und diese kann B. J. nicht deuten. Ich konnte sie ja deuten, und ich glaube, daß das genügt. Wenn heute jenes Verfahren wirklich nicht beobachtet werden kann, so hat man eben ein Stück des alten Lebens aufgegeben, oder aber spricht die Misna 1 Siehe jetzt meine Ausführungen in der Zeitschrift דביר (Berlin 1923) I, 91. . ־׳ 2 Nach Lucret. V, 517, angezogen bei Ri eh, Illustr. Wb. d. röm. Altertümer (deutsch von C. Müller) S. 525. Hingegen wäre cochlea (ih. 168), woran B. J. denkt, viel zu künstlich und im Begriffe בבולין nicht gelegen.