Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 68 (1924)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Mitteilungen zur Geschichte und Literatur aus der Geniza
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 156 (sequence 7)
- Language
- German
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156 ndch welchen der Satz ergänzt werden kann. Dasselbe geschieht mit den Lektionen für das Weihefest. Der Lehrsatz des R. Jehudai wird in den oben angeführten drei Schriften gebracht. H. R. (p. 133) bringen: וכך אמד מר רבי יהודאי ראש ישיבה יום ששי שהוא יום טוב שנבקש לקרות וביום השביעי אנו מדחין אותו וקורין וביום השמיני, אביי אמר שיני נדחה, רבא אמר שביעי נדחה והלכה כרבא שהרי נדחה שביעי שכל יום אנו קזרין שיני בשלישי, שלישי ברביעי, רביעי בחמישי, חמישי בששי, ששי בשביעי, שביעי בשמיני אין קורין שהרי נדחה לכתחילה. התקין אמימר בנהדרעא .שמדלגין דילוג שביום ,שביעי שהוא יום ערבה מעלין בו וביום .הששי, In dieser Weise werden die Worte des Talmuds (b• Sukka 55a) in den H. G. (p. 620) angeführt. Der Satz beginnt daselbst mit: אמרין הכי אמר ריש מתיבתא מר רב יהודא יומא תמנעאה דהוא יומא טבא. Die Sprache ist aramäisch, denn die Rezension des HG. kopiert die aramäische Hai, Pes. שהלא יום טוב, oder aram. דהוא יומא מבא will •besagen, daß man (Num 2935) כל מלאכת עבודה לא תעשו lesen muß. Dieselbe Leseart findet sich in T. R. (p, 39 f.) Ebenso liest das Fragment nach den Ergänzungen. Hierauf folgt die Lektion für den Samstag des Tischrifestes u. z. Ex 33123426־־״• Die Haftara ist Ez 38!—39!6. Die Lektionen für das Weihefest sind schlecht erhalten. Im Original standen genaue Angaben für die drei Personen, die nach den vorhandenen Parallelen schwer zu ergänzen sind. Seite 3 beginnt mit den verschiedenen Bibelstellen, die man an den Festtagen vor dem יהא שמיה רבא דאנדתא zitiert hat. Die Formel der יהא שמיה רבה דאגדתא war bisher unbekannt, trotz der häufigen Hinweise auf dieselbe bei den Tannaim (s. R. Ishmael, Midr. Prov. p. 75, R, Jose ben Halafta, b. Ber. 3a), Amoraim (Raba, in b, Sota 49a) und anderen (wie Ecc. r. 9, 15, A. א״ב דר״ע ed. Wertheixner p. 27, Tanna de be Elia Zutta 20, vgl. De Sola-Pool, 1. c, p. 8 f., wo noch folgende Stellen nachzutragen sind: a) b. Ber. 57a העונה ישיר מובטח לו שהוא בן עוח׳יב*; b) r. josuah ben Levi, in b. Sabb. 119b כל העונה אמן יהש״ר בכל כוחו קורעין לו גזר דינו u. a. st.). Fragment Adler gibt uns zum ersten Mal wieder die Formel, wie sie in den alten Synagogen und Lehrhäusern Israels ertönte. Das Gebet beginnt mit einem Dank für die Erwählung der Fromme^ und der Erteilung der Lehre und Gebote dem Volke Israel1. Hierauf folgt das Responsorium ,איש״ר מ, welches vom Vorbeter fortgesetzt wird, in ähnlicherWeise wie der zweite Teil des Kaddisch gebetes, mit einigen Zusätzen und einem Hinweis auf Ps. und einem Lehrsatz des R. Josua ben Levi mit Bezug auf die Lehre von der Sünden- Vergebung. Hierauf folgt der bereits bekannte Satz בחיי מל ורבננא, d. h. des Exilarchen und der beiden Lehrhäupter. Das Gebet mit mehreren Zitaten aus der Bibel. Hierauf folgen die Gebete, beginnend mit תהי רעוא מן קדמוהי, d. h. יהי רצון מלפני, für den Exilarchen, den Gäöh von Pumbeditha und den von Sura. Vom vierten יהי רצון ist nur der Anfang erhalten. 1 Diese Formel war schon dem Verfasser der Scheiltoth wohl bekannt. ZU vergleichen sind ferner die mit יתברך beginnenden Sätze in den späteren Midraschim. .