Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1924-01-01 · Heft 2 · p. Seite 152

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
68 (1924)
Issue
Heft 2
Article
Mitteilungen zur Geschichte und Literatur aus der Geniza
Date
1924-01-01
Page
Seite 152 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2829132-2829921-2829924-2832088--45722-2832175
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

152 nicht bis Lev 18g, sondern nur bis ם1ף פיסקא {vgl. des Herausgebers Anmerkung, Note ל״א). Wichtig ist die Abgabe über die Haftara im Nachmittaggebet; die, lautet: ומפטיר בנביא ועלו מושיעים וג׳ ובנבואת ■יונה בן• אמתי כולה ומי אל כמוך נושא עו ן . ועובר על־ פשע ♦ ♦ ♦ לעד אפו בולו. Vergleichen wir damit die Angaben am Fragmente: כיום הכיפורים .... שני בני אהרן.... מצרים. ובעשור לחודש השביעי הוד..... בישעיה כי כה אמר רם ונשא.... ואמר סלו סלו פנו דרך ועד כי פי ייי דבר ובא לציון גואל ואני ואת. ולאחר שמתפלל תפלת המוסח יושבין וקורץ נכלאזחד בנביא .... ויהי דבר ייי אל יונה בז אמתי לאמר קום לך אל נינוה הע׳ הג׳ וק׳ ועד ויאמר ייי לדג ויהא את יונה אל היבשה, ומוסיף ג, פסו׳ בסוף נבואת מיכה מי אל כמוך נושא עון וג׳ ישוב ירח' ים■ע׳ י,: תתן אמת ליעקב מופסקין קדושת .... אתה קדוש כול׳ ומפיקין ספר תורה וקורא בה נ׳ גברי מן וכמעשה. ארץ מצרים ועד סוף העניין ומפט׳ בנביא ביונה ויהי■ דבר ייי אל יונה שנית לא׳: ומתם׳ מנחה ולא פורסין כהנים ידיהם במנחה דיום הכיפורים. Aus dieser Mitteilung geht hervor, daß die Ordnung des Fragments von den bisher erwähnten Gebräuchen ganz verschieden war. Nach dem Mussaph setzten sich die Leute nieder und lasen das Buch Jona vom Anfang bis zum Anfang des dritten Kapitels. Um aber nicht in der Mitte stehen zu bleibend hat man die Schlußsätze des Propheten Micha hinzugefügt. Dann las man erst die Minchalektion, mit der Haftara beginnend, Kap. 3 des Buches Jona. Die obengenannten Autoritäten scheinen diesen Usus gekannt zu haben und betonen, daß man das ganze Buch Jona mit den Stellen aus Obadja und Micha lesen muß. In diesem Falle sind die Hinzufügungen nicht berechtigt. Unsere Minchaordnung des Versöhnungstages hat auch andere Bräuche vernachlässigt, die früher üblich waren, wie z. B. die Lektüre des ersten Kapitels der Genesis. Ittur (II, 43 B) bringt eine Agada, die besagt: שד״ריי סיימו את JTOpÖ בעשיית־ התורה2 ואין שווין לפיכך נהגו לקרות בראשית ביד,׳־כ במנחה ויהי ערב וכו׳ וא׳־ל הקב״ה הרי ישראל וריוין שעדיין לא השלימו את הסדר ומתחילין בראשית וכן נוהגין בב" ישיבות (vgl auch Barzitais Kommentar zum Buche Yezirah 166 A; Büchler, J QR VI, 463; J. Elbogen, Der jüdische Gottesdienst, p. 167). Während aber dieser Brauch ganz verschwunden ist, haben sich von ersterem Spuren in den Riten erhalten, in dem das ganze Buch Jona heute in den Synagogen am Versöhnungstage verlesen wird. Die Hinzufügungen und Wiederholungen von Versen in unserer Liturgie zeigen immer auf verschiedene Eigentümlichkeiten der liturgischen Entwicklung. Hier lernen wir, daß die Fragmente die ursprüngliche Gestalt bieten. Wenn wir die nachgaonäische Literatur befragen3, so sehen wir, daß die meisten nur die ersteren Autoren abschreiben..: Einige der Decisoren wissen nur von' einer Haftara Jonah, nach b. Meg. 31a (Alfassi § 1099,סדר רש״י ed. Buber 225; Mahzor Vitry § 355; p. 393; Ascheri Meg. § 10 70 § כלבד). Hingegen lassen sich eine Anzahl von Decisoren anführen, die mit den Worten der Halachoth, im Gegensätze zu den Fragmenten, übereinstimmen, , ■ 1 Da man sofort mit אחד! קדוש begonnen hat. 2 Vgl.׳ b. Ber. 8 a. R. Bibi b. Abajjl 3 Ms. British Museum 5556, D. 10 ff. gibt folgende Ordnung an: כי פי יי דבר ובא לציון גואל-מעתה ועד עולם אפטרה מנחה דכיפור ויד\ דבר יי אל יונה• ebenso Ms. Or. B. M. 5558, N- 28 f., s. weiter-unten.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.